Eine Sehnenscheidenentzündung wird durch monoton belastende Tätigkeiten ausgelöst. Betroffen sind meist Personen, die am Computer arbeiten, aber auch Friseure, Physiotherapeuten oder Montagearbeiter.
In vielen Fällen sind die Ursachen einer Sehnenscheidenentzündung eindeutig nachvollziehbar. Trotzdem wird sie nicht überall als Berufskrankheit anerkannt. In Deutschland zum Beispiel muss der Einzelfall geprüft werden. Finnland dagegen hat die Erkrankung anerkannt. Und in den USA ist eine Sehnenscheidenentzündung als Arbeitsunfall definiert. Der Grund für diese länderspezifischen Unterschiede liegt in erster Linie in der Auslegung des Begriffs „Berufskrankheit“. Diese basiert meist auf der Gesetzgebung und Rechtsprechung des jeweiligen Landes. Dahinter verbergen sich politische Richtlinien, die wiederum eng mit dem Gesundheitssystem verbunden sind – also eine sehr komplexe Verkettung von Einflussfaktoren. Bei Arbeitsunfällen ist die Definition einfacher. Hier liefert ein von außen und plötzlich auftretendes Ereignis, das den Arbeitsunfall zur Folge hat, den Beweis.