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02/2010

02Cyberrisks

Eine echte Gefahr für die digitale Welt

Der befürchtete Millenniumscrash im Jahr 2000 ist ausgeblieben, doch im Januar 2010 sind von 45 Millionen neu ausgegebenen EC- und 8 Millionen Kreditkarten 25 bzw. 5 Millionen fehlerhaft; 200.000 Terminals funktionieren nicht ordnungsgemäß. Viele Nutzer bekommen am Automaten also kein Geld oder können in Geschäften nicht zahlen. Wer kommt nun für den Schaden auf, der den Banken durch den Austausch der Karten entsteht?

Ein anderes Beispiel: Bei TJX, einem der größten Einzelhandelskonzerne in den USA, wurden 2007 die Daten von 45,7 Millionen Kunden unrechtmäßig kopiert und verkauft. Das Unternehmen, das den Verlust zudem erst verspätet bemerkte, hatte daraufhin nicht nur mit Schadenersatzklagen zu kämpfen, auch der Imageverlust war enorm. Der Schaden für TJX belief sich auf ca. 150 Millionen US-Dollar.

Nicht nur Datendiebstähle fallen unter den Begriff Cyberrisiken. Er umfasst verschiedenste Facetten – von der Beeinträchtigung der Verfügbarkeit von Servern (etwa durch Virenattacken), über unberechtigte (Hacker-)Zugriffe auf E-Mail-Accounts oder Datenbanken, bis hin zu Medienrisiken wie Copyrightverletzungen.