Mit unserer Ausschüttungspolitik möchten wir unsere Aktionäre in angemessenem Umfang am Unternehmenserfolg teilhaben lassen. Als Mindestgröße für unsere Dividende haben wir 25% vom Jahresüberschuss angesetzt. Als Orientierungsgröße dient jedoch das aktuelle Dividendenniveau von 6,25 Euro je Aktie, das wir bei künftigen Dividendenzahlungen – in Abhängigkeit von der konkreten Ergebnisentwicklung und der Kapitalsituation – nach Möglichkeit nicht unterschreiten wollen. Bereits seit 1969 gab es keine Dividendenkürzung mehr.
Die Dividende wird vom Vorstand vorgeschlagen und basiert auf dem Einzelabschluss der Münchener Rückversicherungs-AG. Sie benötigt die Zustimmung sowohl des Aufsichtsrats als auch der Aktionäre und wird jeweils am Tag der Hauptversammlung festgestellt.
Auf Basis des Schlusskurses für das Jahr 2010 ergab sich eine Dividendenrendite von rund 5,5 %. Die Entwicklung der Dividende über die letzten Jahre sehen Sie
» hier.
Zusätzlich zur attraktiven Dividendenpolitik bedient sich die Münchener Rückversicherungs-AG seit dem Jahr 2006 des flexiblen Instruments des Aktienrückkaufs als weiterer Form der Kapitalausschüttung.
Bei der für das Jahr 2005 gezahlten Dividende von 3,10 € belief sich das Körperschaftsteuerguthaben auf etwas mehr als 2 % der Ausschüttung (wurde offen ausgewiesen). Ab 2006 ist wegen einer Gesetzesänderung kein Körperschaftsteuerguthaben mehr mit der Dividende verbunden.
Die bisherige Besteuerung von Dividenden nach dem Halbeinkünfteverfahren wurde zum 1. Januar 2009 durch die sogenannte Abgeltungssteuer ersetzt. Demnach werden – unter Berücksichtigung von Freibeträgen – die vollen Dividendeneinnahmen inländischer Privatanleger reduziert um den pauschalen Steuersatz von 25% (sowie des Solidaritätszuschlags und ggf. Kirchensteuer) ausbezahlt. Zur Berücksichtigung der Freibeträge (Kapitalerträge wie Zinseinkünfte, Dividendeneinkünfte und Veräußerungsgewinne aus Wertpapieren) in Höhe von 801 € bei Ledigen bzw. 1.602 € bei Verheirateten) sollten Sie Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag erteilen. Steuerpflichtige Anleger, die einen niedrigeren Durchschnittssteuersatz als 25% haben, können eine Besteuerung im Rahmen der Jahressteuererklärung wählen und erhalten die zu viel gezahlte Steuer über die Steuererklärung im Folgejahr zurück.
Ein ausländischer Privataktionär (d.h. kein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland), ist in Deutschland mit bestimmten Kapitalerträgen beschränkt steuerpflichtig. Darunter fallen auch Dividenden von Kapitalgesellschaften, die Geschäftsleitung oder Sitz im Inland haben. Die Steuerbelastung für die Dividenden in Deutschland ist durch den Kapitalertragsteuerabzug abgegolten. Sofern ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und dem Wohnsitzstaat des ausländischen Aktionärs besteht, ist der Kapitalertragsteuerabzug in der Regel auf maximal 15% des Bruttobetrags der Dividenden begrenzt. Hierzu ist regelmäßig ein Antragsverfahren durchzuführen. Die Besteuerung von aus Deutschland bezogenen Dividenden im Ansässigkeitsstaats des Aktionärs richtet sich nach den dortigen steuerlichen Regelungen.
Dividendenberechtigt sind Sie für Münchener-Rück-Aktien, die Sie am Tag der Hauptversammlung in Ihrem Depot halten. Dazu kann es ausreichen, wenn Sie die Aktien noch am Tag der Hauptversammlung kaufen, da für die Zahlung der Schlusstag des Geschäfts maßgeblich ist. Erkundigen Sie sich bitte zur Sicherheit bei Ihrer Bank.
Der Dividendenzahltag für die Münchener-Rück-Aktie ist in der Regel der auf die Hauptversammlung folgende Bankarbeitstag.
Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 22.7.1999 werden keine effektiven Stücke mehr ausgegeben; dem entsprechend sind auch nur noch sehr wenige effektive Stücke im Umlauf. An den Börsen werden ausschließlich girosammelverwahrte Münchener-Rück-Aktien gehandelt.
Leider nein. Inzwischen sind nahezu alle Münchener Rück-Aktien girosammelverwahrt. Da auch aus Aktienumtäuschen kaum noch historische Aktienurkunden existieren, ist es uns leider nicht möglich, historische Papiere zur Verfügung zu stellen.
Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen betrug in 2011 ca. 1,16 Millionen Aktien.