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FAQ und Glossare

Sie finden hier einige der häufigsten Fragen, die wir von Aktionären und Analysten erhalten. Wir haben die Fragen bestimmten Themen zugeordnet.

Hier finden Sie die Erläuterung von Fachbegriffen rund um Munich Re.

Wie sehen die Segmentberichterstattungen der Munich Re ab dem ersten Quartal 2010 aus?
Wie passt Munich Re ihre Bilanzierung dem Rechnungslegungs-Standard IFRS 8 "Operating Segments" an?

Umstellung der Bilanzierung auf IFRS 8 ab dem 1. Quartal 2009


Munich Re wendet ab dem 1.1.2009 den Rechnungslegungs-Standard IFRS 8 an. Wie angekündigt stehen ab heute Informationen zu dieser Veränderung und außerdem die angepassten Zahlen für das Geschäftsjahr 2008 zur Verfügung.

Operative Entwicklung wird noch deutlicher hervorgehoben

Munich Re stellt ab dem 1. Januar 2009 ihre Bilanzierung auf den Rechnungslegungs-Standard IFRS 8 um. Die – in ihrem Umfang überschaubaren – Änderungen führen dazu, dass die operative Entwicklung im versicherungstechnischen Geschäft sowohl im Konzern als auch in den Segmenten deutlicher hervorgehoben und damit noch besser bewertbar wird.

Konkrete Änderungen ergeben sich in der Segmentberichterstattung und in der Gewinn/Verlust-Rechnung. Die Segmentberichterstattung wird bei der Aufteilung der Segmente und der Angabe von Kennzahlen künftig stärker der Managementsicht angenähert, während der bisherige Standard IAS 14 eine eher starre Aufteilung nach Produkten oder Regionen vorschrieb.

Die beiden wesentlichen Änderungen:

  • In der Segmentberichterstattung werden in der Erstversicherung die Bereiche Leben und Gesundheit künftig getrennt ausgewiesen.
  • In der Gewinn- und Verlustrechnung sowohl für den Konzern als auch für die Segmente wird das operative Ergebnis nunmehr differenzierter dargestellt. Hierzu werden das versicherungstechnische und das nicht-versicherungstechnische Ergebnis separat ausgewiesen. Das versicherungstechnische Ergebnis ist der Saldo aus verdienten Prämien plus dem technischen Zinsertrag abzüglich der Leistungen an Kunden und Betriebskosten.

Von der Möglichkeit, das operative Ergebnis bereinigt um Effekte aus Schwankungen der Kapitalmärkte oder Großschäden auszuweisen, macht Munich Re keinen Gebrauch. Beide gehören zum Kerngeschäft und bleiben deshalb in der Erfolgsrechnung komplett Bestandteile des operativen Ergebnisses.

"Unser Zahlenwerk wird noch ein Stück weit transparenter, und das ist im Interesse unserer Investoren und der interessierten Öffentlichkeit. Wie es unsere Aktionäre von uns gewohnt sind, wird bei der Abgrenzung des operativen Ergebnisses nichts geglättet oder beschönigt. Mit dem Kurs der Klarheit und Offenheit unserer Rechnungslegung sind wir bisher gut gefahren", so Finanzvorstand Jörg Schneider.

Der erste Finanzbericht von Munich Re nach den neuen Vorschriften wird der Zwischenbericht für das 1. Quartal 2009 sein, der am 6. Mai veröffentlicht werden wird. Die Umstellung auf IFRS 8 ist ab dem Geschäftsjahr 2009 verpflichtend.

» IFRS 8 "Operating Segments" – Anwendung in der Gruppe (PDF, 448 KB, Mai 2009)
» IFRS 8 – Umsetzung in der Gruppe – Questions and Answers (PDF, 364 KB)
Wie teilt sich der Umsatz bzw. die Bruttobeiträge für das Geschäftsjahr 2011 auf die einzelnen Segmente und Regionen auf?

Bruttobeiträge nach Segmente1 (in Mrd. €)

Erstversicherung

1 Schaden/Unfall
5,6 (11,3 %) (Δ 2,5 %)
2 Life
6,3 (12,6 %) (Δ -3,4 %)
3 Health
5,7 (11,5 %) (Δ 4,0 %)

4  Munich Health
6,0 (12,1 %) (Δ 20,3 %)

Rückversicherung

5 Schaden/Unfall
16,6 (33,4 %) (Δ 7,7 %)2
6 Life
9,5 (19,1 %) (Δ 22,1 %)

1 Konsolidierte Zahlen
2 2011 zu 2010 im Vergleich


Bruttobeiträge nach Regionen1 (in Mrd. €)

1 Europa

27,2 (55 %)

2 Nordamerika

14,9 (30 %)

3 Asien und Australasien

5 (10 %)

4 Lateinamerika

1,5 (3 %)

5 Afrika, Naher und Mittlerer Osten

1,0 (2 %)

1 Konsolidierte Zahlen

Welche Akquisitionspolitik verfolgt Munich Re?
Entscheidende Voraussetzungen für eine Akquisition sind, dass die Zielgesellschaft zu unserer Unternehmensstrategie passt und in finanzieller Hinsicht unsere internen Risiko-Rendite-Vorgaben eingehalten werden. Auf der Rückversicherungsseite spielen dabei Diversifikationseffekte eine wichtige Rolle. In der Erstversicherung liegt der Fokus auf Privatkunden- und Personenversicherung. Regional betrachtet stehen hier margen- und wachstumsstarke Märkte im Vordergrund.
Wie sieht das Kapitalmanagement von Munich Re aus?
Das Kapitalmanagement von Munich Re orientiert sich an den Ansprüchen der für die Kapitalisierung wesentlichen Stakeholder: Aktionäre, Aufsicht und Ratingagenturen. Dabei determinieren Aufsicht, Ratingagenturen und unser internes Risikomodell unter Berücksichtigung des erwarteten Geschäftswachstums die Mindestkapitalausstattung, während die berechtigten Interessen der Aktionäre an effizienter Kapitalbewirtschaftung die Kapitalausstattung nach oben begrenzen.
Ist die Münchener Rück von Retrozessionsschutz abhängig?
Eine der Stellschrauben, die wir im Risikomanagement nutzen, um unser Geschäft zu steuern, ist die Retrozession. Sie dient allein dazu, unser Kapital und unser Jahresergebnis vor Großschäden zu schützen. Wir setzen Retrozession nicht ein, um unsere Kapazität zu erhöhen.
Der Retrozessionsschutz kommt zum Zug, wenn uns ein extrem hoher Schaden trifft, der den Risikoappetit übersteigt, den die Geschäftsleitung definiert hat. So geschehen beim terroristischen Anschlag auf das World Trade Center 2001, beim Wirbelsturm Katrina 2005 oder dem Erdbeben in Japan im März 2011. In Jahren ohne derartige Extremereignisse behalten die so genannten Retrozessionäre die von uns gezahlten Prämien als Gewinn. Ausschlaggebend dafür, ob wir Retrozessionsschutz kaufen oder nicht, ist allein, dass die Preise und Bedingungen für uns stimmen.
Welche größeren Unternehmen oder Beteiligungen hat Munich Re in den vergangenen Jahren gekauft oder veräußert?
Überblick über die für Munich Re in den letzten Jahren bedeutendsten Akquisitionen & Desinvestitionen.
» Akquisitionen & Desinvestitionen
Wo finde ich Informationen zum Embedded Value der Gruppe?
Informationen zum Embedded Value finden Sie in unserer Präsentation vom 14. März 2012 sowie im dazugehörigen Embedded Value-Dokument.
» Präsentation zur Analystenkonferenz 2012 (PDF, 1,3 MB, englisch)
» Market Consistent Embedded Value 2011 (PDF, 1,4 MB, englisch)