Internes Modell – Erfahrungen von Munich Re kommen Kunden zu Gute
Die Solvenzquote lässt sich nur durch aktives Managen der Risiken – auch durch stärkeren Risikotransfer – optimieren. Interne Modelle und Rückversicherung werden infolge von Solvency II eine zentralere Rolle spielen. Munich Re setzt bereits jetzt ein ausgereiftes internes Modell ein.
Die Genehmigung interner Modelle stellt die Unternehmen wie auch die Aufseher vor neue Herausforderungen, weil der Genehmigungsprozess für individuelle interne Modelle einen beträchtlichen Aufwand für alle Beteiligte bedeutet.
Munich Re hat schon sehr früh damit begonnen, ganzheitliche, interne Modelle zu entwickeln. Robert Lempertseder, im Integrierten Risikomanagement verantwortlich für das interne Modell, erklärt, dass die Motivation für die Entwicklung eines internen Modells zunächst von innen heraus begründet war: „Wir modellieren und kalibrieren unser Modell schon seit etwa zehn Jahren. Als global tätiger (Rück)Versicherer benötigen wir eine einheitliche Sicht auf das Unternehmen; wir setzten daher von Anfang an auf einen ökonomischen Ansatz als Basis unserer Risikomodellierung.“
Risiken transparent und vergleichbar machen
Risiken über Ländergrenzen und Jurisdiktionen hinweg vergleichbar machen: Darin lag eine Herausforderung für die Modellierer. „Wir haben das Modell über die Jahre immer weiterentwickelt, um Risiken transparenter zu machen und um damit die Steuerung und Bewertung der Risiken gemäß unseres Value-Based-Managements zu unterstützen“, sagt Lempertseder. Zunehmend sind auch die Vorgaben von Solvency II in das interne Modell eingeflossen: „Wir begrüßen den Solvency II-Ansatz. Viele Grundsätze, die wir für unsere Modellierung gewählt haben, finden sich nun auch in Solvency II wieder: eine marktkonsistente Bewertung der Aktiva und Passiva, auch andere Kalibrierungsansätze wie die einjährige Messung des Risikos und die Abbildung des längeren Risikohorizonts über den sogenannten Cost-of-Capital-Ansatz, mit dem die Risikomarge bewertet wird.“
Auf dem Weg von ihren Anfängen hin zum internen Modell unternahm das Modelling-Team von Munich Re viele Änderungen und Verfeinerungen des Modells. Lempertseder: „Im Nachhinein hat es sich gelohnt, dass wir sehr früh auch Aspekte ins Modell eingearbeitet haben, die zu Beginn der Diskussionen um Solvency II noch nicht berücksichtigt waren, die wir zumindest aber schon erahnen konnten.“
Internes Modell bildet Rückversicherungsstruktur zweckmäßig ab
Unter Solvenzgesichtspunkten hängt die optimale Rückversicherungsstruktur stark davon ab, ob ein Unternehmen künftig den Standardansatz oder ein eigenes internes Modell zur Risikokapitalbewertung verwendet. „Um die Risikokapitalsituation innovativer (Rück-) Versicherungsprodukte oder nichtproportionaler Rückversicherungsprogramme adäquat abbilden zu können, kommen die Versicherer nicht daran vorbei, zumindest Partialmodelle zu entwickeln“, meint Lempertseder. Andernfalls müssen Versicherer damit rechnen, dass der aufsichtsrechtliche Risikokapitalbedarf nicht dem eigentlichen Risikoprofil entspricht.
Lempertseder: „Das ist auch der Grund, warum wir Kunden in diesem Bereich den Einsatz eines unternehmensindividuellen, internen Modells empfehlen, das die Rückversicherungsstruktur zweckmäßig abbildet“. Kunden profitieren von dem konsequent lösungsorientierten Ansatz bei der Entwicklung eines internen Modells und auch vom Wissensvorsprung, den sich Munich Re durch das Durchlaufen der Pre-Application-Phase erarbeitet hat: Munich Re unterstützt Kunden dabei, die in Solvency II festgelegten Vorgaben bestmöglich für die Steuerung des Geschäfts einzusetzen, sei es bei der Analyse des Risikokapitalbedarfs, durch maßgeschneiderte Risikotransfer-Lösungen durch maßgeschneiderte Risikotransfer-Lösungen oder etwa in Form von Seminaren.
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