Karrierebeispiel Stefan Hets – vom Erst- zum Rückversicherer
Geboren 1963 in Hamburg. Seit 2004 bei Munich Re im Geschäftsbereich Deutschland.
Klassischer Einstieg in der Erstversicherung
Nach einer Versicherungslehre in Hamburg und einem Betriebswirtschaftsstudium in München (Schwerpunkt: Versicherungs- und Bankbetriebswirtschaftslehre; Promotion über Captive Insurance Companies) habe ich meine Berufslaufbahn bei einem der führenden deutschen Erstversicherer gestartet. Dort war ich im Bereich der industriellen Sachversicherung über 11 Jahre in verschiedenen Funktionen (z. B. im Vertrieb als Industrieberater für deutsches Sachgeschäft) tätig. Zu meinen Aufgaben gehörten insbesondere die Akquise und Beratung von Industriekunden und Maklern, die Besichtigung von Betrieben sowie die Prüfung und Verbesserung des Brandschutzes.
Anschließend übernahm ich als Property-Underwriter im Rahmen internationaler Versicherungsprogramme deutscher Industriekonzerne die Akquisition und Betreuung des Auslandsgeschäfts sowie die Programm-Rückversicherung. Darauf folgte eine mehrjährige Tätigkeit als Referent für Tarife, Zeichnungsrichtlinien, Brandschutz sowie Portefeuillesteuerung der industriellen Sachversicherungsbranche. Zu meinem Aufgabenbereich gehörte auch die Platzierung einzelner Industrierisiken mittels fakultativer Rückversicherung.
Über die Jahre habe ich mir ein sehr breites und fundiertes Fachwissen in der Sachversicherung angeeignet. Für eine fachliche Weiterentwicklung bot ein Wechsel in die Rückversicherung sehr gute Möglichkeiten. Ich nutzte die Chance, als Munich Re als der weltweit führende Rückversicherer mit internationalem Netzwerk und bestem Ruf für eine ausgezeichnete Expertise einen Senior Underwriter für deutsches Property-Geschäft mit Schwerpunkt in der industriellen Sachversicherung suchte.
Vielfältige Aufgaben als Senior Underwriter bei Munich Re
Die Funktion des Senior Underwriters ist für mich besonders interessant, weil ich dabei mein Fachwissen in fachlich leitender Funktion einsetzen kann. Im Kern geht es um die fachliche Organisation eines Underwriting-Teams für den fakultativen Rückversicherungsbedarf deutscher Erstversicherer bei Sach- und TV-Geschäft (z. B. fachlicher Einsatz und fachliche Entwicklung der Underwriter, Einhaltung der Zeichnungsrichtlinien und Zeichnungsvollmachten, Koordination von Abstimmungsfällen). Zudem unterstütze ich den Referatsleiter bei der Beurteilung der Underwriter meines Teams und bei der Durchführung von Bewerbungsverfahren.
Da die Bandbreite der Geschäftsvorgänge je nach Geschäftsschwerpunkt und Größe des Erstversicherers stark variiert, gestaltet sich die Arbeit sehr spannend. Neben Anfragen zur fakultativen Rückversicherung kommunaler Sachrisiken (Museen, Krankenhäuser, Theater, Rathhäuser etc.) reicht die Spanne bis hin zur Rückversicherung von internationalen Sachversicherungsprogrammen multinationaler Industriekonzerne. Darüber hinaus geht es auch um die Rückversicherung von Großbauprojekten in Deutschland wie im Ausland unter Beteiligung deutscher Erstversicherer.
Als "Senior" ist man natürlich auch für die Akquisition von Neugeschäft und den Aufbau der Kundenbeziehungen zuständig. Insofern gehören Reisen und Abendveranstaltungen zum Alltag. Außerdem repräsentiere ich Munich Re bei Verbandsveranstaltungen und Fachtagungen .
Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Unterstützung der vertraglichen Rückversicherung mit Fach-Know-how und Markt- bzw. Zedentenanalysen.
Von großer Bedeutung ist auch die Schnittstellenfunktion zu anderen Länderbereichen innerhalb Munich Re. In dieser Funktion gehöre ich einem bereichsübergreifenden Netzwerk zur Koordination großer Property-Risiken an, da insbesondere bei deutschen industriellen Großrisiken die Anfragen zum selben Risiko in verschiedene Länderbereiche fließen und deshalb einheitlich beurteilt und kontrolliert werden müssen.
Munich Re hat mich intensiv bei meiner Einarbeitung unterstützt und fördert kontinuierliches Lernen auch in der laufenden Tätigkeit: Sie bietet für die verschiedenen Aufgaben umfangreiche Seminarprogramme sowohl für funktionsbezogenes Wissen als auch für die persönliche Entwicklung.
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