Herausforderungen des demografischen Wandels
Die demografische Entwicklung wird unsere Gesellschaft spürbar verändern: Vor allem in Industrieländern werden die Menschen im Durchschnitt immer älter, zugleich sinken die Geburtenraten. Der » demografische Wandel erfordert auch von der Versicherungswirtschaft neue Lösungen. Munich Re nutzt ihr umfangreiches Fachwissen, um den Veränderungen in der Altersstruktur und deren Folgen beispielsweise für Altersvorsorge oder Gesundheitsmanagement mit passgenauen Modellen in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern zu begegnen.
Als globaler Konzern hat Munich Re die speziellen Bedürfnisse einzelner Märkte und die zu erwartenden Veränderungen der Altersstrukturen im Blick. In den Industrieländern etwa erreichen die Kosten für die Rentenabsicherung und die Gesundheitsversorgung ein immer höheres Niveau. Hinzukommt, dass auf der Versichertenseite die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung stetig steigt. Aber auch in vielen Schwellenländern zeigt sich der Trend zu einer steigenden Lebenserwartung und gleichzeitig die Notwendigkeit einer flächendeckenden Minimalversorgung im Gesundheitswesen – zum Beispiel in China. In diesen bevölkerungsreichen Regionen werden diese Veränderungen deutlich schneller voranschreiten als etwa in Europa.
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Bilder des Wandels
In weniger als 50 Jahren werden die 70-Jährigen in unserem Land die zahlenmäßig stärkste Bevölkerungsgruppe darstellen. Ursache ist unter anderem die steigende Lebenserwartung bei gleichbleibender Geburtenrate. Auch die früher typische Pyramide ändert sich aufgrund der Überalterung dann in eine überspitzte Zwiebel- oder Urnenform – kennzeichnend für viele Industriestaaten.
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Altersvorsorge zukunftsfähig machen
Vor allem bei der Absicherung im Alter ergeben sich dadurch drastische Einschnitte. So wird es zunehmend erforderlich, neben der staatlichen auch private Vorsorge zu betreiben, um unseren Lebensstandard langfristig sichern zu können. Ob Lebensversicherungen oder andere zukunftsfähige Modelle: Als starker und verlässlicher Partner bietet ERGO ihren Kunden eine Vielfalt individueller und bedarfsgerechter Altersvorsorgeprodukte.
Neue Aufgaben für die Versicherungswirtschaft
Für den Geschäftsbereich Rückversicherung von Munich Re liegt die größte Herausforderung darin, Risiken der Erstversicherungskunden abzudecken. Dies gilt besonders für den Bereich der Krankenversicherung.
Die Anzahl von Wohlstandskrankheiten wie Fettsucht und Diabetes Typ 2, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt rapide und die Kosten der Behandlung wachsen ins Unermessliche. Veränderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sind der Grund. Das Problem ist global, denn mit fortschreitender Entwicklung finden sich diese Lebensgewohnheiten in vielen Ländern der Erde. Diesem Umstand begegnet Munich Re mit gebündeltem Fachwissen. Das Leistungsspektrum des neuen Geschäftsbereichs Munich Health reicht von Präventionsmaßnahmen über ein vielfältiges privates Versicherungsangebot bis hin zu medizinischer Versorgung. Es entspricht dem wachsenden Bedarf nach individuell angepassten und integrierten Versicherungsleistungen.
„Munich Health vereint ein einzigartiges Spektrum an Dienstleistern und Risikoträgern unter einem Dach. Das reicht vom reinen Rückversicherer über den klassischen Erstversicherer bis hin zum Komplettanbieter integrierter Versicherungs- und Versorgungsleistungen“, sagt Dr. Wolfgang Strassl, Vorstandsmitglied von Munich Re und zuständig für das Geschäftsfeld Munich Health.
Personalpolitik mit Weitblick
Aber auch für ein Unternehmen wie Munich Re bedeutet demografischer Wandel eine Herausforderung: So werden wir in den nächsten Jahren einen Rückgang gut ausgebildeter junger Hochschulabgänger verzeichnen. Wir wollen diesem Problem entgegenwirken und bieten bereits heute gezielt individuelle Weiterbildung und Karriereförderung innerhalb des Konzerns an, um die bestmögliche Entwicklung unserer Mitarbeiter sicherzustellen. Besonderes Augenmerk erhält dabei das Thema Diversity, das eine durch ihre soziale Vielfalt und ihren großen Erfahrungsschatz geprägte Belegschaft als ein Ziel erfolgreicher Personalarbeit definiert. Die konzernweite Einführung einer Diversity-Strategie seit 2011 unterstreicht darüber hinaus den Anspruch, auf diese Entwicklungen vorbereitet zu sein. Öffentliche Veranstaltungen wie das Dialogforum der Münchener Rück Stiftung leisten hier auch ihren Beitrag. Die Reihe zum Themenbereich „Demografie und Migration“ widmete zum Beispiel ihren Auftakt im Januar 2011 unter anderem dem drohenden Fachkräftemangel. „Wir werden älter und weniger – das ist auch gut so!“ lautete der provokante Titel des Diskussionsabends, bei dem Perspektiven für die Zukunft aufgezeigt wurden, etwa durch ein verbessertes Integrations- und Weiterbildungsangebot.