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Versicherungskonzepte für erneuerbare Energien – für eine CO2-arme Zukunft

Auf dem Weg in eine CO2-arme Energieversorgung macht sich Munich Re für erneuerbare Energien stark. Wir unterstützen mit unseren auf die Risiken dieser neuen Technologien zugeschnittenen innovativen Versicherungslösungen und unserem Expertenwissen die Entwicklung sowie Verbreitung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus regenerativen Energiequellen.

Die Bedeutung erneuerbarer Energien wird aus zweierlei Gründen weiter zunehmen: Wind, Sonne und Erdwärme tragen einerseits dazu bei, die weltweiten Emissionen von klimaschädlichen Gasen zu verringern. Andererseits sind sie im Gegensatz zu fossilen Ressourcen wie Öl oder Kohle unbegrenzt verfügbar. Die künftige Energieversorgung bringt aber auch unternehmerische und neuartige Risiken mit sich. Seien es Flaute, ein bedeckter Himmel oder eine missglückte Geothermie-Bohrung – Munich Re kann diese durch Risikotransferlösungen zu einem Großteil auffangen und ebnet so den Weg für Investitionen in Technologien für CO2-arme Zukunft.

Neue Versicherungen ermöglichen die Umsetzung vieler Projekte

Munich Re entwickelt Versicherungslösungen, welche die Anwendung neuer Technologien im Bereich erneuerbarer Energien fördern. Unsere Produkte ermöglichen erst die Umsetzung derartiger Projekte, weil deren Renditen oft einer ganz besonderen Art von Risiko unterliegen, z.B. den Wetterverhältnissen, die nicht beeinflussbar sind. Ob Stillstand beim Windrad oder Wolken über dem Solarpark – unsere neuartigen Deckungskonzepte bringen Planungssicherheit für Technologiefirmen, Betreiber und Investoren.

Offshore-Anlagen benötigen besonderen Versicherungsschutz

Insbesondere in der Offshore-Windtechnologie sind die Investitionsrisiken besonders groß: Etwa drei Jahre dauert die Planungs- und technisch und logistisch komplizierte Bauphase, bevor die Anlage in klimatisch rauer Umgebung im Meer ihre dauerhafte Funktionsfähigkeit unter Beweis stellen muss. Aus diesen Gründen kann für alle Beteiligten schon die Bauphase zur Belastung werden. Wir können durch unsere Erfahrung, die wir mit Versicherungsprodukten für Offshore-Windanlagen gewonnen haben, sowie durch die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen weltweit erheblich dazu beitragen, solche Risiken einzuschätzen und damit versicherbar zu machen.

Gleiches gilt auch für den Onshore-Bereich. So versichern wir seit Anfang 2011 zum Beispiel einen Hersteller für Windkraftanlagen, der seinen Kunden für die bis zu 2,5 Megawatt starken Anlagen eine mehrjährige Garantie gewährt. Wir decken seine Haftungszusage und übernehmen das damit verbundene finanzielle Risiko. Dies ist die erste Versicherung dieser Art weltweit. Sie entlastet Anbieter ebenso wie Investoren und fördert den Wachstumsmarkt für diese Zukunftstechnologie.

Garantieschutz für Solarzellen entlastet den Kapitalbedarf von Produzenten

Auch die meisten Hersteller von Solarzellen geben eine Leistungsgarantie, die mit einem Zeitraum von 20-25 Jahren deutlich über die Anforderungen von Gesetzgebern weltweit hinausgeht. Für den Schadenfall bilden die Produzenten Rückstellungen. Erfahrungen und Berechnungen von Munich Re zeigen jedoch, dass diese ökonomischer durch die Versicherungswirtschaft geleistet werden können. Die Performancedeckung von Munich Re übernimmt diese Risiken und entlastet damit den Kapitalbedarf der Solarzellenhersteller.

Für den Solartechnik-Hersteller Solairedirect hat Munich Re z.B. gemeinsam mit dem Industrieversicherungsmakler Filhet-Allard eine neue Deckung entwickelt, die bestehende Garantien sogar über einen Zeitraum von bis zu 25 Jahren erfüllt. Munich Re versichert einen starken Leistungsabfall von Photovoltaik-Modulen unterhalb bestimmter Werte. Diese Versicherungslösung ist ein Novum auf dem französischen Markt, erleichtert die Finanzierbarkeit großer Solarenergie-Projekte erheblich und gibt allen Beteiligten mehr Planungssicherheit.

Innovative Fündigkeitsversicherung fördert Geothermie

Moderne Techniken machen auch die Ressource Erdwärme nutzbar – das gewonnene, weit über 100 Grad Celsius heiße Wasser lässt sich industriell etwa für Fernwärme, zur Erzeugung von Industriedampf oder von Strom nutzen. Für Investoren ist jedoch bislang das sogenannte Fündigkeitsrisiko eine große Hürde: Sie müssen damit rechnen, in der Tiefe trotz sorgfältiger und kostspieliger Vorarbeiten nicht ausreichende Mengen an heißem Wasser vorzufinden, um eine Geothermieanlage wirtschaftlich betreiben zu können.. Munich Re erwartet, dass die Geothermie künftig einen zunehmend wichtigeren Beitrag zum Energiemix aus erneuerbaren Ressourcen leisten kann. Als weltweit erster Versicherer entwickelte Munich Re bereits im Jahr 2003 eine Versicherung, die die Kosten auch im Falle erfolgloser Bohrungen abdeckt.