Klimaschutz – mit gutem Beispiel vorangehen
Wir wollen das Verantwortungsbewusstsein von Politik und Öffentlichkeit für den Klimawandel schärfen – mit unserer ganzen Versicherungsexpertise. Dafür geht die Unternehmensgruppe mit gutem Beispiel voran: Bis 2015 wird der Geschäftsbetrieb im gesamten Konzern » klimaneutral gestellt, Gleiches gilt für die Rückversicherung bereits ab 2012.
Als Versicherer sind wir von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen, da wir beispielsweise Schäden aufgrund wetterbedingter Naturkatastrophen versichern. Entsprechend achten wir beim betrieblichen Umweltschutz auf die Verringerung unserer eigenen Treibhausgasemissionen. Dazu haben wir im März 2011 eine konzernweit verbindliche Klimaneutralitätsstrategie verabschiedet.
Zweistufiges Konzept: Emissionen verringern und kompensieren
Um den Kohlendioxid-Ausstoß pro Mitarbeiter von 6 t pro Jahr schrittweise bis 2015 zu neutralisieren, hat die Munich Re Gruppe im Jahr 2011 beschlossen, ihre Anstrengungen in einem einheitlichen Ansatz zu bündeln: Die Klimaneutralitätsstrategie sieht in zwei Stufen vor, den gesamten Konzern bis 2015 klimaneutral zu stellen. Auf der ersten Stufe werden die Emissionen um mindestens zehn Prozent auf unter 5,4 t pro Mitarbeiter gesenkt. Auf der zweiten Stufe werden die restlichen Emissionen durch » Emissionszertifikate kompensiert, um die Klimabilanz auszugleichen.
Klimaneutralität Schritt für Schritt
Zunächst werden konzernweit für alle Unternehmen Rahmenbedingungen und Parameter festgelegt. Dazu gehört beispielsweise, die von den Mitarbeitern verursachten Emissionen bestmöglich zu erfassen und die Datenerfassung weiter auszubauen.
CO2-Reduktion und letztlich auch die Klimaneutralität bauen auf unserem Umweltmanagementsystem auf. Alle Merkmale, die wir jährlich überwachen (Energieverbrauch, Wasser, Papier, Abfall und Reisen) haben einen spezifischen CO2-Fussabdruck, der berechnet und über gezielte Maßnahmen verringert werden kann. Beispiele sind im Folgenden erläutert:
Neben der Sensibilisierung der Mitarbeiter werden Angebote zur Vermeidung von Emissionen vorgelegt. Im Vordergrund stehen dabei vor allem Maßnahmen, die eine große Hebelwirkung haben. Dazu gehört zum Beispiel der vermehrte Einsatz von Video- und Telefonkonferenzen, um Emissionen durch Geschäftsreisen zu verringern. Ganz besonders tragen auch energieeffizientere Gebäudetechniken zu Emissionsminderungen bei, für die Munich Re mehrfach auf nationaler und internationaler Ebene ausgezeichnet wurde.
Um das Ziel von zehn Prozent weniger CO2-Ausstoß zu erreichen, soll ferner der Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien auf weitere Standorte ausgeweitet werden. So könnte bereits ein Grünstrom-Anteil von 25 Prozent in der gesamten Gruppe zu einer Verringerung der Emissionen von 15 Prozent führen. Einen guten Ansatz hierfür bieten die Standorte München und Mailand, die bereits heute zu 100 Prozent mit grünem Strom versorgt werden.
Alle Konzerneinheiten setzen innerhalb dieser gemeinsamen Rahmenbedingungen ihre Klimaneutralität eigenverantwortlich um.
Standort München seit 2009 klimaneutral
An unserem Stammsitz in München haben wir Klimaneutralität bereits 2009 erreicht. Dafür haben wir Treibhausgasemissionen, die im Rahmen unseres Geschäftsbetriebs entstanden sind, so weit wie möglich reduziert. 2010 konnten wir im Vergleich zum Vorjahr allein hier durch die Nutzung von grünem Strom die Emissionen pro Mitarbeiter um durchschnittlich 60 Prozent senken. Emissionen, die wir nicht vermeiden konnten, etwa durch Flugreisen, haben wir durch den Kauf entsprechender Zertifikate abgelöst. In der Summe heißt dies, dass bereits 25 Prozent der Gruppe klimaneutral agiert.

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- Treibhausgasemissionen am Standort München 2010
-
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2010 |
2009 |
2008 |
2007 |
2006 |
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Emissionen1 in tCO2e vor der Umsetzung von Maßnahmen
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26.506 |
26.556 |
22.835 |
22.891 |
22.288 |
Maßnahmen in tCO2e
CO2-freier Strom
Kompensation
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16.159
10.348
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16.548
10.008
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14.018
0
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0
0
|
0
0
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Restemissionen in tCO2e
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0 |
0 |
8.817 |
22.891 |
22.288 |
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Grad der CO2-Neutralität
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100 % |
100 % |
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Reduktion pro Mitarbeiter
(gegenüber Basisjahr)
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-62 % |
-62 % |
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1 Emissionsquellen: Direkte Emissionen aus Primärenergieverbrauch "Scope 1" (Erdgas, Heizöl, Notstromdiesel, Kohle, Treibstoff für Firmenfahrzeuge), indirekte Emissionen aus bezogener Energie "Scope 2" (Einkauf Strom und Fernwärme), andere indirekte Emissionen "Scope 3" (Geschäftsreisen, Papier- und Wasserverbrauch, Abfall – ohne Emissionen aus Produkten und Kapitalanlagen).
GreenBuilding mit zertifizierter Nachhaltigkeit
Auch MEAG setzt sich aktiv ein für den Klimaschutz. Für Munich Re und ERGO investiert unser Vermögensverwalter in erneuerbare Energien und Technologien und bietet auch Anlegern außerhalb der Gruppe klimafreundliche Anlageprodukte. So hat das Investment der MEAG in zertifizierte nachhaltige Immobilien weltweit bereits eine Milliarde Euro überstiegen. Viele der Gebäude wurden mit dem » GreenBuilding-Zertifikat der EU-Kommission ausgezeichnet und erfüllen darüber hinaus deutlich die Anforderungen der Energiesparverordnung (EnEV) 2007. Zahlreiche dieser Gebäude mit effizientem Energieverbrauch nutzen die Unternehmen der Munich Re Gruppe selbst. Klimaschutz vor der Haustür zeigt MEAG zudem durch ihr mehrfach ausgezeichnetes ressourcenschonendes Energiemanagement oder den Einsatz von Green-IT.