Anti-Fraud-Management – Maßnahmen gegen Wirtschaftskriminalität

Mit der Größe eines Unternehmens und mit der Vielschichtigkeit von Strukturen wächst das Risiko, zum Opfer von Wirtschaftskriminalität zu werden. Die finanziellen Schäden und die Folgen für den Ruf des Unternehmens können verheerend sein. Mit einem effektiven Anti-Fraud-Management tritt Munich Re diesem Risiko entschlossen entgegen.

Wirtschaftskriminalität reicht von direkten Schädigungen des Vermögens über Korruptionsfälle bis hin zu Manipulationen bei der Rechnungslegung. Einen absoluten Schutz gibt es nicht, jedoch viele Ansatzpunkte, um die Gefahren zu mindern. Munich Re ergänzt seine Compliance-Maßnahmen durch ein umfassendes Anti-Fraud-Management ( » Fraud) in allen Unternehmen der Gruppe. Zu den Maßnahmen zählen Strategien zur Vorbeugung und Aufdeckung von Betrug und Korruption ebenso wie klar festgelegte Schritte, um auf derartige Fälle zu reagieren.

Ein Netzwerk von Experten ist aktiv

Auf Konzernebene ist unter der Leitung des Fraud Prevention Officer von Munich Re eine besondere Arbeitsgruppe im Einsatz: das Fraud Prevention Committee Es besteht aus Mitarbeitern der Einheiten Compliance, Group Legal, Group Audit, Risikomanagement, Human Resources und Group Communication. Das Gremium entwickelt Methoden und Standards für die konzernweite Umsetzung des Anti-Fraud-Managements.

Auf der Grundlage dieser Standards hat jede Gesellschaft des Konzerns ihr spezifisches Anti-Fraud-Management. Ein Vorgehen nach dem Ansatz „one size fits all“ ist nicht zweckmäßig – zu unterschiedlich sind die Rahmenbedingungen und die Risikosituation der einzelnen Konzerngesellschaften und Tochterunternehmen.

Fraud-Beauftragte unterstützen die Geschäftsführung

Wenn die Größe eines Standorts oder einer Tochtergesellschaft von Munich Re oder die Art der Geschäftstätigkeit es nahelegen, unterstützt ein Fraud Prevention Officer die Geschäftsführung vor Ort. Er entwickelt das unternehmensspezifische Anti-Fraud-Management. Außerdem informiert er den Fraud Prevention Officer von Munich Re frühzeitig über Verdachtsmomente. Dieses Reporting erfasst alle internen Fraud-relevanten Sachverhalte, Schädigungen durch Dritte sowie operativen Vorgänge mit Reputationsrisiko für Munich Re. Gemeldete Fraud-Fälle beziehungsweise Verdachtsmomente werden konsequent aufgeklärt: entweder mithilfe entsprechend qualifizierter Mitarbeiter der Revision und/oder externer Spezialisten.

Group Audit unterstützt Anti-Fraud-Management

Ergänzend zu den Compliance-Maßnahmen und zur Mitarbeit im Fraud Prevention Committee unterstützt die Einheit Group Audit den Vorstand und die Führungskräfte bei der Wahrnehmung ihrer Überwachungsaufgaben und der Ausführung eines angemessenen, risikoorientierten Anti-Fraud-Managements. Diese Prüfungs- und Beratungsleistungen tragen dazu bei, Prozesse, Strukturen und Systeme zu verbessern und Risiken zu verringern.

Revision steigert die Effektivität

In enger Zusammenarbeit mit den Tochterunternehmen entwickelt die Konzernrevision Regeln, Prozesse, Methoden und Instrumente für die Revisionstätigkeit innerhalb von Munich Re weiter. Dies gewährleistet, dass der Vorstand über alle revisionsrelevanten Vorgänge informiert ist und bei der einheitlichen Leitung der Tochterunternehmen unterstützt wird. Zum wirkungsvollen Anti-Fraud-Management tragen die Prüfungen der Internen Revision entscheidend bei: Die Prüfer achten auf Risiken und beurteilen die Wirksamkeit der Kontrollmaßnahmen.