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GRI-Bilanz & Global-Compact-Fortschrittsmitteilung

Bei der Erarbeitung des Corporate-Responsibility-Portals von Munich Re haben wir uns an den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) G3 orientiert und die branchenspezifischen Leistungsindikatoren für Finanzdienstleister (Financial Services Sector Supplements) mit einbezogen. Damit wollen wir zu mehr Transparenz und zur besseren Nachvollziehbarkeit unserer Leistungen beitragen. Der „Application Level B“ wurde von GRI bestätigt.

Im August 2007 ist Munich Re dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten. Die in der GRI-Bilanz dargestellten Indikatoren entsprechen zugleich den Anforderungen an die jährliche Fortschrittsmitteilung („Communication on Progress“). Damit dokumentieren wir, welche Maßnahmen bei Munich Re ergriffen wurden, um die zehn Prinzipien des Global Compact stetig im Unternehmen zu verankern.

Die folgenden Tabellen enthalten zusammenfassende Kommentierungen zu den einzelnen Indikatoren und verweisen auf das CR-Portal sowie auf weitere Publikationen von Munich Re.

Strategie, Organisations- und Berichtsprofil
GRI-Nr./
(GC*)
Leistungsindikator / Kurzbeantwortung Verlinkung Erfüllungs-
grad
1.0 Strategie und Analyse
1.1 Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers der Organisation über den Stellenwert der Nachhaltigkeit für die Organisation und im Rahmen der strategischen Ausrichtung

Munich Re lebt von dem Vertrauen, das uns entgegengebracht wird. Als eines der weltweit führenden Versicherungsunternehmen geben wir unseren Kunden das Versprechen, unsere Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen für die Zukunft dauerhaft zu erfüllen. Daher galt schon immer: Als Unternehmen wollen wir verantwortungsvoll handeln; in diesem Sinne war und ist „Corporate Responsibility“ ein fester Bestandteil unserer Konzernstrategie.

Nach der „Lehman“-Krise haben die Diskussionen um die Stabilität von Staaten und die Zukunft des Euro erneut zu erheblicher Volatilität an den Kapitalmärkten geführt. Dank unseres auf nachhaltige Erträge ausgerichteten Risiko- und Kapitalanlagemanagements sind wir gut aufgestellt. Mit den „Principles for Responsible Investment“ (PRI) der Vereinten Nationen haben wir 2006 eine Verpflichtung unterzeichnet, die wir strikt umsetzen. So legen wir mindestens 80 Prozent unserer Kapitalanlagen unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten in Aktien, Unternehmens- und Staatsanleihen an. Auch wollen wir in den nächsten Jahren zweieinhalb Milliarden Euro in erneuerbare Energien und entsprechend neue Technologien investieren.

Allein im Jahr 2011 konnten wir unser Portfolio „Erneuerbare Energien“ (Wind und Solar) um circa 160 Megawatt mit einer erzeugten Leistung von rund 300 Millionen Kilowattstunden vergrößern. Dies entspricht dem Jahresverbrauch einer Kleinstadt mit rund 80.000 Haushalten.
CR-Portal vollständig
1.2 Beschreibung der wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen

Auch in unserem Kerngeschäft stellen wir uns den globalen Herausforderungen: vom Klimawandel über den demografischen Wandel bis hin zur Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern. Als Versicherungsunternehmen können wir zur Bewältigung dieser Herausforderungen vor allem dadurch beitragen, dass wir die damit verbundenen Risiken frühzeitig erkennen, einschätzen und, wo immer möglich, innovative Versicherungskonzepte anbieten.


Zwei jüngere Beispiele hierzu sind neue Deckungskonzepte für Leistungsgarantien für die Hersteller von Wind- und Solarparks oder die Übernahme des Fündigkeitsrisikos bei geothermischen Bohrungen. Darüber hinaus arbeiten wir aktiv an global verbindlichen Grundsätzen für das Kerngeschäft der Versicherung: Gemeinsam mit anderen großen Finanzdienstleistern beteiligen wir uns unter dem Dach des Umweltprogramms der Vereinten Nationen an der Entwicklung von international gültigen „Principles for Sustainable Insurance“.

Unsere Verpflichtung für Werte, die uns wichtig sind, haben wir 2007 mit unserem Beitritt zum „Global Compact“ der Vereinten Nationen, dem bedeutendsten internationalen Standard für nachhaltige Unternehmensführung, öffentlich gemacht. Der jährliche Fortschrittsbericht für den UN Global Compact wurde in dieses Corporate-Responsibility-Portal integriert und dokumentiert unseren Umgang mit den zehn Prinzipien dieses weltweit beachteten Standards.

Nikolaus von Bomhard, Vorstandsvorsitzender Munich Re

CR-PortalKonzerngeschäftsbericht 2010 (S. 64 ff., 134 ff.) vollständig
2.0 Organisationsprofil
2.1 Name der Organisation

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München
  vollständig
2.2 Wichtigste Marken, Produkte bzw. Dienstleistungen

Munich Re führt zusammen, was zusammengehört. Unser integriertes Geschäftsmodell realisiert Synergieeffekte und Diversifikationsvorteile über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Dafür sorgen unsere drei Geschäftsfelder: Erstversicherung, Rückversicherung und Munich Health als dritte Säule für die Herausforderungen im globalen Gesundheitsmarkt.


In der Rückversicherung sind wir einer der weltweit führenden Akteure. Den Großteil ihrer Erstversicherungsaktivitäten bündelt die Gruppe bei ERGO. 40 Millionen Kunden in mehr als 30 Ländern vertrauen ihrer Leistung und ihrer Sicherheit. Im jüngsten Geschäftsfeld der Gruppe, Munich Health, greift Munich Re auf die Erfahrung aus mehr als 20 Jahren globaler Präsenz zurück. Munich Health steht für die Gesundheitsexpertise von Munich Re und entwickelt zukunftsweisende Lösungen für einen der wachstumsstärksten Versicherungsmärkte überhaupt. Die Geschäftstätigkeit von Munich Re umfasst damit die gesamte Wertschöpfungskette von Erst- und Rückversicherungen. Zudem ist Munich Re über die MEAG, den Vermögensmanager von Munich Re, und ERGO im Assetmanagement aktiv.

Munich Re steht für ausgeprägte Lösungs-Expertise, konsequentes Risikomanagement, finanzielle Stabilität und große Kundennähe. Damit schafft Munich Re Wert für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte die Gruppe, die ein integriertes Geschäftsmodell aus Erst- und Rückversicherung verfolgt, einen Gewinn in Höhe von 2,4 Mrd. €. Ihre Beitragseinnahmen beliefen sich auf ca. 46 Mrd. €. Sie ist in allen Versicherungssparten aktiv und mit rund 47.000 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Mit Beitragseinnahmen von rund 24 Mrd. €€ allein aus der Rückversicherung ist sie einer der weltweit führenden Rückversicherer. Besonders wenn Lösungen für komplexe Risiken gefragt sind, ist Munich Re ein gesuchter Risikoträger. Die Erstversicherungsaktivitäten bündelt Munich Re vor allem in der ERGO Versicherungsgruppe. Mit über 20 Mrd. € Beitragseinnahmen ist ERGO eine der großen Versicherungsgruppen in Europa und in Deutschland. Sowohl in der Krankenversicherung als auch in der Rechtsschutzversicherung ist sie europäischer Marktführer. Über 40 Millionen Kunden in über 30 Ländern vertrauen der Leistung und der Sicherheit der ERGO. Im internationalen Gesundheitsgeschäft bündelt Munich Re ihre Leistungen in der Erst- und Rückversicherung sowie den damit verbundenen Services unter dem Dach der Marke Munich Health. Die weltweiten Kapitalanlagen von Munich Re in Höhe von 193 Mrd. € (Stand 31.12.2010) werden von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet.

Konzerngeschäftsbericht 2010 (vorderer Umschlagtext, S. 48–53) Website (Strategie) Website (Porträt) vollständig
2.3 Organisationsstruktur einschließlich der Hauptabteilungen, der verschiedenen Betriebsstätten, Tochterunternehmen und Joint Ventures

Munich Re ist einer der international führenden Risikoträger. Das integrierte Geschäftsmodell besteht aus den drei Säulen Rückversicherung, Erstversicherung und Munich Health.


Das Rückversicherungsgeschäft ist in sechs Ressorts (Life; HealthCare; Europe and Latin America; Germany, Asia Pacific and Africa; Special and Financial Risks; Global Clients and North America) und dem Geschäftsfeld Munich Health organisiert.

Das Erstversicherungsgeschäft ist in Deutschland in die Segmente Leben, Gesundheit und Schaden/Unfall gegliedert. Hinzu kommt das internationale Geschäft.

Die MEAG verwaltet die Kapitalanlagen von Munich Re und bietet daneben Investmentprodukte für Privatkunden und institutionelle Anleger.

Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. 48–53, 269–279) vollständig
2.4 Hauptsitz der Organisation

München, Deutschland
  vollständig
2.5 Anzahl der Länder, in denen die Organisation tätig ist, und Namen der Länder, in denen Hauptbetriebsstätten angesiedelt sind oder die für die im Bericht abgedeckten Nachhaltigkeitsthemen besonders relevant sind

Munich Re (Rückversicherung) ist weltweit tätig und in Afrika, Asien, Australien und Neuseeland, Europa, Lateinamerika und Nordamerika vertreten.


Die ERGO Versicherungsgruppe ist weltweit in über 30 Ländern aktiv und konzentriert sich auf die Regionen Europa und Asien. Neben Deutschland zählen Polen, die Türkei, Italien und das Baltikum zu den wichtigsten europäischen Märkten.

Munich Health betreut an 26 Standorten weltweit Kunden in über 40 Ländern. Die dezentrale Organisation von Munich Health wird über die vier regionalen Geschäftszentren in Princeton, Abu Dhabi, Singapur und München gesteuert.

Die MEAG ist international aktiv und neben Deutschland in New York, Hongkong und Luxemburg tätig.

Konzerngeschäftsbericht 2010 (hinterer Umschlagtext) Websites vollständig
2.6 Eigentümerstruktur und Rechtsform

Bei Munich Re handelt es sich um eine Aktiengesellschaft (Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München).

In unserem Aktienregister waren Ende Dezember 2010 rund 140.000 Aktionäre eingetragen. Der weitaus größte Teil der Aktien lag bei institutionellen Anlegern wie Banken, Versicherungen oder Investmentgesellschaften; rund 10,5 Prozent hielten private Investoren. Der Anteil der internationalen Investoren liegt leicht über dem Niveau des Vorjahres (70 Prozent). Zum Jahresende 2010 lagen gut 72 Prozent der Aktien in den Händen ausländischer Aktionäre.

Größter Anteilseigner war zum Jahresende 2010 Warren E. Buffett, der über mehrere Gesellschaften seiner Unternehmensgruppe (Berkshire Hathaway Inc., OBH Inc., National Indemnity Co.) rund 10,2 Prozent an der Münchener Rück AG hält. Der Vermögensverwalter BlackRock belegt mit rund 6,2 Prozent Rang 2. Warren E. Buffett und die von ihm kontrollierten Unternehmen teilten Munich Re im Oktober 2010 mit, dass ihre Investition auf Handelsgewinne ausgerichtet sei und nicht der Umsetzung strategischer Ziele diene. Man beabsichtige, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Anteile zu erwerben. Eine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorganen oder eine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft werde nicht angestrebt.
(Geschäftsbericht 2010, Seite 11)
Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. 10–12) Website (Aktionärsstruktur) vollständig
2.7 Märkte, die bedient werden

Die Unternehmen von Munich Re sind weltweit im Erst- und Rückversicherungsgeschäft tätig. Darüber hinaus bietet Munich Re Anlagemanagementservices an. Die Rückversicherungsprodukte des Unternehmens umfassen neben Produkten der Lebens- und Krankenrückversicherung auch die klassische Sach- und Haftpflichtrückversicherung, welche Haftpflicht-, Unfall-, Kraftfahrt- und Transportrückversicherungen sowie Deckungen für Luft- und Raumfahrt, Feuer, Bauleistung, Kreditwesen und Bonds und viele weitere Arten von Rückversicherungsprodukten beinhaltet. Bei den Erstversicherungsprodukten handelt es sich um die Lebens- und Krankenversicherung, Sach- und Haftpflichtversicherung, Reiseversicherung, Rechtschutzversicherung sowie Fonds und weitere Finanzprodukte, Beratungen und weitere Dienstleistungen. Munich Re bedient die Anliegen institutioneller Investoren, kleiner und mittlerer Unternehmen und Privatkunden. Das Unternehmen bietet seine Dienste über die Geschäftszweige und Niederlassungen in den Vereinigten Staaten, Kanada, Polen, Italien, Indien, Großbritannien, Frankreich, Spanien, China, Korea, Hongkong, Singapur, Malaysia, Schweiz, Südafrika, Australien, Neuseeland und auf internationaler Ebene an. Das Unternehmen wurde 1880 gegründet und der Hauptsitz befindet sich in München, Deutschland.
  vollständig
2.8 Größe der Organisation

Zum Stichtag 31.12.2010 beschäftigte Munich Re (Gruppe) 46.915 Mitarbeiter.

Konzernergebnis: 2.430 Mio. Euro

Analyse der Kapitalstruktur: Unsere Tätigkeit als Erst- und Rückversicherer prägt die Kapitalstruktur von Munich Re wesentlich. Die Kapitalanlagen auf der Aktivseite der Bilanz bedecken in erster Linie versicherungstechnische Rückstellungen (74,7 % der Bilanzsumme). Das Eigenkapital (9,7 % der Bilanzsumme, € 23,028 Mrd.) sowie die Anleihen, die als strategisches Fremdkapital einzuordnen sind (2,2 % der Bilanzsumme), machen die wichtigsten Finanzmittel aus (Geschäftsbericht 2010, Seite 100).

Anzahl der angebotenen Produkte und Dienstleistungen: Munich Re ist einer der international führenden Risikoträger. Die Geschäftstätigkeit der Gruppe umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von Erst- und Rückversicherung. Zudem ist Munich Re im Assetmanagement aktiv.

Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. 100-115) vollständig
2.9 Wesentliche Veränderungen der Größe, Struktur oder Eigentumsverhältnisse im Berichtszeitraum

Im Berichtszeitraum hat Munich Re eine Vereinbarung zum Kauf der Windsor Health Group, Inc. (Windsor) abgeschlossen. Der geplante Kauf soll die Position von Munich Health auf dem US-Markt stärken. Windsor Health Plan, Inc. bietet staatlich geförderte Krankenversicherungs-Leistungen und spezielle Versorgungsprogramme für das Seniorensegment an.


Außerdem übertraf MEAG mit 204 Milliarden Euro per 30. Juni 2010 erstmals die Marke von 200 Milliarden Euro Assets under Management. Allein im ersten Halbjahr 2010 legten die Assets under Management um 11,6 Milliarden Euro zu.

Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. 48-53) vollständig
2.10 Im Berichtszeitraum erhaltene Preise

Im Folgenden eine beispielhafte Auswahl der Auszeichnungen und Preise für Munich Re im Berichtszeitraum:


Aus der Flaspöhler-Studie 2010, der größten Umfrage unter Rückversicherungskunden, ging Munich Re erneut als der weltweit „Best Overall“-Rückversicherer hervor. Insgesamt nahmen mehrere Hundert Kunden aus 42 Ländern an der Umfrage teil und wählten Munich Re zur Nummer 1 der Branche (65,7 %, Rang 2: 54,2 %). Somit konnte Munich Re die Spitzenposition, wie in den Flaspöhler-Studien 2006 und 2008, behaupten. Zugleich wurde Munich Re von Flaspöhler mit dem Titel „Reinsurer of the Decade 2001–2010“ ausgezeichnet.

Munich Re erzielte zudem eine Vielzahl guter Ergebnisse in den Socially Resonsible Investment (SRI) und Nachhaltigkeitsratings, wie z. B. Sustainalytics, sowie das Listing in entsprechenden Indizes und Fonds, wie z.B. dem DJSI und FTSE4Good.

Gebäude der MEAG wurden 2010 mit der Leed-Zertifizierung in Silber ausgezeichnet (Columbia Square, Washington D.C.) und in die Liste der offiziellen Partner des GreenBuilding-Programms der EU aufgenommen (Waterfront Building, Stockholm; 2009/ Maria-Josepha-Straße, München; 2010/ Cologne Oval Offices, Köln; 2008/ Westgate, Köln; 2009/ Maximiliansplatz, München; 2009/ Sonnencarree, München; 2009). Das GreenBuilding-Zertifikat bestätigt die Unterschreitung der EnEV (Energieeinsparverordnung) 2007 um mehr als 25 % und zeichnet Eigentümer von Nichtwohngebäuden aus, die sich mit energiesparenden Konzepten um nachhaltiges Bauen verdient gemacht haben.

Der MEAG EuroErtrag gewann unter 110 vergleichbaren Fonds den €uro Fund Award in der Kategorie „Mischfonds (überwiegend Renten)“. Die Auszeichnung wurde für die hervorragende Wertentwicklung des EuroErtrag 2009 verliehen.

CR-Portal vollständig
3.0 Berichtsparameter
3.1 Berichtszeitraum für die im Bericht enthaltenen Informationen

In dem Corporate-Responsibility-Portal (CR-Portal) legt Munich Re schwerpunktmäßig dar, welche CR-spezifischen Maßnahmen im Berichtszeitraum 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 ergriffen wurden und welche Erfolge erzielt werden konnten.
Redaktionsschluss war der 15.9.2010, bis dahin wurden in einigen Bereichen Maßnahmen des Jahres 2010 integriert. Auf der Startseite des CR-Portals berichtet Munich Re zudem laufend über wesentliche aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich Corporate Responsibility.

Die quantitativen Daten des Portals beziehen sich – wenn nicht anders vermerkt – auf den Zeitraum 1.1.2010bis 31.12.2010.

CR-Portal vollständig
3.2 Veröffentlichung des letzten Berichts

Der Corporate-Responsibility-Bericht und das CR-Portal wurden im Oktober 2010 veröffentlicht.
  vollständig
3.3 Berichtszyklus

Jährlich
  vollständig
3.4 Ansprechpartner für Fragen zum Bericht und zu seinem Inhalt

Georg Schwarz » responsibility@munichre.com
CR-Portal vollständig
3.5 Vorgehensweise bei der Bestimmung des Berichtsinhalts

Die zentralen Erwartungshaltungen unserer Anspruchsgruppen (Stakeholder) bilden die Grundlage für die Themenauswahl des Corporate-Responsibility-Portals.
Die Kernanliegen unserer Stakeholder werden durch den kontinuierlichen Dialog und auch durch Studien und Befragungen ermittelt. Munich Re steht in einem regelmäßigen, offenen und konstruktiven Austausch mit ihren Stakeholdern. Die wichtigsten Stakeholder von Munich Re sind Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden, Analysten, Ratingagenturen, Medien/Presse, Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen, Politik, Gewerkschaften, Initiativen/Verbände sowie die interessierte Öffentlichkeit und die Gesellschaft im Allgemeinen.

Die primären Erwartungen der Stakeholder dienen als Basis für die Auswahl der Themen, welche auf dem Corporate- Responsibility-Portal behandelt werden. Dass die Kernanliegen der Stakeholder erfasst werden, stellen regelmäßige Dialoge, Studien und Umfragen sicher. Eine gezielte repräsentative Umfrage seitens unserer Haupt-Stakeholder hat dies für die ausgewählten Themen bewiesen.

CR-Portal vollständig
3.6 Berichtsgrenze (zum Beispiel Länder, Abteilungen, Tochterunternehmen, gepachtete Fabriken, Joint Ventures, Zulieferer)

Das CR-Portal deckt die gesamte Gruppe Munich Re ab.
CR-Portal vollständig
3.7 Beschränkungen des Umfangs des Berichts

Das CR-Portal deckt die wichtigsten und relevantesten Aktivitäten im Bereich von Corporate Responsibility der Gruppe ab.
CR-Portal vollständig
3.8 Die Grundlage für die Berichterstattung über Joint Ventures, Tochterunternehmen, gepachtete Anlagen und ausgelagerte Tätigkeiten sowie andere Einheiten, die die Vergleichbarkeit der Berichtszeiträume oder der Angaben für verschiedene Organisationen erheblich beeinträchtigen kann

Gemäß den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) decken die Informationen des CR-Portals alle Unternehmen ab, die mehrheitlich zu Munich Re gehören. Die erhobenen Kennzahlen, die Human Resources und den Umweltbereich betreffen, decken 65 Prozent der Mitarbeiter von Munich Re ab. Alle sonstigen Informationen, die durch die Kennzahlen erfasst sind, beziehen sich auf den gesamten Konzern.
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3.9 Erhebungsmethoden und Berechnungsgrundlagen für Daten, die für Indikatoren und andere Informationen im Bericht verwendet werden, einschließlich der den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen und Techniken

2009 haben wir uns entschieden, unsere bisherige Umweltdatenbank auszubauen und konzernweit CR-relevante Daten und Informationen über eine spezielle CR-Softwarelösung zu erheben. Die Auswahl der Indikatoren orientiert sich an den internationalen Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) einschließlich des Sector Supplements für Finanzdienstleister, an den zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen und von uns definierten Key-Performance-Indikatoren. Mit der neuen Software haben wir den Abdeckungsgrad von bisher ca. 45 auf 65 Prozent der Mitarbeiter (Konzern) erhöht. Für die Umweltangaben zum Gesamtkonzern wurden alle Daten auf 100 Prozent der Mitarbeiter hochgerechnet. Treibhausgasemissionen wurden auf Basis des Treibhausgasprotokolls erfasst.
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3.10 Erläuterung, welche Auswirkung die neue Darstellung von Informationen aus alten Berichten hat und warum die Informationen neu dargestellt wurden (zum Beispiel Fusionen/Übernahmen, neue Referenzjahre/-zeiträume, Art des Geschäfts, Messmethoden)

Aus Gründen der Nachverfolgung der Kennzahlenentwicklung berichten wir grundsätzlich immer die vergangenen drei Jahre. Die 2011 veröffentlichten Umwelt- und Mitarbeiterkennzahlen können von den im Vorjahr gemachten Angaben abweichen. Die Abweichungen sind auf die Einführung einer neuen Datenbank (SoFi) in 2010, die Korrektur fehlerhafter Vorjahreszahlen sowie eine verbesserte Datenqualität zurückzuführen.
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3.11 Wesentliche Veränderungen des Umfangs, der Berichtsgrenzen oder der verwendeten Messmethoden gegenüber früheren Berichtszeiträumen

Bei den CR-Daten haben wir gegenüber den Vorjahren die Erfassung von Informationen innerhalb des Konzerns ausgeweitet. Das heißt, wir haben für mehr Mitarbeiter als in den Vorjahren Daten erfasst. Derzeit registrieren wir Daten an unseren größten Standorten und verwenden bei der Berechnung der Umweltdaten aktuell international anerkannte Standards wie das Treibhausgasprotokoll und GRI. Auch hier decken wir rund 65 % der Konzernmitarbeiter ab.
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3.12 Übersicht über berichtete GRI-Indikatoren

Vorliegende Tabelle gibt Auskunft über die berichteten Indikatoren.
  vollständig
3.13 Externe Prüfung des Berichts

Transparente Berichterstattung basiert auf validen, glaubwürdigen Daten. Unser konzernweites Softwaresystem SoFi führt alle CR-relevanten Daten des Konzerns zusammen. In einem ersten Schritt haben wir unser Umweltmanagementsystem an einigen Standorten nach ISO 14001 zertifiziert und den Abdeckungsgrad der Kennzahlenerfassung erhöht.
  nicht berichtet
Governance, Verpflichtungen und Engagement
GRI-Nr./
(GC*)
Leistungsindikator / Kurzbeantwortung Verlinkung Erfüllungs-
grad
4.0 Governance, Verpflichtungen und Engagement
4.1 Führungsstruktur der Organisation

Die Münchener Rück AG ist eine Aktiengesellschaft gemäß deutschem Aktiengesetz. Sie hat drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Ihre Aufgaben und Befugnisse ergeben sich aus dem Gesetz, der Mitbestimmungsvereinbarung und der Satzung, die auf unserer Internetseite einzusehen ist.
Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. 22-28) Website (Satzung) vollständig
4.2 Geben Sie an, ob der Vorsitzende des höchsten Leitungsorgans gleichzeitig Geschäftsführer ist

Der Aufsichtsratsvorsitzende von Munich Re, Dr. Hans-Jürgen Schinzler, ist nicht gleichzeitig der Vorstandvorsitzende.
Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. 60-63) vollständig
4.3 Für Organisationen ohne Aufsichtsrat geben Sie bitte die Anzahl der Mitglieder des höchsten Leitungsorgans an, die unabhängig oder keine Mitglieder der Geschäftsführung sind

Nicht relevant, da Munich Re einen Aufsichtsrat hat.
  nicht relevant
4.4 Mechanismen für Inhaber von Anteilen und für Mitarbeiter, um Empfehlungen oder Anweisungen an das höchste Leitungsorgan zu adressieren

Munich Re bietet institutionellen Investoren, Privatanlegern und Mitarbeitern verschiedene Möglichkeiten zur Mitsprache. Hierzu zählen zum Beispiel: Hauptversammlungen, Aktionärshotline, Vorschlagswesen und Blogs. Als erstes DAX-30 Unternehmen bot die Münchener Rück AG ihren Aktionären und Kunden die Online-Teilnahme an der Hauptversammlung per Live-Stream sowie die Briefwahl für Aktionäre an. Unsere Aktionäre und Kunden konnten damit auch diese erst kürzlich durch den Gesetzgeber eröffneten Möglichkeiten nutzen, um ihre Stimme zu den Tagesordnungspunkten abzugeben, ohne persönlich anwesend sein zu müssen.
Website (Investor & Rating Agency Relations) vollständig
4.5 Zusammenhang zwischen Bezahlung der Führungsgremien und Leistung der Organisation

Die Vergütungssysteme aller Führungsgremien und der leitenden Angestellten sind stark an der langfristig orientierten Wertschöpfung des Unternehmens ausgerichtet und enthalten eine feste und eine variable Komponente. Letztere basiert auf nachhaltigen Kriterien. Readers are referred to our detailed remuneration report for further information on Munich Re’s remuneration systems.

Ausführliche Informationen dazu finden sich im Vergütungsbericht des jährlichen Geschäftsberichts. Readers are referred to our detailed remuneration report for further information on Munich Re’s remuneration systems.
Konzerngeschäftsbericht 2010 (Vergütungsbericht, S. 28-44) vollständig
4.6 Mechanismen des höchsten Leitungsorgans zur Vermeidung von Interessenkonflikten

Deutschen Aktiengesellschaften ist ein duales Führungssystem gesetzlich vorgegeben. Durch diese Trennung von operativer und strategischer Leitung einerseits und Überwachung, Kontrolle und Beratung andererseits wird eine unabhängige Kontrolle des Vorstands durch den Aufsichtsrat in besonderem Maße gefördert. Darüber hinaus gehören dem Aufsichtsrat immer eine möglichst große Zahl unabhängiger Mitglieder an. Munich Re folgt auch den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Mitglieder des Aufsichtsrats informieren den Aufsichtsrat umgehend, wenn ein Interessenkonflikt entsteht. Kein Aufsichtsratsmitglied hat ein Mandat bei einem wesentlichen Wettbewerber von Munich Re inne. Auch für den Vorstand bestehen strenge Regeln zum Umgang mit Interessenkonflikten (unter anderem zur Vermeidung von Interessenkonflikten und zur Schaffung von Transparenz).
Website (Verhaltenskodex) CR-Portal vollständig
4.7 Expertise der Mitglieder des höchsten Leitungsorgans im Bereich Wirtschaft, Umwelt und Soziales

Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats ist dafür zuständig, geeignete Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zu finden. Grundlage für die Arbeit des Nominierungsausschusses ist ein detaillierter Kriterienkatalog, der die fachlichen und persönlichen Anforderungen an Kandidaten formuliert. Zu den unabdingbaren persönlichen Kriterien gehört auch der zu erwartende Einsatz für eine langfristige und nachhaltige Wertentwicklung des Unternehmens. Vergleichbare Kriterien hat auch der Personalausschuss des Aufsichtsrats, der die Bestellung der Vorstandsmitglieder vorbereitet und gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgt. Der Bereich Corporate Responsibility fällt auf Vorstandsebene in die Ressortzuständigkeit des Vorstandsvorsitzenden.
Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. 24ff.) vollständig
4.8 Leitbilder, Verhaltenskodizes und Prinzipien

Vorausschauendes und verantwortungsbewusstes Handeln in allen Unternehmensbereichen ist für uns als weltweit agierender Versicherungskonzern fester Bestandteil unseres Geschäftsmodells.


Dieses Selbstverständnis haben wir in unserem Corporate-Responsibility-Leitbild konkretisiert, das die Rückversicherungsgruppe 2006 und ERGO 2008 verabschiedet haben. Wir bekennen uns darin zu unserer ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung.

Bei Munich Re gibt es außerdem Verhaltenskodizes, die unsere Mitarbeiter in Bezug auf ein faires und ethisches Verhalten im Geschäftsleben leiten und die unsere gemeinsame Verantwortung für die Öffentlichkeit und unsere Geschäftspartner, aber für unter uns selbst erläutern. Diese Kodizes – 2006 von der Rückversicherungsgruppe, 2007 von der MEAG und 2008 von ERGO implementiert – sind ein wesentliches Mittel zur Erreichung unserer unternehmerischen Ziele.

Unser Handeln ist auf uneingeschränkt verantwortungsvolle und langfristige Wertschöpfung ausgerichtet. So rechtfertigen und fördern wir das Vertrauen von Anlegern, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit. Wir orientieren uns dabei an nationalen und internationalen Kodizes und Standards. In unseren » Verhaltenskodizes, welche die Münchener Rück AG 2006, die Rückversicherungsgruppe und die MEAG 2007 und ERGO 2008 implementiert haben, präzisieren wir unsere Vorstellung von rechtlich korrektem und an ethischen Grundsätzen orientiertem Verhalten. Sie verdeutlichen unsere hohen fairen, ethischen und rechtlichen Anforderungen, die von jedem einzelnen Mitarbeiter zu erfüllen sind, sowie unsere gemeinsame Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit, unseren Geschäftspartnern und uns selbst. Bei allen Einheiten von Munich Re ist der Kodex Grundlage für die Einhaltung weiterer » Compliance-Vorschriften. Wir erwarten von jedem Mitarbeiter, dass er mit den Inhalten vertraut ist, und genauso erwarten wir von jedem Vorgesetzten und Entscheidungsträger, dass er die Einhaltung dieser Regeln und Richtlinien sicherstellt. Zum korrekten Verhalten gehört auch der Umweltschutz. Für Vertriebsmitarbeiter der ERGO wird 2011 zudem ein eigener Verhaltenskodex eingeführt, der Bestandteil des Arbeitsvertrags sein wird. Die Verhaltenskodizes decken die gesamte Rückversicherungsgruppe und ca. 98 % der ERGO-Mitarbeiter ab.

Im September 2007 sind wir zudem dem » Global Compact beigetreten, dessen zehn Prinzipien eine wichtige Orientierung für das Handeln von Munich Re darstellen.

2011 haben wir unseren CR-Ansatz weiter gestärkt: Der Vorstand hat eine gruppenweite CR-Strategie genehmigt. Sie beinhaltet eine neue, konzernweit gültige CR-Mission: Corporate Responsibility ist wesentlicher Bestandteil der Konzernstrategie und betrifft sämtliche Geschäftsbereiche und -prozesse:

  1. Auch in der Erst- und Rückversicherung und beim Asset-Management integriert Munich Re aktiv Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte:
    Konkrete Maßnahme sind beispielsweise: 2005 wurde diese Anforderung in unseren konzernweit verbindlichen General Investment Guidelines (GIG) konkretisiert und auf den Bereich der Staatsanleihen erweitert. Darauf wird insbesondere in Ziffer 3 hingewiesen.„Die Investments müssen dem Nachhaltigkeitsgrundsatz genügen.“ Aus diesem Grund sollten in jedem Geschäftssegment mindestens 80 % der Investments in Aktien, Unternehmens- und Staatsanleihen sowie Covered Bonds in Werte investiert werden, die in einem renommierten Nachhaltigkeitsindex vertreten sind oder sonstigen anerkannten Nachhaltigkeitskriterien genügen.“ Desweiteren wurde 2011 eine neue Richtlinie für den Erwerb von Neubauten verabschiedet, die sich an Nachhaltigkeitskriterien sowie der Umweltzertifizierung von Gebäuden orientiert.Wir arbeiten aktiv daran, für das Kerngeschäft der Versicherungen weltweit geltende Prinzipien zu entwerfen. Zusammen mit den wichtigsten Finanzdienstleistern nehmen wir an der Entwicklung der international anerkannten „Prinzipien für nachhaltige Versicherung“ (Principles for Sustainable Insurance) unter der Leitung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen teil.
  2. Munich Re betreibt an ihren Standorten ein aktives Umweltmanagement und strebt eine konzernweite Klimaneutralität an:
    Unsere Strategie sieht vor, dass wir bis 2015 die weltweiten CO2-Emissionen der Gruppe um 10 % reduzieren und uns damit klimaneutral stellen. Der Geschäftsbetrieb von Munich Re am Standort München ist bereits seit 2009 klimaneutral.
  3. Munich Re nimmt ihre Verantwortung als Mitglied der Gesellschaft (Corporate Citizen) in Themen wahr, die eine Nähe zum Kerngeschäft haben, sowie an den Standorten in den Bereichen Kultur und Soziales:
    Konkretes Programm: Im März 2011 genehmigte der Vorstand eine neue Corporate-Citizenship-Strategie.
    Um uns strategischer zu positionieren und ein Rahmenwerk für internationales soziales Engagement zu schaffen, haben wir ein gruppenweites Corporate-Citizenship-Konzept entwickelt, welches konkrete Sponsoring-Kriterien beinhaltet.
    Anstelle vieler kleiner individueller Spenden an unterschiedlichen Orten, möchten wir uns mehr auf größere Projekte mit ausgewählten Partnern konzentrieren. Dabei liegt der Fokus auf langfristigen Kooperationen und der stärkeren Einbindung der eigenen Mitarbeiter in Corporate-Volunteering-Aktivitäten. Zusätzlich zur grundsätzlichen Förderung von sozialen und kulturellen Projekten an unseren vielen Niederlassungen, zielt das Konzept besonders auf geschäftsrelevante Themen ab. Unsere Rückversicherungsaktivitäten versuchen verstärkt Projekte im Bereich Naturkatastrophen und demografischer Wandel, die sich mit Risikoprävention und den Folgen von Migration beschäftigen, zu unterstützen.
    ERGO schenkt mit ihren Projekten vor allem der Förderung von Jugendlichen im Bereich Bildung und Musik besondere Aufmerksamkeit. Gesundheits- und Präventionsthemen werden von Munich Health aufgegriffen.
Website (Verhaltenskodex) ERGO Website (Verhaltenskodex) CR-Portal vollständig
4.9 Kontrolle der Nachhaltigkeitsleistung durch höchstes Leitungsorgan

Im Jahr 2008 haben wir das Themengebiet Corporate Responsibility an unserem Hauptsitz in München in einer eigenen Abteilung gebündelt. Diese ist organisatorisch im Bereich Group Development verankert, der auch für die Weiterentwicklung der Konzernstrategie zuständig ist und direkt an den Vorstandsvorsitzenden von Munich Re berichtet.


Über die nachhaltige Wertentwicklung des Unternehmens lässt sich der Vorstand auch von verschiedenen weiteren Stellen berichten, zum Beispiel von dem Bereich Integrated Risk Management (unter anderem verantwortlich für Emerging Risks) oder dem neu gebildeten Emerging Risks Think Tank. Außerdem hat Group Development eine umfangreiche Trendeinschätzung durchgeführt, deren Ergebnisse dem Vorstand präsentiert wurden. Das Erkennen von Entwicklungen und Risiken, die einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung entspricht, ist zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells von Munich Re.

Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsleitung fortlaufend und achtet dabei besonders auch auf die langfristige Wertentwicklung des Unternehmens.

Der Prüfungsausschuss (einer von fünf Ausschüssen, die der Aufsichtsrat der Münchener Rück AG gebildet hat) lässt sich mehrmals im Jahr über die Risikolage berichten, der Chief Risk Officer erläutert diese Berichte vor dem Ausschuss. Auch der Chief Compliance Officer und der Leiter der Internen Revision erstatten dem Ausschuss regelmäßig Bericht.

Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. 17-21) CR-Portal vollständig
4.10 Verfahren zur Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung des höchsten Leitungsorgans

Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsleitung und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens fortlaufend. Aufgrund des in besonderem Maße auf eine langfristige Wertentwicklung ausgerichteten Vergütungssystems spielt die nachhaltige Leistung bei der Verzielung und der Leistungsbeurteilung anhand der gesetzten Ziele eine besondere Rolle für die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder.
Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. 24 ff.) vollständig
4.11
(7)
Vorsorgeprinzip

Munich Re trägt dem Vorsorgeprinzip durch ihr ausgeprägtes Risikomanagement Rechnung. Die Entwicklung der Risikostrategie ist in den Jahresplanungszyklus und damit in die Geschäftsstrategie eingebettet. Die Risikostrategie wird vom Vorstand verabschiedet und regelmäßig mit dem Aufsichtsrat erörtert. Die Risikostrategie wird bestimmt durch die Festlegung von Risikotoleranzen entlang einer Reihe von Risikokriterien. Diese Risikotoleranzen orientieren sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung sowie der Ertragsvolatilität und sind eine Vorgabe für die Geschäftsbereiche der Gruppe. Die jeweils gewählte Risikotoleranz sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geschäftschancen und eingegangenen Risiken.
Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. 116 ff.) CR-PortalWebsite (Risikomanagement) vollständig
4.12 Externe Vereinbarungen und Prinzipien

Wir sind überzeugt, dass wir unser Geschäftskonzept auch in Zukunft nur durch langfristig verantwortliches Handeln erfolgreich umsetzen können.


Um das Werteverständnis nach innen wie nach außen sichtbar zu machen, ist Munich Re 2007 dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten. Die zehn Prinzipen des Global Compact stellen für uns wichtige Leitlinien unseres Handels dar, um Corporate Responsibility noch stärker in den Prozessen unseres Kerngeschäfts zu verankern.

Als erstes deutsches Unternehmen hat Munich Re im April 2006 die Principles for Responsible Investment (PRI) der Vereinten Nationen unterzeichnet, an deren Erarbeitung Munich Re maßgeblich beteiligt war. Seit Sommer 2009 ist Munich Re auch im Vorstand der PRI-Initiative der Vereinten Nationen vertreten.

Als Mitglied der UNEP FI Insurance Working Group (IWG) setzen wir uns dafür ein, dass ökologische, soziale und Governance-Faktoren (ESG) im Versicherungsgeschäft stärker berücksichtigt werden. Deshalb haben wir den Vorsitz in der PSI-Arbeitsgruppe (Principles for Sustainable Insurance) übernommen, in der wir aktiv die Entwicklung eines gemeinsamen Rahmenwerks vorantreiben.

Mit unserem Risikowissen wollen wir auch dazu beitragen, das Verantwortungsbewusstsein von Politik und Öffentlichkeit für Herausforderungen wie den Klimawandel zu schärfen, nötige Maßnahmen anzustoßen und seine Folgen zu mildern. Konkret haben wir unter anderem folgende Initiativen und Kooperationen initiiert oder begleiten sie finanziell und inhaltlich: Desertec Industrial Initiative (Dii), Munich Climate Insurance Initiative (MCII), Global Earthquake Model. Zudem will ERGO als Unterzeichner der Charta der Vielfalt Vorbild in Fairness und Wertschätzung im Unternehmen sein. Zusätzlich gehen die Unternehmen von Munich Re nationale Verpflichtungen ein.

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4.13 Mitgliedschaft in Verbänden bzw. Interessenvertretungen

Mitgliedschaft in Verbänden bzw. Interessenvertretungen Munich Re ist in zahlreichen Verbänden, Interessenvertretungen und Organisationen vertreten und bringt sich dabei aktiv ein. Dazu zählen z. B. der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland, die UNEP FI Insurance Working Group (IWG), die PRI (Principles for Responsible Investment), das Global Earthquake Model (GEM), das Weltwirtschaftsforum in Genf, der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft, die International Insurance Society, der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), das Carbon Disclosure Project, das European Insurance CFO Forum, das European Severe Storms Laboratory (ESSL), das Institut für Wirtschaftsforschung der Universität München und die Munich Climate Insurance Initiative (MCII).
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4.14 Stakeholdergruppen

Die wichtigsten Stakeholdergruppen von Munich Re sind: Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden (einschließlich Makler), Analysten, Investoren, Ratingagenturen, Medien/Presse, Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen, Politik, Behörden, Gewerkschaften sowie die interessierte Öffentlichkeit.
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4.15 Grundlage für Auswahl der Stakeholder

Munich Re legt von jeher größten Wert auf einen offenen Dialog mit ihren Stakeholdern: Dazu gehören vor allem unsere Kunden aus der Erst- und Rückversicherung, die Medien, die Öffentlichkeit, unsere Mitarbeiter und die Akteure auf dem Kapitalmarkt sowie Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Politik und Gewerkschaften. Die Zuständigkeit für die verschiedenen Stakeholder ist dezentral verteilt auf Investor Relations (Anleger und Analysten, Ratingagenturen), Group Development – Corporate Responsibility (Gesellschaft, SRI-Ansprechpartner), Group Communications (NGOs, Presse), Human Resources (Talent Attraction, Mitarbeiterzufriedenheit).
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4.16 Ansätze für die Einbeziehung von Stakeholder hinsichtlich der Art, der Häufigkeit und der jeweiligen Gruppe

Die Kommunikation mit unseren Stakeholdern – auf lokaler, nationaler sowie internationaler Ebene – bildet für uns die Basis, verantwortlich handeln zu können. Die unterschiedlichen Anregungen unserer Stakeholder stellen für Munich Re wertvolle Impulse dar. Unser Anspruch: im Dialog für beide Seiten einen Mehrwert zu schaffen.

Die Verantwortung für die Einbeziehung von Stakeholdern liegt dezentral bei den Bereichen und sieht einen vertrauensvollen und tranparent inhaltsoientierten Austausch vor: Investor Relations – Investoren, Analysten und Ratingagenturen; Group Development / Corporate Responsibility – Gesellschaft, SRI und akademische Kontakte; Group Communications – Nichtregierungsorganisationen, Media Relations; Human Resources – Mitarbeiter, Universitäten; Geschäftsbereiche – Kunden.


Unsere Unternehmensstrategie, die auf eine nachhaltige Wertsteigerung abzielt, geht mit einer kontinuierlichen, offenen Kommunikation mit allen Marktteilnehmern, insbesondere mit unseren Investoren, aktuellen und zukünftigen Shareholdern einher.
Die Hauptaufgabe von Investor Relations bei Munich Re ist speziell die Kontaktaufnahme zu Investoren, das Pflegen von Kontakten mit bisherigen Aktionären und die Gewinnung neuer Aktionäre. Zur gleichen Zeit, tragen wir dafür Sorge, dass die Standpunkte der Investoren in internen Diskussionen und Entscheidungsprozessen berücksichtigt wird. Erneut haben wir gute Ergebnisse in einem Ranking der Versicherungsbranche für die Qualität des Investor- Relations- Management erzielt und Anerkennung für die Kohärenz und Transparenz unserer Berichterstattung erlangt.
Alle Präsentationen, die wir in den Analysten- und Investorenrunden, bei Konferenzen oder Road-Shows verwenden, sind online zu finden. Auf Anfrage werden diese auch gerne an interessierte Shareholder verschickt. Viele unserer Veranstaltungen werden mit Hilfe unseres Web-Streams live übertragen.
Anfragen, die uns über unsere Shareholder-Hotline oder per Email erreichen, werden unverzüglich von unserem Team bearbeitet. Zusätzlich bieten die Serviceseiten unseres Shareholder-Portals im Internet den registrierten Shareholdern eine breite Palette an Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten. Das Portal erlaubt die komfortable Option, jederzeit und von jedem Ort, das Verwalten der Daten, welche über die Shareholder registriert wurden, die Anmeldung zur Jahreshauptversammlung und das elektronische Bestellen von Dokumenten.

Unsere 123. Jahreshauptversammlung wurde am 28. April 2010 im ICM (International Congress Centre Munich) in München abgehalten. Munich Re war das erste DAX 30-Unternehmen, welches den Shareholdern eine online-Teilnahme an der Jahreshauptversammlung und zur Abstimmung eine Briefwahl ermöglichte.
Dieser neue rechtliche Rahmen ermöglicht unseren Aktionären die virtuelle Teilnahme an der jährlichen Aktionärsabstimmung im Rahmen der Hauptversammlung. Den Kundenkontakt, beispielsweise, als eine der wichtigsten Stakeholdergruppen, pflegt Munich Re mit unterschiedlichen Methoden: zahlreiche Kundenseminare werden jährlich in München und den internationalen Organisationen veranstaltet, die den Wissensaustausch über alle Geschäftsbereiche und –sparten zwischen der Gruppe und ihren Kunden sicherstellen. Trainingsprogramme für Kunden tragen zu kontinuierlichen Dialogen bei. Darüber hinaus, bietet Munich Re zwei dreimonatige Stipendienprogramme an – das Horst-K.-Jannott-Stipendium und das Alois-Alzheimer-Stipendium. Beide richten sich an zukünftige Manager weltweit vertretener Versicherungsgesellschaften und ermöglichen ihnen einen tiefergehenden Blick in die Rückversicherungsbranche. Das regelmäßig stattfindende Programm brachte mittlerweile einen nennenswerten Alumni-Zirkel von ca. 600 ehemaligen Teilnehmern hervor.
Der Kundenkontakt wird ebenfalls über traditionelle Marketing- und Public Relations-Maßnahmen, wie Informationsbroschüren und Werbeanzeigen, hergestellt. Darüber hinaus bietet Munich Re Beratungsservice, zum Beispiel im Bereich Schadenmanagement, und Kunden profitieren von der Nutzung des Kundenonlineportals (connect.munichre), welches Zugang zu Formularen, Werkzeugen und geschäftsrelevanten Informationen bietet. Die kontinuierliche Interaktion, die durch Meetings, Video- und Telefonkonferenzen, Emails und Workshops gefördert wird, unterstützt ebenfalls den Stakeholder-Dialog.
Mitarbeiter werden durch detaillierte Onlinenachrichten im Intranet („go ahead“) regelmäßig auf dem Laufenden gehalten, potentielle neue Mitarbeiter und Hochschulabsolventen werden über Onlineumfragen, direkte Kontaktaufnahme und themenspezifische Arbeitsgruppen kontaktiert und informiert.

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4.17 Fragen und Bedenken von Stakeholdern

Die unterschiedlichen Erwartungshaltungen und Anliegen der Anspruchsgruppen werden einerseits durch stetigen direkten Dialog und andererseits durch Studien und Befragungen ermittelt.


So werden beispielsweise regelmäßig Kundenbefragungen durchgeführt, deren Ergebnisse Munich Re kritisch auswertet. Als zentrales Anliegen der Stakeholder kann das Bedürfnis nach Transparenz formuliert werden, auf das Munich Re mit verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen reagiert. Ein weiteres Beispiel ist der Klimawandel, den wir in unserem Internetauftritt und in verschiedenen Veröffentlichungen thematisieren (z. B. Schwerpunkt Klimawandel).

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Ökonomische Leistungsindikatoren
GRI-Nr./
(GC*)
Leistungsindikator / Kurzbeantwortung Verlinkung Erfüllungs-
grad
EC
(1, 4, 6, 7)
Managementansatz

Aus Risiken Wert schaffen, das ist seit rund 130 Jahren der Anspruch von Munich Re. Als integrierter Erst- und Rückversicherungskonzern arbeitet das Unternehmen international und interdisziplinär an zukunftsweisenden Lösungen.


Komplexe Risiken bewerten und tragen zu können erfordert Know-how in vielen Disziplinen. Nur im Konzernverbund gelingt es uns, Mehrwert in Form eines diversifizierten Risikos und einer erhöhten Sicherheit zu schaffen: Dieses Geschäftsmodell mit seinen Synergieeffekten und Diversifikationsvorteilen erlaubt es, Risiken ganzheitlich zu erkennen und für Kunden gezielt Lösungen zu erarbeiten, die ihrer individuellen Risikosituation am besten gerecht werden. Treiber unseres Handelns sind vor allem unsere unternehmerische Leidenschaft und unsere Überzeugung, dass Wandel stets Chancen beinhaltet.

Ziel von Munich Re ist es, Risiken in all ihren Facetten zu erfassen, zu bewerten, zu diversifizieren und so nachhaltig Wert für ihre Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. Den Börsenkurs der Münchener-Rück-Aktie nachhaltig zu steigern, ist maßgebliche Richtschnur unseres unternehmerischen Denkens und Handelns.

Zahlreiche Naturkatastrophen und Großschäden prägten das Geschäftsjahr 2010. Mit unseren breit gefächerten Produkten in der Erst- und Rückversicherung trugen wir dazu bei, zumindest die finanziellen Folgen dieser Ereignisse für die Betroffenen abzufedern. Gleichzeitig konnten wir das Geschäftsjahr 2010 erfolgreich abschließen. Dies verdanken wir unserer auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichteten Strategie und ihrer konsequenten Umsetzung. Im Mittelpunkt stehen unsere wert- und risikoorientierte Steuerung, das über beide Seiten der Bilanz integrierte und gelebte Risikomanagement und ein herausragendes Risikowissen. Dieser Geschäftsansatz macht uns zu einem interessanten, berechenbaren und verlässlichen Partner für unsere Kunden und schafft Wert für unsere Investoren.

Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. 13 ff.) vollständig
EC1 Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert, einschließlich Einnahmen, Betriebskosten, Mitarbeitergehältern, Spenden und anderer Investitionen in die Gemeinde, Gewinnvortrag und Zahlungen an Kapitalgeber und Behörden (Steuern)

Zusammenfassung Konzerergebnis Finanzjahr 2010

Die Gruppe erzielte 2010 ein gutes operatives Ergebnis von 3.978 (4.721) Millionen Euro; davon 611 Millionen Euro im 4. Quartal. Das Eigenkapital stieg trotz der hohen Ausschüttungen und Aktienrückkäufe auf 23,0 Milliarden Euro (31.12.2009: 22,3 Milliarden Euro). Die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite nach Steuern (RoRaC) lag 2010 bei 13,5 Prozent, die Rendite auf das gesamte Eigenkapital (RoE) bei 10,4 Prozent. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen mit fast 10 Prozent deutlich auf 45,5 (41,4) Milliarden Euro. Bei unveränderten Wechselkursen wäre das Beitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent gewachsen.

Rückversicherung:

Das Rückversicherungsgeschäft von Munich Re war 2010 geprägt von hohen Belastungen aus Großschäden. Die Gesamtbelastung durch Großschäden lag über den Erwartungen und den mehrjährigen Durchschnittswerten – sie betrug 2.228 (1.157) Millionen Euro; 11,0 (1,4) Prozentpunkte der Schaden-Kosten-Quote stammen aus Naturkatastrophen. Das Konzernergebnis sank um 18,5 Prozent auf 2,1 (2,6) Milliarden Euro. Bei der Kapitalanlage erzielten wir ein gutes Resultat von 3.436 (3.796) Millionen Euro. Ausschlaggebend war, dass wir Gewinne aus der Veräußerung von Kapitalanlagen realisierten. Das operative Ergebnis für die Rückversicherung, in das auch das Kapitalanlageergebnis einfließt, ging um 28,2 Prozent auf 2,9 (4,1) Milliarden Euro zurück. Das versicherungstechnische Ergebnis belief sich auf 1,3 (1,9) Milliarden Euro (siehe Konzerngeschäftsbericht S. 76).

Erstversicherung:

Im Geschäftsjahr 2010 betrugen die gesamten Beitragseinnahmen über alle Sparten 19,2 (18,2) Milliarden Euro – ein Anstieg um 5,4 Prozent. Wachstum erzielten wir vor allem im internationalen Geschäft: Hier machten sich zusätzlich zum organischen Wachstum positive Wechselkursentwicklungen auf für uns wichtigen Märkten bemerkbar. Zwar kommen unsere Beitragseinnahmen in der Erstversicherung größtenteils aus dem Euroraum, gleichwohl beeinflussten die Wechselkursveränderungen besonders des polnischen Zloty unseren Umsatz positiv. In Deutschland lagen die gesamten Beitragseinnahmen mit 14,5 (14,0) Milliarden Euro um 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die gebuchten Bruttobeiträge beliefen sich 2010 auf insgesamt 17,5 (16,6) Milliarden Euro. Im Unterschied zu den gesamten Beitragseinnahmen sind in den gebuchten Bruttobeiträgen die Sparbeiträge in Höhe von 1,7 (1,6) Milliarden Euro aus fondsgebundenen Lebensversicherungen oder Kapitalisierungsprodukten nicht enthalten. Mit Blick auf die Markenumstellung in Deutschland ist das Beitragswachstum von ERGO erfreulich; unsere Vertriebe haben hier gute Arbeit geleistet (siehe Konzerngeschäftsbericht S. 89).

Personalaufwendungen:

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, die Leistungen an Kunden (für Schadenregulierung) und das Ergebnis aus Kapitalanlagen umfassen folgende Personalaufwendungen (siehe Konzerngeschäftsbericht S. 257):

Zusammensetzung der Personalaufwendungen 2010
Löhne und Gehälter: 2.534 Millionen Euro
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung: 472 Millionen Euro
Aufwendungen für Altersversorgung: 208 Millionen Euro
Gesamt: 3.214 Millionen Euro

Spenden & Investitionen in die Gemeinde

Unser Verständnis von gesellschaftlicher Verantwortung umfasst auch die gezielte Förderung von Wissenschaft und die Unterstützung ausgewählter kultureller sowie sozialer Projekte an unseren Standorten. Die Unternehmen der Gruppe Munich Re engagieren sich daher in vielfältiger Weise – sowohl lokal und global. Denn Corporate Responsibility bedeutet für uns gelebte Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern, der Umwelt und der Gemeinschaft, in der wir leben und arbeiten. Auch die Projekte und Aktivitäten der drei Stiftungen von Munich Re (Münchener Rück Stiftung, Dr. Hans-Jürgen Schinzler Stiftung und ERGO Stiftung Jugend & Zukunft) zeigen, dass wir in der Lage sind, einen wirksamen Beitrag zu leisten und schlagkräftige Lösungen für globale gesellschaftliche und wissenschaftliche Herausforderungen zu bieten.

Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. Umschlagsseite, S. 80 f., S.. 227 ff.) vollständig
EC2
(7)
Finanzielle Auswirkungen des Klimawandels für die Aktivitäten der Organisation und andere mit dem Klimawandel verbundene Risiken und Chancen

Die Absicherung von Risiken ist das Kerngeschäft von Munich Re. Dazu gehören auch die Risiken des Klimawandels. Veränderte Wettermuster führen zu Verschiebungen in der Wahrscheinlichkeitsverteilung von Wetterschäden. Das hat direkte Auswirkungen auf unser Geschäft.


Um als globaler Risikoträger erfolgreich agieren zu können, müssen wir Veränderungen der Risiken beim Underwriting berücksichtigen. Ein eigenes Team von Georisiko-Forschern stellt sicher, dass wir unser Wissen über die unmittelbaren Folgen des Klimawandels ständig ausbauen. So können wir unseren Kunden auch in Zeiten des Klimawandels die passenden Versicherungslösungen bieten. Kurz- und mittelfristig stellt der Klimawandel für einen globalen Rückversicherer wie Munich Re eher eine geschäftliche Chance als eine Bedrohung dar. Es ist gut denkbar, dass aufgrund der wachsenden Naturgefahren die Nachfrage nach (Rück-) Versicherung zunimmt. Wenn der Klimawandel nicht gestoppt wird, könnte er sich langfristig aber auch negativ auf unser Geschäft auswirken. Versicherung setzt risikoadäquate Prämien voraus. Ab einem bestimmten Prämienniveau sinkt aber die Nachfrage nach Versicherungsschutz oder die Versicherbarkeit.

Potenziell könnte sich der Klimawandel in sämtlichen Sparten finanziell auswirken. Am offensichtlichsten ist diese Gefahr beim Schaden-/Unfallgeschäft, aber auch Lebens- und Krankenversicherung können betroffen sein. Die Hitzewelle 2003 in Europa verursachte nicht nur Schäden in Höhe von 10 Mrd. US$ in der Land- und Forstwirtschaft, sondern hatte auch bis zu 70.000 vorzeitige Todesfälle zur Folge, und betraf die verschiedensten Sparten. Angesichts der Klimaerwärmung geht man davon aus, dass Wetteranomalien wie die Hitzewelle 2003 in Europa künftig häufiger auftreten werden. Steigende Temperaturen können außerdem die Ausbreitung von Krankheiten begünstigen, die durch Vektoren übertragen werden, und sich damit auf die Lebens- und Krankenversicherung auswirken. Zudem haben die jüngsten Versuche, mutmaßliche Umweltschädiger vor Gericht für den Klimawandel und seine Folgen zur Verantwortung zu ziehen, gezeigt, dass der Klimawandel auch für die Haftpflichtversicherung relevant ist. Auf Haftpflichtversicherer könnten außerdem Klagen gegen Manager und sonstige Berufsgruppen zukommen, die auf der Nichteinhaltung einer stetig wachsenden Zahl von Vorschriften und verschärften Sorgfaltspflichten im Hinblick auf den Klimawandel und die damit verbundenen Entwicklungen beruhen.

Die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf unser Geschäft sind vielfältig. Munich Re hat spezielle Früherkennungsverfahren und Expertenteams eingerichtet, um mögliche Signale für diesbezügliche Veränderungen in der Gesellschaft, Umwelt, Wirtschaft und Politik sowie in den Rechtssystemen zu registrieren.

Munich Re ist dem Ziel verpflichtet, aktiv gegen die Erderwärmung vorzugehen und gleichzeitig die Geschäftschancen zu nutzen, die sich aus dem Klimaschutz ergeben.

Viele Indizien sprechen dafür, dass die Zunahme schwerer wetterbedingter Naturkatastrophen wie Stürme, Überschwemmungen und extreme Hitze- oder Kälteperioden zum Teil auf den Klimawandel zurückzuführen ist. Veränderte Wettermuster führen zu Verschiebungen in der Wahrscheinlichkeitsverteilung von Wetterschäden. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf unser Kerngeschäft. So hat sich nach den Daten von Munich Re seit 1950 die Zahl großer wetterbedingter Naturkatastrophen verdreifacht. Seit 1980 akkumulieren sich die wirtschaftlichen Schäden aus wetterbedingten Naturkatastrophen auf 1.600 Milliarden US-Dollar. Der jährliche Zuwachs der versicherten Schäden betrug nominal im Schnitt etwa 11 Prozent. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die Auswirkungen sozioökonomischer Faktoren (z. B. wachsende Wertbestände, höhere Versicherungsdichte) zurückzuführen, zum Teil aber auch auf den Klimawandel. Wir versuchen, die potenziellen Auswirkungen des physischen Risikos für die Gegenwart und für die Zukunft bestmöglichst einzuschätzen. Es ist aber natürlich unmöglich, diese genau zu quantifizieren oder zuverlässig vorherzusagen.

Um die physischen Auswirkungen des Klimawandels für unsere Kunden beherrschbar zu machen, entwickeln wir Versicherungsdeckungen und andere Risikolösungen. Das ist Teil unserer normalen Geschäftstätigkeit und verursacht daher keine zusätzlichen Kosten. Andererseits wird angesichts der Folgen des Klimawandels die Nachfrage nach Versicherungslösungen und Beratungsleistungen generell zunehmen. Für Munich Re bedeutet das neues Geschäftspotenzial. Unsere Versicherungsprodukte sind auf den individuellen Bedarf des Kunden und das jeweilige Risiko abgestimmt und daher ganz unterschiedlich gestaltet. Der Klimawandel wird bei der Einschätzung des Risikos berücksichtigt, ohne dass sein Einfluss auf das Gesamtprodukt und die Preisgestaltung isoliert werden kann. Quantitative Einschätzungen sind derzeit grundsätzlich nicht möglich.

CR-PortalKonzerngeschäftsbericht 2010 (S. 134 ff.) Website (Klimawandel) vollständig
EC3 Umfang der betrieblichen sozialen Zuwendungen

Die Unternehmen von Munich Re geben ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Art und Höhe der Pensionszusagen richten sich nach den jeweiligen Versorgungsordnungen. Sie basieren zumeist auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter. Die betriebliche Altersversorgung ist zentraler Bestandteil unserer Personalpolitik.
Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. 175) vollständig
EC4 Bedeutende finanzielle Zuwendungen der öffentlichen Hand

Keine
  vollständig
EC5
(1)
Verhältnis Eintrittsgehalt zum lokalen Mindestlohn

Die Gehälter liegen bei Munich Re weit über dem lokalen Mindestniveau.
  partiell
EC6 Geschäftspolitik, -praktiken und Anteil lokaler Lieferanten

Im Jahr 2008 wurde für die Abteilung Central Procurement eingerichtet mit dem Ziel, in den kommenden Jahren ein weltweites Beschaffungsnetzwerk für die gesamte Rückversicherungsgruppe aufzubauen.


Da unser Kerngeschäft die getrennten Geschäftsfelder Rückversicherung und Erstversicherung umfasst, werden unsere Beschaffungsprozesse von zwei verschiedenen Einheiten durchgeführt. Sie sind konzernweit für das jeweilige Geschäftsfeld zuständig und arbeiten eng zusammen, um Know-how auszutauschen und Synergien zu nutzen. Sie gehen nach einheitlichen Grundsätzen, aber mit lokalen Handlungsspielräumen vor.

Rückversicherung

Munich Re (München) hat 2008 den Zentrabereich Central Procurement eingerichtet mit dem Ziel, in den kommenden Jahren ein weltweites Beschaffungsnetzwerk aufzubauen und konzernweit geltende Regelungen für die Rückversicherungsgruppe festzulegen. Höchste ethische Standards und Umweltstandards einzuhalten ist für uns selbstverständlich und im Verhaltenskodex von Munich Re festgeschrieben. CP ist für die Erstellung, Aktualität und Einhaltung aller Einkaufsregeln, -richtlinien und -prozesse der Rückversicherungsgruppe von Munich Re verantwortlich. Außerdem legt CP gemeinsam mit den Bedarfsträgern die Beschaffungs- und Lieferantenstrategie für die einzelnen Warengruppen fest. CP hat sich dem Schutz der Umwelt und der Nachhaltigkeit verpflichtet. Eine interne Richtlinie legt fest, dass alle neuen oder neu verhandelten Verträge eine Corporate-Responsibility-Klausel enthalten müssen, in der wir von unseren Geschäftspartnern die Einhaltung der Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen verlangen. Wir sehen uns in der Pflicht, unser Engagement auch auf unsere Lieferanten auszudehnen, und appellieren an unsere Geschäftspartner, diese Grundsätze und Standards zu beachten und einzuhalten. Im Einzelnen sind dies:

  1. Befolgung der einschlägigen Gesetze
  2. Anwendung der Grundprinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsrechte, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung
    2.1. Einhaltung der Menschenrechte
    2.2. Einhaltung der Arbeitsnormen
    2.3. Beitrag zum Umweltschutz
    2.4. Verbot von Korruption
  3. Anwendung der Prinzipien auf die Lieferkette

Die Corporate-Responsibility-Klausel gilt derzeit nur für das Stammhaus in München, ihr Anwendungsbereich wird aber schrittweise ausgedehnt. Bei Munich Re (München) werden in der Rückversicherung aktuell 40 Prozent des Beschaffungsvolumens abgedeckt. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll ein Abdeckungsgrad von 60 Prozent erreicht werden. 2010 vergab Central Procurement etwa 90 Prozent des Gesamtauftragsvolumens an deutsche Lieferanten, die im Rahmen der deutschen Gesetzgebung zur Einhaltung der Grundprinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsrechte und Korruptionsbekämpfung verpflichtet sind.

Erstversicherung

Die Einkaufsrichtlinie der ERGO für Gewerke und Dienstleistungen ist für alle Lieferantenbeziehungen verbindlich. Unter anderem legt sie fest, dass bei offiziellen Ausschreibungen nur Anbieter berücksichtigt werden, die eine Selbstauskunft erteilen. Außerdem ist ab einem Einkaufsvolumen von 1 Million Euro eine detaillierte Selbstauskunft des Anbieters erforderlich. Dabei werden unter anderem auch Umweltaspekte und Umweltzertifizierungen abgefragt.

  vollständig
EC7
(6)
Einstellung lokaler Arbeitnehmer

Munich Re hält die einschlägigen lokalen gesetzlichen Vorschriften ein und wendet für die Einstellung lokaler Arbeitnehmer spezielle Verfahren an. Grundsätzlich erfolgt die Einstellung unabhängig von der geografischen Herkunft der Kandidaten nach einheitlichen Verfahren. Die Art des Einstellungsverfahrens hängt jedoch von der konkreten Personalsituation ab. Wir rekrutieren unsere Mitarbeiter hauptsächlich auf dem lokalen Arbeitsmarkt, es sei denn, entsprechend qualifizierte Mitarbeiter sind dort nicht in ausreichender Zahl verfügbar. Dann sehen wir uns auch auf dem nationalen oder internationalen Arbeitsmarkt um. Leitende Funktionen besetzt Munich Re mit Bewerbern, die sich durch ein hohes Maß an Markterfahrung und Marktwissen auszeichnen. Deshalb rekrutieren wir unsere Führungskräfte überwiegend lokal. Unsere Vorstandsmitglieder kommen mehrheitlich aus dem Unternehmen selbst. Stellen in unserer internationalen Organisation werden weltweit über unser Intranet ausgeschrieben. Im Rahmen der Talententwicklung entsenden wir Fach- und Führungskräfte aller Hierarchiestufen für begrenzte Zeiträume ins Ausland.
Der Anteil von lokal besetzten oberen Managementpositionen an wesentlichen Geschäftsstandorten wird in unserem Berichtssystem nicht erfasst.
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EC8 Entwicklung und Auswirkung von Infrastrukturinvestitionen

Risiken von Grund auf zu verstehen – das ist die Basis des Geschäftsmodells von Munich Re. Dazu gehört insbesondere, bekannte Risiken kontinuierlich auf signifikante Veränderungen ihrer Struktur oder Eintrittswahrscheinlichkeit zu analysieren sowie neue Risiken frühzeitig zu erkennen.


Als international agierender Konzern übernimmt Munich Re Verantwortung für die Gemeinschaft, in der wir leben und arbeiten. Deshalb investieren wir in verschiedene Projekte, die positive Auswirkungen auf die jeweilige Infrastruktur haben und damit für das Gemeinwohl von Bedeutung sind. Strukturelle oder ökonomische Veränderungsprozesse, wie sie sich etwa durch den Klimawandel, neue Gesetze, komplexere Lieferketten oder Outsourcing ergeben, bieten neue Entwicklungsfelder. In der Rückversicherung zum Beispiel unterstützen wir durch unsere Aktivitäten neue Energieinfrastrukturen. Wir bieten innovative Versicherungslösungen, mit der sich das Risiko einer möglichen Leistungsverschlechterung von Photovoltaik-Modulen absichern lässt. So bietet Munich Re den Modulherstellern zusätzliche Geschäftssicherheit und den Käufern von Photovoltaik-Modulen, etwa den Betreibern von Solarparks, mehr Flexibilität und Erleichterungen bei der Finanzierung von Photovoltaik-Installationen.

Hier einige Beispiele für konkrete Maßnahmen in diesem Bereich:

  1. 2007 und 2008 initiierte Munich Re mehrere Mikroversicherungsprojekte in Südamerika (Kolumbien) sowie gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) eine Nichtleben-Kooperation in Indonesien. 2010 entwickelten Munich Re und GTZ gemeinsam mit der Coop Life Insurance & Mutual Benefit Services (CLIMBS), einer genossenschaftlich organisierten Versicherung auf den Philippinen, im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Mikroversicherungsprodukt, welches das Kreditportefeuille von Genossenschaften auf den Philippinen gegen Schäden aus extremen Wetterereignissen absichert. Zentrales Ziel ist, dass die Versicherungsleistungen letztlich den Endverbrauchern in einkommensschwachen Haushalten zu Gute kommen.
  2. Mikroversicherung ist auch ein wichtiges Thema bei der Münchener Rück Stiftung, die unter anderem die weltweit größte Mikroversicherungskonferenz veranstaltet (zuletzt vom 9.–11. November 2010 in Manila). Die nächste Konferenz findet vom 8.–10. November 2011 in Rio de Janeiro statt. Außerdem hat die Münchener Rück Stiftung ein Kompendium zur Mikroversicherung in mehreren Sprachen herausgegeben. Es vermittelt wertvolle Erkenntnisse aus einem Projekt der CGAP-Arbeitsgruppe Mikroversicherung, die entsprechende Initiativen in aller Welt untersucht hat. www.microinsurancecompendium.org.
  3. Munich Re ist zudem Initiator und Gründungsmitglied der Munich Climate Insurance Initiative (MCII). Die Initiative wurde im April 2005 ins Leben gerufen. Ausschlaggebend war die wachsende Erkenntnis, dass Versicherungslösungen einen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel leisten können, wie in der UN-Klimarahmenkonvention und im Protokoll von Kioto empfohlen. Die Munich Climate Insurance Initiative bringt Experten aus den Bereichen Versicherung, Klimawandel und Anpassung sowie Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftler zusammen, die gemeinsam nach Lösungen suchen, um den Gefahren des Klimawandels zu begegnen. Die MCII bietet ein Forum, um die Versicherungsexpertise zum Thema Klimawandel und seine Folgen zu bündeln. Nähere Informationen finden Sie unter » http://www.climate-insurance.org/front_content.php.
  4. . Die ERGO sieht in der Mikroversicherung ein wichtiges Wachstumsfeld und zugleich einen Beitrag zum Gemeinwohl. Mit Produkten für einkommensschwache Zielgruppen will das Unternehmen sowohl seine gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen, als auch ein strategisches Zukunftsthema adressieren. Daher sind Mikroversicherungsaktivitäten Teil der Wachstumsstrategie der ERGO in Asien. HDFC ERGO, ein indisches Versicherungs-Joint-Venture der ERGO, bietet in ländlichen Gegenden bereits Kranken- und Unfallversicherungen, Traktor- und Nutztier- sowie Wetterversicherungen an. Um die Bedürfnisse und Anforderungen der Landbevölkerung besser zu verstehen und geeignete Produkte entwickeln und anbieten zu können, hat die HDFC ERGO eine eigene Organisationseinheit für Agrarversicherungen und ländliche Zielgruppen eingerichtet. Zudem sucht sie aktiv die Zusammenarbeit mit verschiedenen Mikrofinanzinstituten, Nichtregierungsorganisationen sowie Genossenschaftsbanken in ländlichen Gegenden, um ihren Einzugsbereich zu erweitern. Der Anteil der an einkommensschwache und ländliche Versicherungsnehmer vertriebenen Produkte liegt bei der HDFC ERGO mit 10,56 Prozent (53.098 Versicherte) schon heute deutlich über der von der indischen Versicherungsaufsicht IRDA festgelegten Mindestquote von 6 Prozent (entspricht 35.000 Versicherten). Die spanische DKV Seguros ist gemeinsam mit der Stiftung „Tierra Nueva“ ebenfalls an einem Mikroversicherungsprojekt in Ecuador beteiligt. Es geht darum, eine Basis-Krankenversicherung für die Bewohner im Süden Quitos einzuführen. Die Stiftung bietet hier mit Unterstützung der DKV Seguros erschwinglichen Krankenversicherungsschutz an.

Die Corporate-Volunteering-Aktivitäten, welche die Schinzler Stiftung unterstützt und finanziert, und das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter sind eine weitere Säule unseres gesellschaftlichen Engagements. Die Mitarbeiter von Munich Re (Rückversicherung) weltweit bei ihrem ehrenamtlichen Einsatz zu unterstützen – das ist das Ziel der Dr. Hans-Jürgen Schinzler Stiftung. Dabei schafft sie die Rahmenbedingungen dafür, dass sich die Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Bereichen wie Kultur, Gesundheit, Umwelt, Karitatives und Wissenschaft engagieren können. Insbesondere fördert die Stiftung Projekte, die Kindern und Jugendlichen zugutekommen.

Konzerngeschäftsbericht 2010 (S. 108-115) CR-Portal vollständig
EC9 Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen

Mit unseren Erkenntnissen helfen wir, Lösungen zu entwickeln - nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für die Gesellschaft und deren volkswirtschaftliche Grundlagen: Denn Risiken können nur versicherbar bleiben, wenn sie auch kalkulierbar sind.


Erneuerbare Energien: Die wesentlichen Risikotreiber bei Investitionen in Erneuerbare Energien sind die Technik und das geographische Umfeld. Auf der Versicherungsseite gehört die Einschätzung dieser Risikotreiber zum Tagesgeschäft. Die Initiative RENT (Renewable Energies and New Technologies) zielt unter anderem darauf ab, dieses Know-how für Investitionsentscheidungen zu nutzen. Auf versicherungstechnischer Seite beschäftigt sich Munich Re seit vielen Jahren mit erneuerbaren Energien. Ende 2010 kam dieses Know-how auch bei einer Investitionsentscheidung zum Tragen: Munich Re investierte im Zuge der Initiative RENT in ein Windparkportfolio. Es besteht aus 40 Windturbinen in 11 Windparks im Nordosten Deutschlands, die zusammen 150 Millionen kWh erzeugen. Die Leistung dieser Windparks entspricht dem Jahresverbrauch von rund 42.000 Haushalten (bei einem Verbrauch von 3.500 kWh/Jahr). Rund 97.000 Tonnen CO2 können mit diesen Windkraftanlagen im Vergleich zur Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken eingespart werden.

Klimawandel: Munich Re zählt innerhalb der Finanz- und Versicherungswirtschaft zu den Pionieren der Analyse des Klimawandels. Unsere jahrzehntelange Kompetenz bauen wir kontinuierlich aus, um beispielsweise Maßnahmen und Lösungsansätze für den Klimaschutz (Mitigation) zu fördern und neue Deckungskonzepte zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (Adaption) zu entwickeln. Darüber hinaus vermeiden wir in unserem Geschäftsbetrieb Treibhausgasemissionen und wollen unsere weltweiten Rückversicherungsaktivitäten bis 2012 klimaneutral stellen.

Umfangreiche Informationen, wie sich Munich Re gegenüber den globalen Herausforderungen – Klimawandel, Globalisierte Finanzmärkte, Demografischer Wandel und Zugang zu Finanzlösungen – positioniert, finden sich unter oben angegebenem Link.

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Ökologische Leistungsindikatoren
GRI-Nr./
(GC*)
Leistungsindikator / Kurzbeantwortung Verlinkung Erfüllungs-
grad
EN
(7–9)
Managementansatz

Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlage ist ein Beitrag zur wertorientierten Unternehmensführung, denn unser wirtschaftlicher Erfolg ist untrennbar mit der Vorsorge für Mensch und Umwelt verbunden. Die Belastungen der Umwelt, die sich durch unseren Geschäftsbetrieb ergeben, wollen wir so weit wie möglich reduzieren.


Mit nationalen und internationalen Selbstverpflichtungen, wie z.B. dem UN Global Compact, bekennen wir uns seit Jahren zu dieser Überzeugung. Neben der selbstverständlichen Einhaltung gesetzlicher Vorschriften gilt unsere besondere Aufmerksamkeit der konsequenten Vermeidung von Abfällen und Emissionen sowie der Reduktion des Energie-, Papier- und Wasserverbrauchs. Zu diesem Zweck orientieren wir uns, wo ökonomisch vertretbar, an höchsten technischen Standards.

Um unser Vorhaben, die Belastungen der Umwelt so gering wie möglich zu halten, systematisch anzugehen, haben Munich Re (Rückversicherung) am Standort München sowie ERGO Deutschland und D.A.S UK an jeweils fünf Standorten Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001 implementiert. Mit der Einführung einer neuen Datenbank zur Erfassung der Corporate-Responsibility-spezifischen Informationen konnte Munich Re den Abdeckungsgrad von bisher circa 45 auf 65 Prozent der Mitarbeiter (Konzern) erhöhen. Für die Umweltangaben zum Gesamtkonzern wurden alle Daten auf 100 Prozent der Mitarbeiter hochgerechnet. Treibhausgasemissionen wurden auf Basis des Treibhausgasprotokolls erfasst.

Im Rahmen der im Jahr 2007 verabschiedeten Klimaneutralitätsstrategie wurde der Standort München 2009 klimaneutral gestellt. Ab 2012 folgt dann die gesamte internationale Rückversicherungsgruppe. Das heißt, Treibhausgasemissionen, die unser Geschäftsbetrieb verursacht, werden soweit möglich reduziert beziehungsweise unvermeidbare Emissionen werden durch anderweitige Emissionszertifikate kompensiert. Darüber hinaus verbreitern und verbessern wir die Erfassung der Verbrauchsdaten in der gesamten Rückversicherungsgruppe, um die Emissionen für die Gruppe noch genauer ermitteln zu können. Mit den Erfahrungen aus der Klimaneutralität der Rückversicherung werden wir eine konzernweite Klimaneutralitätsstrategie entwickeln.

Mit einer neuen Corporate-Responsibilty-Mission, für die wir unser bisheriges Leitbild, das dem Prinzip der Triple-Bottom-Line folgte, die 2010 erarbeitet und 2011 vom Vorstand verabschiedet wurde, möchten wir Corporate Responsibility verstärkt in die Konzernstrategie integrieren. Dies spiegelt sich in folgenden Zielen deutlich wider:

-Wir integrieren aktiv die ESG-Faktoren in unser Kerngeschäft und unser Kapitalanlagemanagement. -Zur Entlastung der Umwelt betreiben wir konzernweit Umweltmanagement (EMS) und stellen unsere Geschäftstätigkeit Schritt für Schritt klimaneutral. Der Stammsitz in München arbeitet bereits klimaneutral. Die anderen Einheiten der Rückversicherung beabsichtigen das konzernweite Ziel der Klimaneutralität (vor allem durch Emissionsreduktion um 10%) bis 2015 bereits Ende 2012 zu erreichen. -Wir schaffen mit einem Corporate Citizenship Konzept die Grundlage dafür, uns in der Gesellschaft in der wir leben und arbeiten, nachhaltig und zugleich wirkungsvoll zu engagieren.

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EN1
(8)
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen

Im Jahr 2010 lag der Papierverbrach bei 1.803 Tonnen.
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EN2
(8, 9)
Anteil von Recyclingmaterial am Gesamtmaterialeinsatz

Über die Hälfte unseres verbrauchten Papiers (65,3%) war Recyclingpapier.
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EN3
(8)
Direkter Energieverbrauch, aufgeschlüsselt nach Primärquellen

Im Jahr 2010 lag der direkte Energieverbrauch bei 1.039.100 Gigajoule (vor allem Heizöl, Gas, Notstromdiesel). Dabei stammten 6.055 Gigajoule aus erneuerbaren Energien
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EN4
(8)
Indirekter Energieverbrauch, aufgeschlüsselt nach Primärquellen

Im Jahr 2010 lag der indirekte Energieverbrauch bei 1.147.300 Gigajoule (vor allem aus Bezug von Elektrizität und Fernwärme). Dabei stammten 143.370 Gigajoule aus erneuerbaren Energien.
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EN5
(8, 9)
Eingesparte Energie aufgrund von umweltbewusstem Einsatz und Effizienzsteigerungen

Die Gruppenunternehmen von Munich Re arbeiten konsequent daran, Ressourcenverbrauch zu vermeiden und den Energieverbrauch zu reduzieren. Zwei Beispiele zeigen exemplarisch unsere Maßnahmen:


Munich Reinsurance America (Munich Re) und SunPower Corp. (NASDAQ: SPWRA, SPWRB) haben bekannt gegeben, dass SunPower eine Solaranlage mit einer Kapazität von 2,5 MW am Munich Re Standort Plainsboro im US-Bundesstaat New Jersey errichten wird. SunPower installiert dabei auf einer Carport-Konstruktion hoch effiziente Photovoltaikmodule, die auf den Parkplätzen Schatten spenden und zugleich jährlich rund 500.000 US-Dollar an Stromkosten einsparen. Vor allem aber verbessert die Solaranlage die jährliche CO2-Bilanz von Munich Re und schont so die Umwelt. Nach Schätzungen des US-Umweltministeriums entspricht die Senkung der jährlichen Kohlendioxid-Emissionen über 400 Autos, die von den Straßen verschwinden.

Weitere Energieeinsparungen wurden bei Munich Re America durch die Umstellung auf Flachbildschirme erreicht. Zudem sind die Mitarbeiter angewiesen, ihre PCs nach Dienstschluss auszuschalten.

Zudem berücksichtigt Munich Re auch beim Immobilienmanagement und bei Immobilienanlagen umweltfreundliche Baustandards: so wurden Gebäude der MEAG 2010 mit der Leed-Zertifizierung in Silber ausgezeichnet (Columbia Square, Washington D.C.) und in die Liste der offiziellen Partner des GreenBuilding-Programms der EU aufgenommen (Waterfront Building, Stockholm; 2009/ Maria-Josepha-Straße, München; 2010/ Cologne Oval Offices, Köln; 2008/ Westgate, Köln; 2009/ Maximiliansplatz, München; 2009/ Sonnencarree, München; 2009). Das GreenBuilding-Zertifikat bestätigt die Unterschreitung der EnEV (Energieeinsparverordnung) 2007 um mehr als 25 % und zeichnet Eigentümer von Nichtwohngebäuden aus, die sich mit energiesparenden Konzepten um nachhaltiges Bauen verdient gemacht haben.
Das Maßnahmenpaket zur CO2-Reduktion umfasst u.a. Investitionen in die Gebäude der ERGO sowie in Solarprojekte. Außerdem ist geplant, die CO2-Emissionen bei Geschäftsreisen zu reduzieren und unternehmensweit einheitliche Regelungen zur Auswahl und Nutzung von Dienstfahrzeugen einzuführen. Auch der Bezug von Ökostrom und die Investition in Emissionszertifikate gehören zu dem Maßnahmenpaket. Weitere Beispiele zur Senkung von Energieverbrauch und CO2-Ausstoß sind das Projekt CO2-Services (Online-Services zum Thema Energiesparen und Emissionsreduzierung; mögliche Inhalte: Energiespar-Tipps, Ökostromrechner, CO2-Rechner, eigene Klima-Webseite), außerdem Energieprojekte wie z. B. Solaranlagen an eigenen Gebäuden. Im Rahmen der Leuchtturm-Projekte wird nach der Bündelung der CR-Aufgaben in einer eigenen ERGO-Einheit die im CR-Portal bereits veröffentlichte Environmental Policy um Umweltinformationen und entsprechende Berichte ergänzt.

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EN6
(8, 9)
Initiativen zur Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen mit höherer Energieeffizienz und solchen, die auf erneuerbaren Energien basieren, sowie dadurch erreichte Verringerung des Energiebedarfs

Durch innovative Versicherungslösungen befähigen wir unsere Kunden, nachhaltig zu investieren. Unser kontinuierlicher Einsatz gilt deshalb auch der Entwicklung innovativer Deckungskonzepte für neue und komplexe Risiken sowie integrierter Lösungen.


Durch die Übernahme von Risiken werden beispielsweise Offshore-Windparks, Solar- und Geothermieanlagen sowie Technologien zu Steigerung der Energieeffizienz erst möglich. Dabei haben wir die sich ständig ändernden und komplexer werdenden Rahmenbedingungen stets im Blick.
2009 wurde das Projekt RENT (Renewable Energies and New Technologies) durch die Rückversicherungsgruppe und MEAG ins Leben gerufen. Seitdem loten Experten der beiden Unternehmen gemeinsam mögliche Potenziale aus, die sich aus strategischen Investitionen in erneuerbare Energien und neue Technologien ergeben. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Bereich Energieerzeugung auf Basis nicht fossiler Energieträger. Dabei berücksichtigen wir vor allem die Themen Effizienzsteigerung und Energiespeicherung.

Bereits zum 1. Januar 2011 erwarben wir für einen vorläufigen Kaufpreis von rund 40 Millionen Euro 100 Prozent der stimmberechtigten Anteile an elf Windparkgesellschaften. Die Leistung dieser Windparks entspricht dem Jahresverbrauch von rund 42.000 Haushalten (bei einem Verbrauch von 3.500 kWh/Jahr). Rund 97.000 Tonnen CO2 können mit diesen Windkraftanlagen im Vergleich zur Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken eingespart werden.
Weitere Projekte stehen zur Prüfung an. Insgesamt ist für RENT in den nächsten zehn Jahren ein Gesamtinvestitionsvolumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro veranschlagt.

Mit dem Angebot verschiedener Versicherungs- und Kapitalanlagen ermöglicht es Munich Re ihren Kunden, ihr Geld nachhaltig anzulegen. Der MEAG-KlimaStrategie-Fonds enthält beispielsweise eine weltweite systematische Auswahl von Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit auf eine Emissionsreduktion zur Abschwächung des Klimawandels oder auf die Entwicklung abzielt.

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EN7
(8, 9)
Initiativen zur Verringerung des indirekten Energieverbrauchs und erzielte Einsparungen

Munich Re unternimmt verschiedene Anstrengungen, um den indirekten Energieverbrauch zu reduzieren. Beispielsweise werden Geschäftsreisen nach Möglichkeit durch Telefon- und Videokonferenzen ersetzt. An den Standorten München und Düsseldorf bieten wir unseren Mitarbeitern die Option, öffentliche Verkehrsmittel zu den ermäßigten Konditionen des so genannten Jobtickets zu nutzen. Und in der Mitarbeiterkantine verwenden wir bevorzugt regionale Produkte, die in einem Umkreis von 200 km produziert werden.

Für die Münchener Rück AG gilt eine Richtlinie, wonach beim Kauf von Firmenfahrzeugen auf deren Umweltfreundlichkeit geachtet werden muss. Die ERGO sensibilisiert ihre Mitarbeiter in Informationskampagnen für das Thema umweltfreundliches Fahren und bietet im Rahmen eines Pilotversuchs einen Spritspar-Fahrkurs an. Außerdem ist eine verstärkte Integration von Umweltthemen in Schulungen und Projekte geplant, um Bewusstsein und Motivation der Mitarbeiter zu stärken (z. B. durch Aktionen wie „Dienst statt Reisen“ oder „Mit dem Rad zur Arbeit“, Umwelttipps im Intranet, Online-Schulungen oder die Bildung von ERGO-Fahrgemeinschaften). Inwieweit die genannten, bisher umgesetzten Maßnahmen zu einer Senkung des indirekten Energieverbrauchs geführt haben, lässt sich nicht quantifizieren.
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EN8
(8)
Gesamtwasserentnahme, aufgeteilt nach Quellen

Gesamtwasserentnahme aufgeteilt nach Quellen: 828.217,17 m3
Regenwasser: 12.254,58 m3
Grund- und Oberflächenwasser: 2.918,68 m3
Leitungswasser. 813.043,92 m3
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EN9
(8)
Wasserquellen, die wesentlich von der Entnahme von Wasser betroffen sind

Die Unternehmen von Munich Re beziehen Wasser ausschließlich von lokalen Versorgern.
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EN10
(8, 9)
Anteil in Prozent und Gesamtvolumen an zurückgewonnenem und wiederverwendetem Wasser

Zu diesem Indikator werden keine konzernweiten Daten erhoben, da für ein Unternehmen der Versicherungsbranche von sehr geringer Relevanz.
Am Standort München wird Regenwasser gewonnen, das für die Toilettenspülung verwendet wird.
  partiell
EN11
(8)
Ort und Größe von Grundstücken in Schutzgebieten oder angrenzend an Schutzgebiete. Ort und Größe von Grundstücken in Gebieten mit hohem Biodiversitätswert außerhalb von Schutzgebieten oder daran angrenzend. Zu berücksichtigen sind Grundstücke, die im Eigentum der berichtenden Organisation stehen oder von dieser gepachtet oder verwaltet werden

Verglichen mit den Umweltauswirkungen eines produzierenden Unternehmens sind die direkten Auswirkungen eines Finanzdienstleisters wie Munich Re gering. Dennoch arbeiten wir laufend daran, unseren Verbrauch und unsere Emissionen zu reduzieren.
  nicht relevant
EN12
(8)
Beschreibung der wesentlichen Auswirkungen von Aktivitäten, Produkten und Dienstleistungen auf die Biodiversität in Schutzgebieten und in Gebieten mit hohem Biodiversitätswert außerhalb von » Schutzgebieten (PDF, 121 KB, englisch)

Mit dem Corporate-Responsibility-Leitbild und dem Verhaltenskodex verpflichtet sich Munich Re dazu, die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten.


Beispielsweise berücksichtigen wir in unserer Produktpolitik die Folgen des Klimawandels und andere Umweltveränderungen.
Damit wollen wir notwendige Bewusstseins- und Verhaltensänderungen bewirken. Der spezifische Bezug zum Thema Biodiversität besteht über die Haftpflichtversicherung. Munich Re engagiert sich dafür, über neue Deckungskonzepte die besonderen Risiken bei Biodiversitätsschäden zu adressieren und damit beispielsweise Präventionsmaßnahmen anzustoßen.

Download nicht relevant
EN13
(8)
Geschützte oder wiederhergestellte natürliche Lebensräume

Es werden keine Informationen hierzu erhoben, da dieses Thema für ein Unternehmen der Versicherungsbranche von sehr geringer Relevanz ist.
  nicht relevant
EN14
(8)
Strategien, laufende Maßnahmen und Zukunftspläne für das Management der Auswirkungen auf die Biodiversität

Munich Re hat keine entsprechende konzernweite Strategie.
  nicht relevant
EN15
(8)
Anzahl der Arten auf der Roten Liste der ICUN und auf nationalen Listen, die ihren natürlichen Lebensraum in Gebieten haben, die von der Geschäftstätigkeit der Organisation betroffen sind, aufgeteilt nach dem Bedrohungsgrad

Keine Informationen hierzu erhoben, da für ein Unternehmen der Versicherungsbranche von sehr geringer Relevanz.
  nicht relevant
EN16
(8)
Gesamte direkte und indirekte Treibhausgasemissionen nach Gewicht

Im Jahr 2009 umfassten die gesamten direkten und indirekten Treibhausgasemissionen 248.555 Tonnen CO2e (aus Primärenergieverbrauch, Strom, Fernwärme sowie Dienstwagen/Fuhrpark).
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EN17
(8)
Andere relevante Treibhausgasemissionen nach Gewicht

Im Jahr 2010 umfassten andere relevante Treibhausgasemissionen 30.022 Tonnen CO2e (aus Papierverbrauch, Wasserverbrauch, Abfall, Reisen).
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EN18
(7–9)
Initiativen zur Verringerung von Treibhausgasen und erzielte Ergebnisse

Konzernweit fokussieren wir unsere Umweltaktivitäten auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Auch deshalb haben wir 2007 für die Rückversicherung eine Klimaneutralitätsstrategie verabschiedet, die 2011 auf die gesamte Gruppe ausgedehnt wurde mit dem Ziel, diese bis 2015 klimaneutral zu stellen.

Munich Re (Rückversicherung) hat ihre Geschäftstätigkeiten am Standort München im Jahr 2009 klimaneutral gestellt. Bis 2012 folgt die gesamte internationale Rückversicherungsgruppe, bis 2015 die gesamte Gruppe. Dabei verfolgen wir eine vierstufige Strategie:

  1. Steigerung der Energieeffizienz.
  2. Bezug von Ökostrom anstatt eines herkömmlichen Energiemix.
  3. Investitionen in Projekte zur Förderung erneuerbarer Energien zum Ausgleich von Treibhausgasemissionen sowie zur Erzielung von Emissionsgutschriften.
  4. Kompensation von unvermeidbaren Emissionen durch den Kauf beziehungsweise die Stilllegung von Emissionszertifikaten.
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EN19
(8)
Emissionen von Ozon abbauenden Stoffen nach Gewicht

Die Verwendung von Ozon verringernden Substanzen stellt für uns kein wesentliches Problem dar. Diese könnten in unseren Klimaanlagen vorhanden sein, jedoch handelt es sich hier um geschlossene Systeme, deren Wartung mit der notwendigen Sorgfalt durchgeführt wird und eine Abgabe an die Umwelt verhindert. Zu diesem Indikator werden daher keine konzernweiten Daten erhoben. Wir fokussieren unsere konzernweiten Umweltaktivitäten auf die Reduzierung unserer Treibhausgasemissionen (vor allem CO2).
  nicht relevant
EN20
(8)
NOx, SOx und andere wesentliche Luftemissionen nach Art und Gewicht

Die Kontrollen unserer Umweltmanagementsysteme und Ansätze zur Reduzierung unserer Emissionen konzentrieren sich auf Treibhausgase. Da wir ein reines Dienstleistungsunternehmen sind, werden durch unsere Geschäftstätigkeit keine signifikanten NOx- oder SOx-Emissionen ausgestoßen oder sonstige wesentliche Luftverschmutzungen verursacht.
  nicht relevant
EN21
(8)
Gesamte Abwassereinleitungen nach Art und Einleitungsort

Zu diesem Indikator werden keine konzernweiten Daten erhoben. Wir schätzen, dass unsere gesamten Abwassereinleitungen unserer Wasserentnahme von etwa 927.190 Kubikmetern entsprechen. Die Ableitung erfolgt in kommunale Abwassernetze.
  partiell
EN22
(8)
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode

Im Jahr 2009 lag die Abfallmenge bei 16.575,8 Tonnen. Die Gesamtmenge des Abfalls teilt sich nach Entsorgungsmethode und Art des Abfalls wie folgt auf:

Gesamtgewicht des Abfalls 14.329,13 t
Reycling von (wertvollen) Materialien 10.015,65 t
Gefährlicher Abfall 34,48 t
Nicht gefährlicher Abfall 9.981,17 t
Verbrennung 1.803,78 t
Gefährlicher Abfall 1,40 t
Nicht gefährlicher Abfall 1.802,38 t
Deponie 1.101,85 t
Gefährlicher Abfall 0,00 t
Nicht gefährlicher Abfall 1.101,85 t
Sondermüll 146,50 t
Gefährlicher Abfall 7,44 t
Nicht gefährlicher Abfall 139,05 t
Sonstiger, nicht näher spezifizierter Abfall 40,43 t
Organischer Abfall 1.220,93 t
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EN23
(8)
Gesamtzahl und Volumen wesentlicher Freisetzungen

Im Berichtszeitraum sind keine gefährlichen Materialien in wesentlichem Umfang freigesetzt worden. In unserem Geschäftsbetrieb als Finanzdienstleister gehen wir nur in sehr geringem Umfang mit gefährlichen Materialien um. Wesentliche Freisetzungen sind daher unwahrscheinlich.
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EN24
(8)
Gewicht des transportierten, importierten, exportierten oder behandelten Abfalls, der gemäß den Bestimmungen des Baseler Übereinkommens, Anlage I, II, III und VIII, als gefährlich eingestuft wird, sowie Anteil in Prozent des zwischenstaatlich verbrachten Abfalls

Munich Re arbeitet mit zertifizierten Entsorgern zusammen, die eine ordnungsgemäße Verbringung und Aufbereitung der Abfälle garantieren.
  nicht relevant
EN25
(8)
Bezeichnung, Größe, Schutzstatus und Biodiversitätswert von Gewässern und damit verbundenen natürlichen Lebensräumen, die von den Abwassereinleitungen und dem Oberflächenabfluss der berichtenden Organisation erheblich betroffen sind

Die Ableitung unseres Abwassers erfolgt in öffentliche Abwassernetze. Daher gehen wir davon aus, dass unser Abwasser keine Auswirkungen auf die Biodiversität hat, die über die üblichen Belastungen aus der öffentlichen Abwasserentsorgung hinaus entstehen.
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EN26
(7–9)
Initiativen, um die Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen zu minimieren, und Ausmaß ihrer Auswirkungen

Durch innovative Versicherungslösungen befähigen wir unsere Kunden, nachhaltig zu investieren. Unser kontinuierlicher Einsatz gilt deshalb auch der Entwicklung innovativer Deckungskonzepte für neue und komplexe Risiken sowie integrierter Lösungen. Eine Vielzahl unserer Versicherungslösungen sowohl im Rück- als auch Erstversicherungsbereich tragen zu einer Minimierung der Umweltauswirkungen bei.


Für die Förderung und Entwicklung neuer, regenerativer Energien und die Verringerung der Treibhausgasemissionen setzt sich Munich Re bereits seit Jahren ein. Aus diesem Grund wurde 2009, gemeinsam mit der DESERTEC Foundation, eine ambitionierte Industrieinitiative ins Leben gerufen: die Dii GmbH. Die Idee hinter dieser Initiative ist, die benötigte Energie dort zu erzeugen, wo die regenerativen Ressourcen nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen, und diese dann in die Verbraucherländer zu transportieren.

Außerdem entwickeln spezialisierte Einheiten von Munich Re kontinuierlich innovative Versicherungslösungen, beispielsweise ein Versicherungskonzept zur Deckung des Fündigkeitsrisikos für ein Geothermieprojekt in Taufkirchen bei München. Die Betreiber des bereits bestehenden Biomasseheizkraftwerks wollten eine weitere Anlage bauen, welche die in tiefen Erdschichten vorhandene Energie nutzt, um Haushalte mit „grüner“ Wärme und Strom zu versorgen. Im November 2010 genehmigte der Gemeinderat das Projekt und die GeoEnergie Taufkirchen GmbH & Co. KG ließ die Bohrungen versichern – bei Munich Re. Der Vertrag über eine Versicherungssumme von 20 Millionen Euro umfasst die Absicherung für das erste Bohrloch mit der Option, auf bis zu maximal drei weitere Bohrungen zu erhöhen. Mit den Bohrarbeiten wurde mittlerweile begonnen.

Zu Beginn war das Produkt über neu hergestellte Kontakte bei Finanzinstituten, Maklern und Projektverantwortlichen bekannt gemacht worden. Derzeit prüft Munich Re das Vertriebspotenzial auf dem US-Markt und führt intensive Verhandlungen mit vier Projekten in den Bundesstaaten Nevada und Kalifornien.

2009 wurde durch die Rückversicherungsgruppe und MEAG außerdem das umfangreiche Projekt RENT (Renewable Energies and New Technologies) ins Leben gerufen. Seitdem loten Experten der beiden Unternehmen gemeinsam mögliche Potenziale aus, die sich aus strategischen Investitionen in erneuerbare Energien und neue Technologien ergeben. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Energieerzeugung auf Basis nicht fossiler Energieträger.

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EN27
(8, 9)
Anteil in Prozent der verkauften Produkte, bei denen das zugehörige Verpackungsmaterial zurückgenommen wurde, aufgeteilt nach Kategorie

Keine Angabe, da für ein Unternehmen der Versicherungsbranche nicht relevant.
  nicht relevant
EN28
(8)
Geldwert wesentlicher Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Rechtsvorschriften im Umweltbereich

Keine Angabe, da für ein Unternehmen der Versicherungsbranche kaum relevant.
  nicht beantwortet
EN29
(8)
Wesentliche Umweltauswirkungen, verursacht durch den Transport von Produkten und anderen Gütern und Materialien, die für die Geschäftstätigkeit der Organisation verwendet werden, sowie durch den Transport von Mitarbeitern

Im Jahr 2010 umfassten die Geschäftsreisen 339.911.177 Kilometer. Umweltauswirkungen durch Geschäftsreisen lassen sich in der Versicherungsbranche nicht vermeiden. Die Unternehmen von Munich Re sind global tätig und auf direkten Kundenkontakt angewiesen. Nach Möglichkeit werden interne Besprechungen durch Alternativen zum Reisen (Telefon-, Videokonferenzen) durchgeführt. Siehe auch die Beispiele zu EN 7.
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EN30
(7–9)
Gesamte Umweltschutzausgaben und -investitionen, aufgeschlüsselt nach der Art der Ausgaben und Investitionen

Eine Quantifizierung sehen wir als schwierig an, da Investitionen und Ausgaben nicht ausschließlich dem Aspekt Umweltschutz zugeordnet werden können.


Es fallen unter anderem Personalkosten für die Betreuung der Umweltmanagementsysteme an, des Weiteren für Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen der Gebäudetechnik, für die Mehrkosten von Ökostrom sowie für den Kauf von Emissionszertifikaten. Im Berichtszeitraum hat die Rückversicherungsgruppe von Munich Re etwa 60 Millionen Euro in Sonnen- sowie 130 Millionen Euro in Windenergieprojekte investiert. Weitere 60 Millionen Euro für Windenergieprojekte kamen durch ERGO Deutschland hinzu.

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Gesellschaftliche Leistungsindikatoren
GRI-Nr./
(GC*)
Leistungsindikator / Kurzbeantwortung Verlinkung Erfüllungs-
grad
  1. Arbeitspraxis und menschenwürdige Beschäftigung
Die Zahlen in der nachfolgenden Tabelle beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf 57 % (ohne ERGO-Außendienst) bzw. 66 % (inkl. ERGO-Außendienst) aller Munich Re Mitarbeiter weltweit (Abdeckungsgrad).
Die Mitarbeiter des zum 1. Mai 2009 neu etablierten Geschäftsfelds „Munich Health“ sind unter „Rückversicherung“ enthalten. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie in den » Mitarbeiterkennzahlen in der Rubrik „Daten & Fakten“.
LA
(1, 3, 6)
Managementansatz

Unsere Mitarbeiter sichern unseren Erfolg mit ihrer Kompetenz, ihrer Leistungsbereitschaft und ihrem Engagement. Daher investieren wir konsequent in ihre Förderung und bieten allen gleiche Chancen sowie erstklassige Arbeitsbedingungen.


Denn wir wollen die besten Mitarbeiter gewinnen und sie für das weltweite Geschäft mit Chancen und Risiken begeistern. Im Mittelpunkt unserer international ausgerichteten Personalarbeit steht der Mensch. Als erfolgreicher und geschätzter Arbeitgeber passen wir uns nicht nur den jeweiligen Bedingungen des Arbeitsmarktes an, sondern wissen auch, die sich wandelnden Bedürfnisse unserer Mitarbeiter zu berücksichtigen. Flexible Arbeitsmodelle, besondere Angebote für Mitarbeiter mit Kindern, Gesundheitsvorsorge und eine betriebliche Sozialberatung zeichnen Munich Re als Arbeitgeber aus. Gleichbehandlung ist für uns selbstverständlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur.

Der Vorstand hat Diversity zu einem strategischen Thema der Gruppe erklärt. Um dies zu unterstreichen hat Munich Re ein internationales Projekt mit einem international besetzten Lenkungsgremium gestartet mit der Aufgabe, gruppenweite Rahmenbedingungen und ein entsprechendes Diversity-Konzept zu formulieren. Ziel ist es, einen strategischen Rahmen zu schaffen, der für die gesamte Gruppe gelten soll. Das Rahmenwerk soll präzisieren, wie wir Diversity auf Gruppenebene strategisch definieren, und Empfehlungen aussprechen. Auch bei der ERGO wurde ein Diversity-Projekt gestartet, das ähnlich gelagert ist wie unser gruppenweites Projekt. Daraus werden wir sicher einen gemeinsamen Nutzen ziehen können. In der Internationalen Organisation gibt es bereits vielerorts Initiativen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So gibt es an einigen Standorten Mitarbeiter, die hauptsächlich von zu Hause arbeiten, andere wiederum gewähren Zuschüsse für Kinderbetreuung oder stellen Betreuungsplätze zur Verfügung. Darüber hinaus stehen den Mitarbeitern Unterstützungsprogramme zum Thema Work-Life-Balance oder Sozialberatung offen.

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LA1 Gesamtbelegschaft nach Beschäftigungsart, Arbeitsvertrag und Region

Zum Stichtag 31.12.2010 waren 46.915 Mitarbeiter bei Munich Re angestellt. 15.269 davon waren in der Rückversicherung (inklusive der Mitarbeiter des Geschäftsfeldes Munich Health), 30.887 in der Erstversicherung und 759 im Assetmanagement beschäftigt.

Mitarbeiter nach Arbeitsvertrag an den deutschen Standorten 2010:
Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen: 2,16 % (246 Mitarbeiter);
Mitarbeiter mit unbefristeten Arbeitsverträgen: 97,84 % (11.124 Mitarbeiter)

Mitarbeiter nach Beschäftigungsart bei Munich Re (Gruppe):
2010 waren 15 % (7.037) unserer Mitarbeiter teilzeitbeschäftigt.

Mitarbeiter nach Region in % in der Rückversicherung 2010:
Deutschland: 32,9 % (3.741)
Übriges Europa: 9,2 % (1.046)
Nordamerika: 50 % (5.685)
Lateinamerika: 1,2 % (136)
Asien und Australasien: 4,9 % (557)
Afrika, Naher und Mittlerer Osten: 1,8 % (205)

Mitarbeiter nach Region in % bei ERGO 2010:
Deutschland: 64,5 % (19.921)
Übriges Europa: 33,1 % (10.222)
Asien und Australasien: 2,3 % (720)

Mitarbeiter nach Region in % bei Munich Health 2010:
Deutschland: 2,9 % (113)
Übriges Europa: 60,9 % (2.374)
Nordamerika: 30,1 % (1.174)
Asien und Australasien: 0,7 % (27)
Afrika, Naher und Mittlerer Osten: 5,4 % (211)

Mitarbeiter nach Region in % bei MEAG 2010:
Deutschland: 99,6 % (756 )
Asien und Australasien: 0,4 % (3)

Die Zahlen sind dem Geschäftsbericht 2010 entnommen. Der Abdeckungsgrad beträgt hier 100 %.
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LA2
(6)
Mitarbeiterfluktuation insgesamt und als Prozentsatz aufgegliedert nach Altersgruppe, Geschlecht und Region

Im Jahr 2010 verzeichnete Munich Re einen Anstieg der Mitarbeiterzahl im Konzern. Dieser ist in erster Linie auf internationale Zukäufe in der Rückversicherungsgruppe zurückzuführen, zum Beispiel Windsor Health Group Inc., USA. Der gewichtete Durchschnitt der Fluktuationsraten liegt für 2010 bei 7,44 %.


Das Controlling der einzelnen Fluktuationsraten ist bei Munich Re eine dezentrale Aufgabe der jeweiligen Einheiten. Des weiteren beziehen sich die Fluktuationskategorien häufig auf lokale oder firmenspezifische Vorschriften. Munich Re nimmt deshalb keine Aggregierung der einzelnen Fluktuationsraten aus den dezentralen Einheiten vor.

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LA3 Betriebliche Leistungen, die nur Vollzeitbeschäftigten und nicht Mitarbeitern mit einem befristeten Arbeitsvertrag oder Teilzeitkräften gewährt werden, aufgeschlüsselt nach Betriebsstätten

Munich Re unterscheidet bei den betrieblichen Leistungen nicht zwischen Vollzeit- und Teilzeitmitarbeitern. Munich Re bietet ihren Mitarbeitern verschiedene betriebliche Leistungen. Art und Umfang der betrieblichen Leistungen werden dezentral von den einzelnen Unternehmen der Gruppe festgelegt.


Zusatzleistungen haben bei Munich Re eine lange Tradition und einen hohen Stellenwert: Sie sind Bestandteil des Gesamtvergütungskonzepts und zugleich Ausdruck der Unternehmenskultur.

Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit des Arbeitsplatzes werden ebenfalls dezentral festgelegt. Munich Re kooperiert an den deutschen Standorten mit zahlreichen Dienstleistern um ihren Angestellten eine ausgezeichnete Kinderbetreuung zu vermitteln. So erleichtern unternehmensnahe Kitas durch reservierte Plätze für Kinder von Mitarbeitern vor allem Frauen den Wiedereinstieg in qualifizierte Positionen. Zudem helfen firmenunabhängige Familienservices, individuelle Betreuungsangebote für Kinder und Angehörige zu vermitteln.

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LA4
(1, 3)
Prozentsatz der Mitarbeiter, die unter Kollektivvereinbarungen fallen

Munich Re (Rückversicherung) Deutschland: 93 %
ERGO Deutschland: 95 %
MEAG: 97 %

Eine Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft wird von uns nicht erfasst. Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG und die ERGO Versicherungsgruppe AG sind Mitglied im „Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland“ und damit an die entsprechenden Vereinbarungen zu Tarifverhandlungen gebunden. Es gelten gleiche Bedingungen für Gewerkschaftsmitglieder und Nicht-Gewerkschaftsmitglieder. Die Mitarbeiter werden durch den von ihnen gewählten Betriebsrat vertreten. Seit Juli 2007 gibt es zusätzlich zu den Einzelbetriebsräten einen Konzernbetriebsrat. Des weiteren sitzen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. In allen Verträgen mit Mitarbeitern (nicht gültig für leitende Angestellte) wird auf die tarifrechtlichen Vereinbarungen verwiesen. Wir erklären, dass die Tarifverträge Anwendung finden, unabhängig davon ob der Mitarbeiter Mitglied der Gewerkschaft ist. Munich Re ist dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten und unterstützt alle dort niedergelegten Prinzipien sowie insbesondere den Mitarbeitergrundsatz 3.
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LA5
(3)
Mitteilungsfrist(en) in Bezug auf wesentliche Veränderungen einschließlich der Information, ob diese Frist in Kollektivvereinbarungen festgelegt wurde

Im Falle von betrieblichen Veränderungen wird der Betriebsrat im Rahmen seines Rechts auf Unterrichtung rechtzeitig über geplante Vorhaben umfassend informiert, damit dieser auf das Ob, das Wann und Wie der geplanten Betriebsänderung Einfluss nehmen kann.

ERGO bietet ihren Mitarbeitern in Deutschland aktuell eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2012. Es bestehen Regelungen zur Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses sofern Mitarbeiter von einer Betriebsänderung (Wegfall von Stellen bzw. Umverteilung am selben Standort) betroffen sind. Darüber hinaus sind im Tarifvertrag längere als die gesetzlich geregelten Kündigungsfristen vorgesehen.
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LA6
(1)
Anteil der in Arbeitsschutzausschüssen vertretenen Belegschaft

Munich Re erfüllt die gesetzlichen Vorgaben gemäß dem Arbeitssicherheitsgesetz. Jede Gesellschaft hat einen eigenen Arbeitsschutzausschuss der paritätisch besetzt ist.
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LA7
(1)
Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie Summe der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region

Der Krankenstand in der Gruppe lag 2009 bei 4,17 %

Arbeitsunfälle werden nicht zentral erfasst. Als Finanzdienstleister ist das Risiko von Berufsunfällen und arbeitsbedingten Todesfällen sehr gering.
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LA8
(1)
Unterricht, Schulungen, Beratungsangebote, Vorsorge- und Risikokontrollprogramme, die Mitarbeiter, ihre Familien oder Gemeindemitglieder in Bezug auf ernste Krankheiten unterstützen.

In ihrer Verantwortung als Arbeitgeber unterstützen die Unternehmen von Munich Re ihre Mitarbeiter, ihre Gesundheit zu festigen und langfristig zu erhalten. Dazu werden alle gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz erfüllt und darüber hinaus zahlreiche Maßnahmen angeboten. Das vielfältige Angebot umfasst diverse Beratungs- und Trainingsprogramme zu Themen wie Stressmanagement oder ergonomisches Arbeiten.

Die Maßnahmen werden dezentral von den jeweiligen Gruppenunternehmen initiiert und gesteuert. Viele Standorte von Munich Re haben eigene Betriebsärzte. Sie informieren etwa über empfohlene Impfungen, Maßnahmen bei aktuellen Gesundheitsrisiken sowie die betriebliche Gesundheitsförderung und organisieren Erste Hilfe Maßnahmen. Mitarbeiter können freiwillig an umfassenden Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen, um Gesundheitsrisiken und Krankheiten bereits im Frühstadium zu erkennen. Die Betriebsärzte sind zuständig für die Überwachung des Arbeitsschutzes im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen und des Unfallschutzes. Die Arbeitsplatzinspektion, die Untersuchung von Arbeitsunfällen und die Information aller Mitarbeiter zu Maßnahmen des Arbeits- und Unfallschutzes gehört ebenso zu ihren Aufgaben wie die ärztliche Betreuung der Mitarbeiter in dringenden Fällen. Zudem leisten sie arbeitsmedizinische Beratung für die Leitung der Gesellschaft und die weiteren für Arbeitsschutz und Unfallverhütung Verantwortlichen. Für ERGO-Mitarbeiter werden während der Dienstzeiten Gesundheitsseminare organisiert.

2001 hat Munich Re München über die gesetzlichen Anforderungen hinaus einen Arbeitsschutzausschuss eingerichtet, der in das Risikomanagementsystem eingebettet ist: Neue Rückversicherungsmitarbeiter in München nehmen an einem zweitägigen Einführungskurs teil, der auch Informationen rund um das Thema Gesundheit enthält. Dienstreisende können an einem Sicherheitstraining teilnehmen; Broschüren wie "Gymnastik am Arbeitsplatz" sowie Rückenkurse sind ebenfalls verfügbar. Weitere Informationen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz finden sich im Intranet. Im Rahmen der Sozialberatung stehen den Mitarbeitern verschiedene Möglichkeiten zur Problembewältigung wie Stressmanagement, Konfliktlösung etc. offen. Die Büromöbel erfüllen höchste Ergonomie-Maßstäbe.

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LA9
(1)
Arbeitsschutzthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden.

Jede Gesellschaft stimmt Arbeitsschutzthemen mit der eigenen Arbeitnehmervertretung ab. Es gelten die gesetzlichen Regelungen.
  partiell
LA10 Durchschnittliche jährliche Stundenzahl pro Mitarbeiter und Mitarbeiterkategorie, die der Mitarbeiter aus- oder weitergebildet wurde

2010 betrug die durchschnittliche Zahl der Weiterbildungstage der Mitarbeiter von Munich Re (Gruppe) 3,36 Tage (3,52 in 2009).

Segmente
Rückversicherung: 3,37 (3,58 in 2009)
Erstversicherung: 3,46 (3,58 in 2009)
MEAG: 1,33 (1,66 in 2009)
Die durchschnittliche Stundenzahl pro Mitarbeiterkategorie wird in unserem Berichtswesen nicht erfasst.
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LA11 Programme für das Wissensmanagement und für lebenslanges Lernen, die die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter fördern und ihnen im Umgang mit dem Berufsausstieg helfen

Die Qualifizierung und Entwicklung unserer Mitarbeiter hat eine hohe Priorität für uns. Munich Re unterstützt den Ansatz des lebenslangen Lernens.


Wir bieten in jedem unserer Geschäftsfelder sowie bei der MEAG eine Vielzahl von Weiterbildungsmaßnahmen. In allen Geschäftsfeldern fördert Munich Re Schlüssel- und Fachqualifikationen ihrer Angestellten mithilfe zahlreicher fachlicher und persönlicher Schulungsmaßnahmen. Moderne E-Learning-Plattformen, auf die Mitarbeiter von Munich Re weltweit Zugriff haben, bieten eine zusätzliche Möglichkeit der Fortbildung.
In den unterschiedlichen Geschäftsfeldern, in denen Munich Re tätig ist, orientieren sich die Aktivitäten an einheitlichen Grundsätzen, es gibt jedoch lokale Handlungsspielräume. Wir unterstützen den Aufbau von Kompetenz und Exzellenz in den geschäftsspezifischen Funktionen mit Kompetenzprofilen, Curricula und nachhaltiger Qualitätssicherung. Auch die Karriereentwicklung unserer Fachexperten hat für uns zentrale Bedeutung. Bei Munich Re sind Entwicklungsziele ebenfalls Teil der regelmäßigen Beurteilungsgespräche.

Rückversicherung: Unsere Human Resources-Abteilung in München hat das Talentmanagement 2008 internationalisiert und die Förderungsmöglichkeiten weiter optimiert. Auf diese Weise können wir auf exzellente Talente zählen und weiterhin unsere leitenden Funktionen zu einem hohen Anteil aus den eigenen Reihen besetzen. In all ihren Geschäftsfeldern fördert Munich Re Schlüssel- und Fachqualifikationen ihrer Angestellten mithilfe zahlreicher Seminare, Coachings und Auslandsaufenthalte. Moderne E-Learning-Plattformen, auf die Mitarbeiter von Munich Re weltweit Zugriff haben, bieten eine zusätzliche Möglichkeit der Fortbildung. Mit neuen Karrieremöglichkeiten sowie einer gezielten Förderung von Führungs- und Fachlaufbahnen reagiert Munich Re auf veränderte Ansprüche von Arbeitnehmern. So unterstützt die Rückversicherung mit dem Programm Future Excellence in Leadership (FUEL) den Führungskräftenachwuchs und bereitet Talente in sogenannten Development Centers systematisch auf die Übernahme verantwortlicher Positionen im In- und Ausland vor. Darüber hinaus eröffnet Munich Re ihren Mitarbeitern Wege, Studium und Beruf intelligent zu verknüpfen. So wurde 2008 auf unsere Initiative hin in enger Zusammenarbeit mit der Munich School of Management der berufsbegleitende Studiengang „Executive Master of Science in Insurance“ ins Leben gerufen, den wir auch intensiv für die Entwicklung unserer Mitarbeiter nutzen. Darüber hinaus beteiligen wir uns bereits im 3. Jahrgang am Münchner Modell, einem ausbildungsintegrierten Studium in der Versicherungswirtschaft. Auch MEAG und ERGO unterstützen berufsbegleitende Studiengänge ihrer Mitarbeiter in Form von Kostenbeteiligung und Sonderurlaub, z. B. die Qualifizierung zum Chartered Financial Analyst (CFA) bei der MEAG.

Erstversicherung: Bei ERGO bereitet ein eigener Bereich Management Development leitende Angestellte auf die nächsthöhere Ebene vor. Auch ERGO verfügt über ein unternehmensweites, international ausgerichtetes Traineeprogramm, das wiederum als Pool für hochqualifizierte Arbeitskräfte genutzt wird. ERGO bereitet ihre Mitarbeiter berufsbegleitend in Kooperation mit anerkannten Anbietern wie der Universität Leipzig oder der Deutschen Versicherungsakademie durch relevante Studiengänge wie den Bachelor of Insurance Practice oder den MBA Insurance auf die Übernahme von qualifizierten Fachaufgaben vor.

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LA12 Prozentsatz der Mitarbeiter, die eine regelmäßige Leistungsbeurteilung und Entwicklungsplanung erhalten

In den unterschiedlichen Geschäftsfeldern, in denen Munich Re tätig ist, orientieren sich die Aktivitäten an einheitlichen Grundsätzen, es gibt jedoch lokale Handlungsspielräume. Leistungsbeurteilungen sind Teil von Munich Re's Performance Management System. Mitarbeiter und Führungskräfte legen Ziele fest, deren Erreichung regelmäßig überprüft wird. Entwicklungsziele sind ebenfalls Teil der regelmäßigen Beurteilungsgespräche.

Munich Re (Rückversicherung) Deutschland: 100 %
MEAG: 100 %

Zudem erhält ein Großteil der Mitarbeiter in den Außenstellen der Rückversicherung eine regelmäßige Leistungsbeurteilung. Daten hierzu werden bisher nicht international erhoben

Die ERGO-Gesellschaften hatten bislang unterschiedliche Prozesse und Richtlinien. Ab 2012 werden die Kompetenzerwartungen und Entwicklungsprozesse für alle Mitarbeiter einheitlich und verbindlich festgelegt, wie bereits zwischen Unternehmen und Betriebsrat vereinbart.
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LA13
(1, 6)
Zusammensetzung der leitenden Organe und Aufteilung der Mitarbeiter nach Kategorie hinsichtlich Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und anderen Indikatoren der Vielfalt

Die Diversität unserer Mitarbeiter ist wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur.
Der Frauenanteil bei Munich Re (Gruppe) betrug im Jahr 2009 49,87 %. Der Anteil der Frauen in Managementpositionen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 2009 beträgt er 23,37 %.

Anzahl der Mitarbeiter nach Alter bei Munich Re (Gruppe) im Jahr 2009:
Mitarbeiter unter 30 Jahre: 3.151
Mitarbeiter zwischen 30 und 50 Jahre: 17.668
Mitarbeiter über 50 Jahre: 6.070

In einigen Ländern in denen wir agieren, ist es gesetzlich nicht erlaubt, Mitarbeiter nach der Zugehörigkeit zu einer Minderheit zu befragen.
CR-PortalKonzerngeschäftsbericht 2010 (S. 60-63) partiell
LA14
(1, 6)
Lohnunterschiede nach Geschlecht

Die Richtlinien für unsere Gehaltsstrukturen orientieren sich nach Faktoren wie Qualifikation und Erfahrung unserer Mitarbeiter sowie den marktüblichen Gegebenheiten – und nicht nach dem Geschlecht. Munich Re hat ein transparentes und neutrales Gehaltssystem implementiert, das sich an der Leistung, Verantwortung und Erfahrung der Mitarbeiter orientiert. Nichtdiskriminierung und ethisch einwandfreies Verhalten sind fester Bestandteil unserer Verhaltenskodices, denen Sie weitere Informationen hierzu entnehmen können.
CR-Portal partiell
  2. Menschenrechte
HR
(1–6)
Managementansatz

Die Achtung der Menschenrechte ist für Munich Re selbstverständlich. Im August 2007 ist Munich Re dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten.

Dessen zehn Prinzipien stellen für uns wichtige Leitlinien unseres Handelns dar – die Prinzipien 1 und 2 beziehen sich explizit auf das Thema Menschenrechte. Wir haben zahlreiche Systeme und Maßnahmen implementiert, die unser Bekenntnis belegen.


Unser Verhaltenskodex legt fest, dass wir von unseren Mitarbeitern erwarten, die persönliche Würde, die Privatsphäre und die Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen zu achten. Wir tolerieren keine Diskriminierung (aufgrund von Alter, Geschlecht, Herkunft, Nationalität, politischer Meinung, Rasse, Religion oder Ähnlichem), sexuelle oder andere persönliche Belästigungen oder Beleidigungen. Wir dulden auch keine Nötigung oder Gewalt oder deren Androhung.
Im Januar 2008 hat der Vorstand von Munich Re für die Rückversicherung ein Reputational Risk Committee eingerichtet. Kernaufgabe ist es, die operativen Einheiten bei sensiblen Geschäftsentscheidungen zu beraten. Berücksichtigt werden ökologische, soziale und Corporate-Governance-Aspekte.
Als Mitglied der UNEP FI Insurance Working Group (IWG) setzen wir uns dafür ein, dass ökologische, soziale und Governance-Faktoren (ESG) im Versicherungsgeschäft stärker berücksichtigt werden.

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HR1
(1–6)
Prozentsatz und Gesamtzahl der wesentlichen Investitionsvereinbarungen, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder die unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden

Bei unseren Kapitalanlagen richten wir uns konzernweit nach den Principles for Responsible Investment (PRI) der Vereinten Nationen. Munich Re hat als erstes deutsches Unternehmen die Principles for Responsible Investment unterzeichnet und war maßgeblich an deren Ausarbeitung beteiligt.


In Anlehnung an die PRI legen unsere General Investment Guidelines fest, dass konzernweit 80 Prozent unserer eigenen Investments in Aktien und Anleihen Nachhaltigkeitskriterien entsprechen sollen. Menschenrechtsaspekte sind Teil dieser Kriterien.

Die MEAG bietet außerdem ihren Kunden drei Investment-Produkte, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen. Diese Nachhaltigkeitsfonds beinhalten als einen Aspekt auch Menschenrechtsklauseln und ermöglichen Kunden, nach dem Ansatz des sogenannten Socially Responsible Investing (SRI) zu investieren.

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HR2
(1–6)
Prozentsatz wesentlicher Zulieferer und Auftragnehmer, die unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden, und ergriffene Maßnahmen

Wir streben auch in der Beschaffung ein Gleichgewicht von ökonomischen sowie ökologischen und gesellschaftlich-sozialen Aspekten an – hierunter fallen ebenso Menschenrechtsaspekte.


Jeder neue oder neu verhandelte Rahmenvertrag von Munich Re (Rückversicherungsgruppe) mit Lieferanten und Dienstleistern enthält eine Corporate-Responsibility-Klausel, wonach Munich Re von ihren Geschäftspartnern die Einhaltung der zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen erwartet. 2010 vergab Central Procurement etwa 90 Prozent des Gesamtauftragsvolumens an deutsche Lieferanten, die im Rahmen der deutschen Gesetzgebung zur Einhaltung der Grundprinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsrechte und Korruptionsbekämpfung verpflichtet sind.

Für ERGO gilt: Ab einem Einkaufsvolumen von 1 Million € ist eine detaillierte Selbstauskunft des Anbieters erforderlich, in der unter anderem auch Umweltaspekte und Umweltzertifizierungen abgefragt werden.

CR-Portal partiell
HR3
(1–6)
Stunden, die Mitarbeiter insgesamt im Bereich von Firmenrichtlinien und Verfahrensanweisungen der Organisation, die sich auf Menschenrechtsaspekte beziehen und die für die Geschäftstätigkeit maßgeblich sind, geschult wurden, sowie Prozentsatz der geschulten Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft

Unser Verhaltenskodex bildet eine wichtige Richtschnur unseres Handels und beschreibt unser Werteverständnis. Der Kodex präzisiert unsere Vorstellungen von rechtlich einwandfreiem und an ethischen Grundsätzen orientiertem Verhalten.


Um ein optimales Ergebnis unseres Wertemanagements zu erreichen, bieten wir unseren Mitarbeitern Schulungsprogramme zum Verhaltenskodex. Seit Anfang 2010 steht allen Mitarbeitern der Rückversicherung ein entsprechendes E-Learning-Modul zur Verfügung. Damit haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, sich zu Fragen des korrekten Geschäftsgebarens zu informieren und ihren Wissensstand zu den im Verhaltenskodex geregelten Themen zu überprüfen. Bereits im Jahr 2009 hat auch ERGO ein E-Learning-Modul für leitende Angestellte eingeführt.

CR-Portal partiell
HR4
(1, 2, 6)
Gesamtzahl der Vorfälle von Diskriminierungen und ergriffene Maßnahmen

Die Gleichbehandlung beziehungsweise die Beseitigung von Diskriminierung ist bei Munich Re in Verhaltenskodizes festgeschrieben: Munich Re duldet keine Diskriminierungen – sei es aufgrund von Alter, Geschlecht, Herkunft, kultureller Identität, Religion, politischer Meinung oder vergleichbaren Kategorien. Die Verhaltenskodizes präzisieren unsere Vorstellungen von integren und ethisch einwandfreien Grundsätzen für unternehmerisches Handeln. An den deutschen Standorten von ERGO trägt zudem eine zentrale Gleichstellungsbeauftragte dafür Sorge, dass die Regeln hinreichende Beachtung finden. Die Erhebung von Vorfällen bezüglich Diskriminierungen und ergriffenen Maßnahmen erfolgt lokal. Es liegen keine Gruppendaten vor.
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HR5
(1–3)
Ermittelte Geschäftstätigkeiten, bei denen die Vereinigungsfreiheit oder das Recht zu Kollektivverhandlungen erheblich gefährdet sein könnten, sowie ergriffene Maßnahmen, um diese Rechte zu schützen

Im Berichtszeitraum wurden keine Geschäftstätigkeiten ermittelt, bei denen die Vereinigungsfreiheit oder das Recht zu Kollektivverhandlungen gefährdet wurden.


Durch den Beitritt zum Global Compact der Vereinten Nationen macht Munich Re zudem deutlich, dass das Recht auf Vereinigungsfreiheit und auf Kollektivverhandlungen gewahrt wird. Munich Re beachtet entsprechende Gesetze, die in den Ländern der jeweiligen Geschäftstätigkeit gelten.

Eine Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft wird von uns nicht erfasst. Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG und die ERGO Versicherungsgruppe AG sind Mitglied im „Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland“ und damit an die entsprechenden Vereinbarungen zu Tarifverhandlungen gebunden. Es gelten gleiche Bedingungen für Gewerkschaftsmitglieder und Nicht-Gewerkschaftsmitglieder. Die Mitarbeiter werden durch den von ihnen gewählten Betriebsrat vertreten. Seit Juli 2007 gibt es zusätzlich zu den Einzelbetriebsräten einen Konzernbetriebsrat. Des weiteren sitzen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. In allen Verträgen mit Mitarbeitern wird auf die tarifrechtlichen Vereinbarungen verwiesen. Wir erklären, dass die Tarifverträge Anwendung finden, unabhängig davon ob der Mitarbeiter Mitglied der Gewerkschaft ist.

CR-Portal partiell
HR6
(1, 2, 5)
Ermittelte Geschäftstätigkeiten, bei denen ein erhebliches Risiko auf Kinderarbeit besteht, und ergriffene Maßnahmen, um zur Abschaffung von Kinderarbeit beizutragen

Im Berichtszeitraum wurden keine Geschäftstätigkeiten ermittelt, bei denen ein erhebliches Risiko auf Kinderarbeit besteht. Aufgrund der Geschäftstätigkeit von Munich Re ist dieser Aspekt von geringer Relevanz, da wesentliche Einheiten des Konzerns in Ländern operieren, die das Thema gesetzlich geregelt haben. Durch den Beitritt zum Global Compact der Vereinten Nationen macht Munich Re dennoch deutlich, dass Kinderarbeit nicht toleriert wird.
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HR7
(1, 2, 4)
Ermittelte Geschäftstätigkeiten, bei denen ein erhebliches Risiko auf Zwangs- oder Pflichtarbeit besteht, und ergriffene Maßnahmen, um zur Abschaffung von Zwangs- und Pflichtarbeit beizutragen

Im Berichtszeitraum wurden keine Geschäftstätigkeiten ermittelt, bei denen ein erhebliches Risiko auf Zwangs- oder Pflichtarbeit besteht. Aufgrund der Geschäftstätigkeit von Munich Re ist dieser Aspekt von geringer Relevanz, da wesentliche Einheiten des Konzerns in Ländern operieren, die das Thema gesetzlich geregelt haben. Durch den Beitritt zum Global Compact der Vereinten Nationen macht Munich Re dennoch deutlich, dass Zwangsarbeit nicht toleriert wird.
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HR8
(1, 2)
Prozentsatz des Sicherheitspersonals, das im Hinblick auf die Richtlinien und Verfahrensanweisungen in Bezug auf Menschenrechtsaspekte, die für die Geschäftstätigkeit relevant sind, geschult wurde

Für das eigene Sicherheitspersonal gilt ebenfalls der Verhaltenskodex von Munich Re. Für extern angestellte Sicherheitskräfte gelten die Bedingungen der neuen Einkaufsrichtlinie, die festlegt, dass alle neuen Lieferanten- und Dienstleistungsverträge eine Corporate-Responsibility-Klausel, die auf dem Global Compact der Vereinten Nationen basiert, enthalten müssen.ibility-Klausel, die auf dem Global Compact der Vereinten Nationen basiert, enthalten müssen.
CR-Portal partiell
HR9
(1, 2)
Gesamtzahl der Vorfälle, in denen Rechte der Ureinwohner verletzt wurden, und ergriffene Maßnahmen

Im Berichtszeitraum wurden keine Geschäftstätigkeiten ermittelt, bei denen Rechte von Ureinwohnern verletzt wurden. Aufgrund der Geschäftstätigkeit von Munich Re ist dieser Aspekt von geringer Relevanz. Durch den Beitritt zum Global Compact der Vereinten Nationen macht Munich Re dennoch deutlich, dass derartige Geschäftstätigkeiten nicht toleriert werden.
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  3. Gesellschaft
SO
(10)
Managementansatz

Für uns als weltweit agierender Risikoträger ist vorausschauendes, vorsorgendes und verantwortungsbewusstes Handeln selbstverständlich. Dahingehend ist es unser Anspruch, ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Anforderungen in Einklang zu bringen. Unternehmensverantwortung ist daher Bestandteil unserer Konzernstrategieabteilung (Group Development), um sicherzustellen, dass wir sowohl im Geschäft als auch in der Zusammenarbeit mit der Gesellschaft diesem Anspruch gerecht werden.


So verfügt beispielsweise jedes Unternehmen der Gruppe Munich Re über ein effektives Anti-Fraud-Management. In einer entsprechenden Richtlinie dazu werden konkrete Aufgaben und Verantwortlichkeiten festgelegt, die bei der Vermeidung und Bekämpfung von Fraud, sprich Betrugsfällen, eine besondere Rolle spielen.
Die Prävention sowie die Bekämpfung von Korruption und Wirtschaftskriminalität sind uns ein großes Anliegen. Eine wichtige Richtschnur unseres Handelns bildet unser Verhaltenskodex. Der Kodex präzisiert unsere Vorstellungen von rechtlich einwandfreiem und an ethischen Grundsätzen orientiertem Verhalten und beschreibt unser Werteverständnis.
Unsere Unternehmensverantwortung tragen wir auch in die Gemeinschaften, in denen wir an unseren Standorten operieren. Schwerpunkte unseres gesellschaftlichen Engagements bilden die gezielte Förderung der Wissenschaft, die Unterstützung von sozial benachteiligten Jugendlichen sowie die Hilfe für in Not geratene Menschen. Daneben haben wir uns auch als Förderer von Kunst und Kultur etabliert. In der Erstversicherung setzen wir zusätzlich einen Schwerpunkt beim Thema Gesundheit. Eine zentrale Rolle nehmen unsere verschiedenen Stiftungen ein, die weltweit einen maßgeblichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.

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  Aspekt: Gemeinwesen
SO1 Art, Umfang und Wirksamkeit jedweder Programme und Verfahrensweisen, welche die Auswirkungen von Geschäftstätigkeiten auf das Gemeinwesen bewerten und regeln, einschließlich Beginn, Durchführung und Beendigung der Geschäftstätigkeit in einer Gemeinde oder Region

Dieser Indikator hat für Munich Re als Finanzdienstleister wenig Relevanz, da wir im Gegensatz zu anderen Branchen als Bürobetrieb mit unserer Geschäftstätigkeit nur vergleichsweise wenig Auswirkungen auf das Gemeinwesen haben.

Dennoch nimmt Munich Re an einer Arbeitsplattform der Bertelsmann Stiftung teil, die Forschungsarbeiten durchführt zum Thema “Messung von positiven Auswirkungen gesellschaftlichen Engagements und konzernweite Implementierung zielführender Instrumente". Die Arbeitsgruppe hat die sogenannte IOOI-Methode entwickelt, um Corporate Citizenship, also den Beitrag von Unternehmen zur Gestaltung des gesellschaftlichen Umfelds, zu planen und zu messen. Den Leitfaden, der 2010 veröffentlicht wurde, wollen wir künftig für entsprechende Messungen nutzen, ebenso wie die Empfehlungen der London Benchmarking Group (LBG). Mitgliedschaften werden von der Abteilung Corporate Responsibility des Zentralbereichs Group Development und den zuständigen Abteilungen jährlich auf ihre Effektivität unter Kosten-/Nutzenaspekten und ihre konkreten Erfolge hin bewertet. Gleiches gilt für Spenden und Förderaktivitäten im Rahmen des gesellschaftlichen Engagements. Erfasst werden dabei auch die Kosten für Corporate Citizenship (CC) sowie Informationen zu konkreten Projekten und Aktivitäten. Bis Ende 2011 wird ein Netzwerk eingerichtet, um den Kontakt und Austausch zwischen den verschiedenen Einheiten im Unternehmen zu fördern. Die Bewertung der geleisteten Arbeit und der Projekte ist auch bei der Münchener Rück Stiftung (MRS) ein wichtiges Element, genauso wie bei den drei weiteren Stiftungen, mit denen wir uns im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung bekennen. Der MRS-Stiftungsrat tagt zwei Mal jährlich, um die Qualität, Risiken und Chancen eines Projekts systematisch zu überwachen. Dabei stehen Erfolg und Nutzen eines Projekts im Vordergrund, gestützt auf sachkundige Berichterstattung und Bewertung. Alle Projekte werden einer regelmäßigen Prüfung unterzogen. Die jüngste Evaluierung der Stiftungsarbeit wurde von einem externen Expertenteam der Agentur AgenZ aus Frankfurt durchgeführt, die in ihrem Résumé erfolgreiche Arbeit und gute Fortschritte attestiert. Es kommt wesentlich darauf an, einzuschätzen, welche Wirkung Projekte haben und welche Verbesserungen möglich sind. Der Erfolg unseres gesellschaftlichen Engagements spiegelt sich in der steigenden Zahl von Anträgen und Anfragen, die für Unterstützungs- und Fördermaßnahmen, Kooperationen und Partnerschaften in CR-nahen Bereichen bei Munich Re eingehen.
  nicht relevant
  Aspekt: Korruption
SO2
(10)
Prozentzahl und Anzahl der Geschäfts-einheiten, die auf Korruptionsrisiken hin untersucht wurden

Die Bestandsaufnahmen sämtlicher Maßnahmen zur Vermeidung von Wirtschaftskriminalität in allen Unternehmensbereichen und Regionen ist fester Bestandteil des konzernweiten Risikokontrollsystems (IKS).
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SO3
(10)
Prozentsatz der Angestellten, die in der Antikorruptionspolitik und den Antikorruptionsverfahren der Organisation geschult wurden

Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig im Rahmen von Arbeitsanweisungen, Seminaren und Veranstaltungen zum Thema Anti-Korruption und Wirtschaftskriminalität informiert.


Das für die Rückversicherungsgruppe erarbeitete E-Learning-Modul zum Verhaltenskodex steht den Mitarbeitern nach einer inhaltlichen Erweiterung seit August 2010 zur Verfügung. Das Modul, das auf die bereits bestehenden Lernprogramme aufbaut, geht neben den Themenbereichen Anti-Korruption und Interessenskonflikte noch intensiver auf den Umgang mit Geschenken und Einladungen ein.

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SO4
(10)
In Reaktion auf Korruptionsvorfälle ergriffene Maßnahmen

2010 brachten wir die Weiterentwicklung unseres internen Risikokontrollsystems (IKS) größtenteils zum Abschluss. Das IKS ist ein weltweit einheitliches, über alle Risikodimensionen und Unternehmensbereiche hinweg integriertes System für das Management von operationellen Risiken, das die Anforderungen der Unternehmensführung im Konzern sowie die lokalen gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen erfüllt.


Die gruppenweite Verantwortung für das IKS obliegt dem Vorstand und ist organisatorisch dem Chief Risk Officer zugewiesen. Die inhaltliche Verantwortung tragen die Experten und Mitarbeiter der Fachbereiche, die auch die Risiko- und Kontrollbeurteilungen vorgenommen haben. Durch deren Einbindung haben wir innerhalb der Gruppe das einheitliche Risikoverständnis gestärkt sowie unser Risiko- und Kontrollbewusstsein in den operativen Abläufen deutlich geschärft (siehe Konzerngeschäftsbericht 2010, S. 119 ff).

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  Aspekt: Politik
SO5
(1–10)
Politische Positionen und Teilnahme an der politischen Willensbildung und am Lobbying

Um die entsprechenden Entwicklungen effektiver beobachten, bewerten und konstruktiv begleiten zu können sowie auf der politischen Ebene aktiv kommunizieren zu können, wurde im vergangenen Jahr in der Abteilung Group Legal die Einheit Governmental Affairs neu geschaffen. An den Standorten München, Berlin und jetzt auch in Brüssel koordiniert sie in einem die gesamte Munich Re umfassenden Prozess die relevanten Themenstellungen und entwickelt konzernweit gültige Positionierungen.

Ein Schwerpunkt der Lobbying-Aktivitäten von Munich Re liegt bei den Fragen der nationalen, europäischen und internationalen Gesetzgebung zur Versicherungsaufsicht. Des weiteren hat Munich Re eine Führungsrolle in Verbindung mit der Genfer Vereinigung übernommen. Ein Beispiel für unsere Aktivitäten in diesem Zusammenhang ist der Klimawandel: im Einklang mit unseren Nachhaltigkeitszielen und unserer langjährigen Expertise engagieren wir uns international bei wichtigen Aktivitäten. Munich Re ist ein anerkannter Partner politischer Entscheidungsträger und bringt ihr herausragendes Expertenwissen ein, um Mitigations- und Anpassungsmaßnahmen gegen den Klimawandel zu entwickeln.

Um die Risiken aus sich ändernden Naturgefahren und aus dem Klimawandel für unser Rückversicherungsgeschäft zu verstehen und aktiv zu managen, gründeten wir bereits 1974 den Bereich GeoRisikoForschung. Fortan haben wir dieses Fachwissen im Haus kontinuierlich erweitert und koordinieren seit 2008 alle Aktivitäten zum Klimawandel über das Corporate Climate Centre (CCC). Hierbei handelt es sich um ein Netzwerk von Mitarbeitern, die sich über alle Unternehmensbereiche hinweg mit den Folgen des Klimawandels beschäftigen. Zudem ist Munich Re Initiator der 2005 gegründeten Munich Climate Insurance Initiative (MCII) und seit 2008 Sponsor der MCII-Geschäftsstelle am Campus der United Nations University in Bonn. In der MCII haben sich Versicherer, Wissenschaftler und Nicht-Regierungsorganisationen zusammengefunden. Diese weit gefasste Gruppe eint das Ziel, für Entwicklungsländer ohne funktionierenden Versicherungsmarkt versicherungsnahe Lösungen für die zunehmenden Schäden aus wetterbedingten Naturkatastrophen zu entwickeln und umzusetzen. MCII fungiert bei den Post-Kioto-Verhandlungen offiziell als Berater. Auch bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen im Dezember 2009 war MCII dabei. Die Teilnahme an der UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung im Juni 2012 (Rio+20) ist ebenfalls vorgesehen.
  vollständig
SO6
(10)
Gesamtwert der Zuwendungen (Geldzuwendungen und Zuwendungen von Sachwerten) an Parteien, Politiker und damit verbundenen Einrichtungen, aufgelistet nach Ländern

Die Veröffentlichung von Zuwendungen wird derzeit untersucht. Aktuell werden solche Zuwendungen direkt von den jeweiligen Parteien öffentlich gemacht. (www.bundestag.de/bundestag/parteienfinanzierung/index.html). Tochtergesellschaften entscheiden eigenverantwortlich über ihr Spendenbudget. Eine Leitlinie mit detaillierten Regelungen wird 2011/2012 umgesetzt.
  partiell
  Aspekt: Wettbewerbswidriges Verhalten
SO7 Anzahl der Klagen, die aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- oder Monopolbildung erhoben wurden, und deren Ergebnisse

Die Einhaltung hoher ethischer und rechtlicher Standards ist für uns selbstverständlich. Aktuell läuft ein Verfahren gegen Munich Re sowie andere Rückversicherungsunternehmen in Spanien wegen einer potenziellen Verletzung von Wettbewerbsregeln.
  partiell
  Aspekt: Einhaltung der Gesetze
SO8 Wesentliche Bußgelder (Geldwert) und Anzahl nicht monetärer Strafen wegen Verstoßes gegen Rechtsvorschriften

Aus dem unter S07 genannten Verfahren könnte sich ein mögliches Bußgeld von 15 Millionen Euro ergeben.
  partiell
  4. Produktverantwortung
PR
(1, 8)
Managementansatz

Unser Kundenmanagement in Erst- und Rückversicherung steht für einheitlich hohe Qualitätsstandards gegenüber unseren Kunden, einen engen Kundenkontakt und beständigen Austausch. So gewährleisten wir einen hohen Grad an Kundenzufriedenheit und erhöhen die Bindung zu unseren Kunden.


Munich Re steht im Dialog mit dem Kunden, um Produkte, Dienstleistungen und Prozesse auf dessen Bedürfnisse auszurichten und so die in uns gesetzten Erwartungen als Qualitätsanbieter zu erfüllen. Jede Kundenanfrage beantworten wir mit dem gleichen Maß an Professionalität und Integrität – ein Zeichen unserer einheitlichen Standards im Kundenkontakt. Dabei behandeln wir Kundendaten selbstverständlich mit der gebotenen Vertraulichkeit. Die Erfassung von persönlichen Daten und die Weitergabe an Dritte erfolgt nur unter ausdrücklicher Zustimmung unserer Kunden.
Die Aktivitäten der Kundenberatung und -betreuung der Vertriebe im Bereich Erstversicherung werden darüber hinaus regelmäßig durch externe Unternehmen und mittels Kundenbefragungen überprüft und bewertet, Zertifikate und Serviceratings renommierter Institute bestätigen hierbei eine hohe Kundenzufriedenheit und bezeugen so die bedarfs- und kundengerechte Beratung durch unsere qualifizierten Vermittler. Die Kundenzufriedenheit ist zudem Steuerungsgröße und fester Bestandteil in der ERGO Balanced Scorecard für Vertrieb.

Wissenswertes zum Thema Kunden und Kundenzufriedenheit:
Munich Re hat in der Rück- und Erstversicherung unterschiedliche Kundenstämme. In beiden Segmenten spielt die Kundenzufriedenheit eine wichtige Rolle. So arbeitet die Rückversicherung weltweit mit mehr als 4.000 Firmenkunden aus über 160 Ländern zusammen. Unsere Erstversicherer im ERGO-Teilkonzern betreuen rund 40 Millionen überwiegend private Kunden in mehr als 30 Ländern Europas und Asiens. Das Geschäftsfeld Munich Health hat mehr als sechs Millionen Erstversicherungskunden und 400 Kunden in der Rückversicherung. Externe Auszeichnungen bestätigen uns, dass wir hier auf einem sehr guten Weg sind. Munich Re steht in der Erst- und Rückversicherung für große Kundennähe und einen offenen Dialog mit Kunden.
Bei allen Leistungen kommt dem Verbraucherschutz eine besondere Bedeutung zu. Unsere Kunden können darauf vertrauen, dass wir mit ihren Daten und Informationen sorgsam umgehen und die lokalen Datenschutzregelungen als Mindeststandards ansehen. Unsere Systeme erfüllen die aktuellen, strengen Vorgaben des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).
Mit der Klartextinitiative will die ERGO Versicherungsgruppe die Kommunikation mit den Kunden auf eine neue Grundlage stellen. Sie soll das Verstehen für den Kunden einfacher machen. Wenn Schriftstücke vom Kunden nicht richtig verstanden werden, ist dies oft der Auslöser für vermeidbare Unzufriedenheit mit dem Versicherungsunternehmen. Die Kriterien zu Inhalten, Form und Sprache der Kundenkommunikation dienen den Mitarbeitern als Orientierung und Checkliste. ERGO wird Texte mit einer speziellen Software auf Verständlichkeit prüfen und einen Mindeststandard festlegen, bevor sie in der Kommunikation eingesetzt werden.

  vollständig
  Aspekt: Kundengesundheit und -sicherheit
PR1
(1)
Etappen während der Lebensdauer eines Produkts oder der Dauer einer Dienstleistung, in denen untersucht wird, ob die Auswirkungen von Produkten und Dienstleistungen auf die Gesundheit und Sicherheit der Kunden verbessert werden können, und Prozentsatz der Produkt- und Dienstleistungskategorien, die entsprechend untersucht werden

Munich Re bietet keine physischen Produkte an. Direkte Gesundheits- und Sicherheitsrisiken können insofern nicht entstehen. Deshalb betrachten wir diesen Indikator für unsere Branche als nicht anwendbar.
  nicht relevant
PR2
(1)
Summe der Vorfälle, in denen Vorschriften und freiwillige Verhaltensregeln in Bezug auf Auswirkungen von Produkten und Dienstleistungen aus Gesundheit und Sicherheit nicht eingehalten wurden, dargestellt nach Art der Folgen

Munich Re bietet keine physischen Produkte an. Direkte Gesundheits- und Sicherheitsrisiken können insofern nicht entstehen. Deshalb betrachten wir diesen Indikator für unsere Branche als nicht anwendbar.
  nicht relevant
  Aspekt: Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen
PR3
(8)
Art der gesetzlich vorgeschriebenen Informationen über Produkte und Dienstleistungen und Prozentsatz der Produkte und Dienstleistungen, die solchen Informationspflichten unterliegen

Die gesamten Produkte und Dienstleistungen von Munich Re – beginnend bei der Produktentwicklung über den Vertrieb bis zum endgültigen Vertragsabschluss – unterliegen engmaschigen Qualitätssicherungen.


Wir legen Wert auf Transparenz und stellen die Leistungen und Konditionen unserer Produkte und Dienstleistungen allgemeinverständlich dar. Eine transparente und eindeutige Kommunikation über die gesetzlich geforderten Informationspflichten hinaus ist auch eines der Leistungsversprechen von ERGO. Alle offenen Fragen klären ihre zahlreichen Vermittler im persönlichen Gespräch.

Mit der Klartextinitiative will die ERGO Versicherungsgruppe die Kommunikation mit den Kunden auf eine neue Grundlage stellen. Sie soll das Verstehen für den Kunden einfacher machen. Wenn Schriftstücke vom Kunden nicht richtig verstanden werden, ist dies oft der Auslöser für vermeidbare Unzufriedenheit mit dem Versicherungsunternehmen. Die Kriterien zu Inhalten, Form und Sprache der Kundenkommunikation dienen den Mitarbeitern als Orientierung und Checkliste. ERGO wird Texte mit einer speziellen Software auf Verständlichkeit prüfen und einen Mindeststandard festlegen, bevor sie in der Kommunikation eingesetzt werden.

Zu einer verständlichen Kommunikation gehört, sich auf die wesentlichen Informationen für Kunden zu konzentrieren. Daher hat ERGO in einem ersten Schritt die Übersichtlichkeit der Versicherungsbedingungen für das Produkt der Privaten Haftpflichtversicherung deutlich verbessert. Mit der Verkürzung der Versicherungsbedingungen auf nur eine Seite erhält der Kunde alle notwendigen Informationen über Haftungsbedingungen über seinen Versicherungsschutz verständlich und übersichtlich aufbereitet. So weiß er genau, womit er im Schadenfall rechnen kann, denn nach diesen Bedingungen werden die Schäden reguliert. Bisher umfassen die Versicherungsbedingungen 30 Seiten. Die neuen Versicherungsbedingungen werden im Vertrieb seit dem 1. Juli 2011 verwendet. Die Überarbeitung der Versicherungsbedingungen für weitere Produkte, wie z.B. Hausrat, Wohngebäude, KFZ, Unfall und Risiko-Lebensversicherung, folgt im Laufe der nächsten Monate.

  partiell
PR4
(1)
Gesamtzahl der Vorfälle, in denen geltendes Recht und freiwillige Verhaltensregeln in Bezug auf Informationen über und Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen nicht eingehalten wurden, dargestellt nach Art der Folgen

  nicht berichtet
PR5 Praktiken im Zusammenhang mit Kundenzufriedenheit, einschließlich der Ergebnisse von Umfragen zur Kundenzufriedenheit

Munich Re steht in der Erst- und Rückversicherung für große Kundennähe und einen offenen Dialog mit Kunden.


Um das Firmenimage von Munich Re objektiv zu bewerten, führen wir regelmäßig entsprechende Messungen durch. So nehmen wir an den Flaspöhler-Studien – Flaspöhler Europe Non-Life Survey und Flaspöhler Europe Life Survey – teil, die alle zwei Jahre stattfinden. Für 2006, 2008 und 2010 haben wir Bestnoten erziehlt. In Umfragen wird die Inanspruchnahme von Rückversicherern ermittelt, wie sie bzw. ihre Produkte und Dienstleistungen wahrgenommen werden, und nach welchen Kriterien Rückversicherer ausgewählt werden. Daneben geht es auch um verwandte Themen wie Solvency II. Aus der Flaspöhler-Studie 2010, der größten Umfrage unter Rückversicherungskunden, ging Munich Re erneut als insgesamt bester Rückversicherer in Nichtleben und Leben hervor. Somit konnte Munich Re die Spitzenposition, wie in den Flaspöhler-Studien 2006 und 2008, behaupten. Zugleich wurde Munich Re von Flaspöhler mit dem Titel „Reinsurer of the Decade 2001–2010“ ausgezeichnet.

Seit 2007 wird die Kundenzufriedenheit bei ERGO durch ein externes Marktforschungsinstitut bewertet. Die Ergebnisse fließen in die Balanced Scorecard von ERGO ein. Das professionelle Kundenmanagement von ERGO wurde vom TÜV auf Service und Kundenzufriedenheit geprüft und mit „gut“ bewertet. Das Schadenmanagement ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert und wird durch regelmäßige Qualitätsprüfungen vor Ort, Schadenaudits und ein umfassendes Schadencontrolling flankiert. Der Kundenservice ist zentral gesteuert und koordiniert alle Unternehmen von ERGO nach gleichen Qualitätsstandards.

Imageanalysen für die ERGO Marken D.A.S, DKV, ERGO und ERGO Direkt werden alle zwei Jahre durchgeführt. 2011 erneut für die Marken ERGO und ERGO Direkt nach der neuen Imagekampagne. Für die Marken D.A.S und DKV sind demnächst neue Imageanalysen geplant, um die Imageveränderungen seit der letzten Analyse in 2009 zu evaluieren. Für diese Analysen werden sowohl Kunden und Markenexperten gleichermaßen in einer Kombination aus offenen und geschlossenen Fragen befragt.

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  Aspekt: Werbung
PR6 Programme zur Befolgung von Gesetzen, Standards und freiwilligen Verhaltensregeln in Bezug auf Werbung, einschließlich Anzeigen, Verkaufsförderung und Sponsoring

Die gesamten Produkte und Dienstleistungen von Munich Re – beginnend bei der Produktentwicklung über den Vertrieb bis zum endgültigen Vertragsabschluss – unterliegen engmaschigen Qualitätssicherungen.


Wir sehen es als unsere Pflicht an, die Preise und Konditionen unserer Produkte und Dienstleistungen allgemeinverständlich darzustellen und so für Transparenz zu sorgen. Dazu prüfen wir auch regelmäßig unsere Marketingaktivitäten und Werbemaßnahmen, um sicherzustellen, dass der Kunde uns versteht.

Munich Re hat mit seinem Code of Conduct einen bindenden Verhaltenskodex für relevante Aktivitäten und Prozesse eingeführt und damit verbindliche Standards und Verhaltensregeln gesetzt. Darunter fällt auch die Verpflichtung zu einem fairen und offenen Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und Kunden.

Das Institut für Transparenz in der Altersvorsorge GmbH (ITA) hat in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Verbrauchermagazin „Guter Rat“ einige ausgewählte Produkt-Informationsblätter zu Riester-Versicherungen auf ihre Verständlichkeit getestet. Das Produkt-Informationsblatt der ERGO Lebensversicherung ist nach Meinung der Experten am besten zu verstehen und wurde Testsieger.
Seit der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes im Jahr 2008 müssen Versicherungen ihren Kunden mit so genannten Produktinformationsblättern (PIB) alle wichtigen Informationen offenlegen. Das PIB fungiert als vereinfachte Übersetzung der Allgemeinen Versicherungsbedingungen und soll Kunden in die Lage versetzen, auf Anhieb zu verstehen, was sie unterschreiben.
Wie gut das bisher gelingt, hat das Institut für Transparenz in der Altersvorsorge GmbH (ITA) in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Verbrauchermagazin „Guter Rat“ bei Riester-Versicherungen getestet. Klartext sprechen demnach nur vier von insgesamt 13 Anbietern, deren Produktinformationsblätter das ITA unter die Lupe nahm. Mit 84,5 von maximal 100 erreichbaren Punkten schnitt das Produktinformationsblatt der ERGO Leben am besten ab und ist eindeutig Testsieger.

  vollständig
PR7 Gesamtzahl der Vorfälle, in denen Vorschriften und freiwillige Verhaltensregeln in Bezug auf Werbung, einschließlich Anzeigen, Verkaufs-förderung und Sponsoring, nicht eingehalten wurden, dargestellt nach Art der Folgen

  nicht berichtet
  Aspekt: Schutz der Kundendaten
PR8
(1)
Anzahl berechtigter Beschwerden in Bezug auf die Verletzung des Schutzes der Kundendaten und deren Verlust

  nicht berichtet
  Aspekt: Einhaltung von Gesetzesvorschriften
PR9 Höhe wesentlicher Bußgelder aufgrund von Verstößen gegen Gesetzesvorschriften in Bezug auf die Zurverfügungstellung und Verwendung von Produkten und Dienstleistungen

  nicht berichtet
Branchenspezifische Zusatzindikatoren
GRI-Nr./
(GC*)
Leistungsindikator / Kurzbeantwortung Verlinkung Erfüllungs-
grad
  Finanzsektorsepzifische Indikatoren/Financial Sector Supplement (FSSS)
FS1 Richtlinien mit ökologischen und sozialen Komponenten innerhalb des Kerngeschäfts

Für Erst- und Rückversicherer spielt die Einbeziehung und Quantifizierung von Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance-bezogene Aspekten und Risiken (kurz ESG-Themen) eine wichtige Rolle. Die Frage, wie sich Änderungsrisiken in den Long-Tail-Sparten, also Sparten mit langer Abwicklungsdauer, optimal managen lassen, ist für die Versicherungswirtschaft von zentraler Bedeutung. Wir analysieren genau, welche Trends, Georisiken und klimatischen Veränderungen die finanziellen Risiken beeinflussen. Da unser Risikowissen in die Geschäftsentwicklung einfließt, sind Risiken für uns immer auch Geschäftsmöglichkeiten. Bei der Produkt- und Marktentwicklung kommen Frühwarnsysteme zur Anwendung, die auch ESG-Risiken berücksichtigen. Experten in allen Abteilungen sorgen dafür, dass alle künftigen Risiken von Produkten erkannt werden.

Unser Verhaltenskodex und das Compliance-Handbuch enthalten Informationen über alle wichtigen Felder des korrekten Geschäftsgebarens in diesem Zusammenhang. In den Verhaltenskodizes aller Gruppenunternehmen von Munich Re sind ESG-Kriterien festgelegt. Wir haben auch ein neues Mission-Statement zu Corporate Responsibility. Im Rahmen einer geschärften CR-Strategie orientieren wir uns an den Inhalten der PSI (Principles for Sustainable Insurance) für einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz im Versicherungsgeschäft, um ein strukturierteres Konzept zur stärkeren Integration von Corporate Responsibility ins Geschäft zu entwickeln indem wir den ESG-Kriterien, die derzeit verstärkt im Ausschuss für Reputationsrisiken (Reputational Risk Committee) und beim Corporate Climate Centre (CCC) diskutiert werden, mehr Raum zu geben. Dieser Prozess wird von der Abteilung Corporate Responsibility gesteuert. Beispielhaft ist hier die Ausarbeitung einer neuen unternehmensweiten Leitlinie in Bezug auf geächtete Waffen zu nennen. Als Unterzeichner der UN-Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investment (PRI) investieren wir 80 Prozent unserer Kapitalanlagen in nachhaltige Investments. Wir sind davon überzeugt, dass die Berücksichtigung von ESG-Kriterien neue Impulse und Geschäftsmöglichkeiten bietet, z. B. RENT.


Im August 2007 ist Munich Re dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten. Dessen zehn Prinzipien stellen für Munich Re wichtige Leitlinien des Handels dar. Im April 2006 hat Munich Re die Principles for Responsible Investment (PRI) der Vereinten Nationen unterzeichnet. Als Mitglied der UNEP FI Insurance Working Group (IWG) setzen wir uns dafür ein, dass ökologische, soziale und Governance-Faktoren (ESG) im Versicherungsgeschäft stärker berücksichtigt werden. Wir sind deshalb in der PSI-Arbeitsgruppe aktiv und führen dort den Vorsitz. Unsere General Investment Guidelines sehen vor, dass 80 % der Investments in Aktien und Anleihen Nachhaltigkeitskriterien entsprechen sollen.

Risikothemen der gesamten Gruppe werden im Group Risk Committee behandelt. Dies beinhaltet die Früherkennung von Themen, die von konzernweiter Bedeutung sind oder ein übergreifendes Risiko darstellen. Darunter fallen sowohl Reputationsrisiken sowie neu auftretende Risiken.
In den Geschäftsfeldern werden diese übergeordneten Organe mit weiteren Strukturen und Organisationseinheiten ergänzt, beispielsweise durch das RRC (Reputational Risk Committee, siehe FS2) oder den Emerging Risk Think Tank (siehe FS2) innerhalb der Rückversicherung.
Spezielle Umweltrichtlinien spielen bei unserer konzernweit geltenden Strategie im Bereich Umweltschutz eine wichtige Rolle.

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FS2 Verfahren zur Erkennung und Bewertung ökologischer und sozialer Risiken im Kerngeschäft

Bei der Produkt- und Marktentwicklung kommen Risikofrühwarnsysteme zur Anwendung. Dabei werden auch ESG-Risiken berücksichtigt. Experten in allen Abteilungen sorgen dafür, dass künftige Risiken für die jeweiligen Produkte erkannt werden. Dem Global Underwriting and Risk Committee (GURC) obliegt die Verantwortung für die Einrichtung und laufende Durchführung eines angemessenen Risikomanagementprozesses im Geschäftsfeld Rückversicherung, um zu gewährleisten, dass Risiken quantifiziert und bewusst eingegangen werden, und dass genügend Kapital zur Abdeckung aller wesentlichen Risiken in diesem Geschäftsfeld vorhanden ist (siehe Anlagen).
Ein zentraler Bestandteil unseres unternehmensweiten Risikomanagements ist die Identifizierung zukünftiger ESG-Risiken für unser Kerngeschäft. Wir analysieren und überwachen unsere Märkte deshalb auch im Hinblick auf diese Risiken.


Unser Unternehmen verfügt über definierte Systeme zur Identifikation von ESG-Risiken, die durch Konzernfunktionen gesteuert beziehungsweise überwacht werden.

Weitere Einheiten bzw. Gremien, die auf die Früherkennung von ESG-Risiken spezialisiert sind:

  • Seit 2008 unterstützt das Reputational Risk Committee (RRC) alle Einheiten von Munich Re. Kernaufgabe des RRC ist es, die operativen Einheiten bei sensiblen Geschäftsentscheidungen zu beraten, die Auswirkungen auf den Ruf der Gesellschaft haben könnten. Dabei geht es darum, sich mit der ethischen Vertretbarkeit eines Geschäfts auseinanderzusetzen. Koordinator des RRC ist der Compliance Officer.
  • Emerging Risks Think Tank: Der Schwerpunkt liegt auf den sogenannten Emerging Risks, also Risiken, die entstehen, weil sich Rahmenbedingungen (etwa rechtliche, soziopolitische oder naturwissenschaftlich-technische) ändern, und die deshalb noch nicht erfasste oder nicht erkannte Auswirkungen auf unser Portfolio haben können. Das übergreifende Gremium identifiziert Trends und schwache Signale auf vielfältige Weise, etwa mithilfe einer systematischen Trendforschung unter Einsatz des Knowledge-Managements oder durch regelmäßige strukturierte Abfragen. Um Emerging Risks zu verstehen, betrachtet eine Gruppe von Experten die Themen aus verschiedenen Blickwinkeln. Sie leiten denkbare Szenarien ab und analysieren deren mögliche Auswirkungen auf Munich Re. Dabei geht es um Interdependenzen zwischen unterschiedlichen Risiken sowie um weitergehende Aspekte, die auch indirekt mit den Emerging Risks zusammenhängen. Kooperationen mit externen Partnern ergänzen das interne Frühwarnsystem.
  • 2007 richtete Munich Re das Corporate Climate Centre (CCC) ein. Es dient als Bindeglied zwischen geowissenschaftlicher Forschung und operativem Geschäft. Ziel ist es, das Expertenwissen an die Underwriter und Kunden der Gruppe weiterzugeben und sie bei der Quantifizierung und beim Risikomanagement von Naturgefahren zu unterstützen. Das CCC besteht aus einem fachübergreifenden Expertenteam und befasst sich mit folgenden Aufgaben: Risikomessung/Risikomanagement, Geschäfts-/Produktentwicklung und Asset-Management.
  • Die Einheiten Group Development und Economic Research befassen sich nicht nur mit klassischer Volkswirtschaft und Research sondern auch mit der Analyse von gesellschaftlichen, politischen, umweltbezogenen und technologischen Megatrends, einschließlich Reputationsrisiken, potenziellen Störentwicklungen und deren künftigen Einflüssen auf das Geschäft der Gruppe.
  • Die Abteilung Corporate Responsibility kümmert sich um die systematische Berücksichtigung von ESG-Faktoren in unserem Geschäft. Ein erstes konkretes Beispiel ist die Entwicklung einer Leitlinie in Bezug auf Firmen, die geächtete Waffen produzieren oder damit handeln.
  • Als Mitglied der UNEP FI Insurance Working Group haben wir den Vorsitz in der PSI-Arbeitsgruppe (Principles for Sustainable Insurance) übernommen und setzen uns dafür ein, dass ESG-Faktoren im Versicherungsgeschäft stärker berücksichtigt werden.
  • Um die Entwicklung erneuerbarer Energien voranzutreiben, bringt Munich Re Knowhow und Leistungen wie Risk Mapping in innovative Versicherungslösungen ein (z. B. Leistungsgarantien für die Hersteller von Wind- und Solarparks oder die Übernahme des Fündigkeitsrisikos bei geothermischen Bohrungen), da die Nutzung von Wind, Sonne und Geothermie mit schwer kalkulierbaren unternehmerischen Risiken verbunden ist.
  • In speziellen Kompetenzzentren z. B. für Nanotechnologie oder Biowissenschaften entwickeln unsere Experten anhand von systematischen Analysen und Prognosen Lösungen für neue Risiken. Ob Naturkatastrophen, die unsere immer stärker vernetzten Volkswirtschaften bedrohen, ob demografische Veränderungen oder neue Krankheitsbilder – auf allen diesen Gebieten bringen wir unser Knowhow und Risikomanagement aktiv ein. Die Einheit Risk, Liability and Insurance ist für Langzeitrisiken, Änderungsrisiken, vom Menschen verursachte Katastrophen, Grundsatzfragen des Haftungs- und Versicherungsrechts sowie gesellschaftliche Einflüsse auf Haftung und Versicherung zuständig.
  • 2010 brachten wir die Weiterentwicklung unseres internen Risikokontrollsystems (IKS) größtenteils zum Abschluss. Das IKS ist ein weltweit einheitliches, über alle Risikodimensionen und Unternehmensbereiche hinweg integriertes System für das Management von operationellen Risiken, das die Anforderungen der Unternehmensführung im Konzern sowie die lokalen gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen erfüllt.

Die gruppenweite Verantwortung für das IKS obliegt dem Vorstand und ist organisatorisch dem Chief Risk Officer zugewiesen. Die inhaltliche Verantwortung tragen die Experten und Mitarbeiter der Fachbereiche, die auch die Risiko- und Kontrollbeurteilungen vorgenommen haben. Durch deren Einbindung haben wir innerhalb der Gruppe das einheitliche Risikoverständnis gestärkt sowie unser Risiko- und Kontrollbewusstsein in den operativen Abläufen deutlich geschärft.

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FS3 Kontrollprozesse auf Kundenseite bezüglich Einhaltung ökologischer und sozialer Anforderungen in Verträgen und Transaktionen

Die Berücksichtigung von ökologischen, sozialen und Governance-Kriterien in unserer Risikoeinschätzung zeigt sich in einem umfassenden Risikomanagement, das von unserer IKS-Strategie unterstützt wird. Die umfassende Risikoanalyse ist zentraler Bestandteil, um das Risikoprofil des Kunden zu bewerten.

Zu unserem Kerngeschäft gehört die Überprüfung der gezeichneten Risiken innerhalb der jährlichen Vertragserneuerung. Dieser Prozess hat die Neubewertung und Überarbeitung der Rückversicherungsverträge zum Ziel und beinhaltet je nach Vertrag mit den Kunden spezifische ökologische, soziale und politische Faktoren.

Die MEAG, der Vermögensmanager von Munich Re und ERGO, hat derzeit Werte in Höhe von rund 200 Milliarden Euro im Portfolio. Eine solche Kapitalanlage bedeutet ein großes Maß an Verantwortung, die wir sehr ernst nehmen und entsprechend kontrollieren. Deshalb hat ein striktes Risikomanagement als Teil unserer Anlagestrategie oberste Priorität. Diese orientiert sich streng an den Vorgaben des Asset Liability Management und einem konsequenten Risikomanagement.

Als Unterzeichner der PRI haben wir bereits 2002 festgelegt, dass unsere Investments in Aktien und Anleihen Nachhaltigkeitskriterien erfüllen müssen. 2005 haben wir diese Anforderung in unseren konzernweit verbindlichen General Investment Guidelines (GIG) konkretisiert und auf den Bereich Staatsanleihen erweitert. Seitdem legen wir konzernweit 80 Prozent des Marktwerts dieser Kapitalanlagen in Werte an, die in anerkannten Nachhaltigkeitsindizes wie dem Dow Jones Sustainability Index vertreten sind.

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FS4 Weiterbildung von Mitarbeitern zu ökologischen und sozialen Richtlinien und Prozessen

Wir stellen die CR-Strategie und -Aktivitäten im Konzern im Rahmen von verschiedenen Formaten und Veranstaltungen vor, unter anderem beim Einführungskurs für neue Mitarbeiter, in der Ausbildung unserer Trainees und Azubis, aber auch auf Managementebene in der Rück- und Erstversicherung.


Intern etablierte Netzwerke zu zentralen Funktionen (zum Beispiel Human Resources) gewährleisten einen ständigen Austausch zu CR und eine Analyse der wesentlichen Handlungsfelder. Regelmäßige Workshops ermöglichen den Wissenstransfer mit Abteilungen im gesamten Konzern und tragen damit zum Wissensaustausch und zur Weiterentwicklung von CR-Themen bei.

Eine zentrale Richtschnur unseres Handelns bildet unser Verhaltenskodex. Jeder Mitarbeiter erhält bei seiner Einstellung diesen Kodex zusammen mit dem Arbeits- beziehungsweise Einstellungsvertrag. Der Kodex präzisiert unsere Vorstellungen von rechtlich einwandfreiem und an ethischen Grundsätzen orientiertem Verhalten und beschreibt unser Werteverständnis. Diese Verhaltenskodizes enthalten verbindliche Regeln für alle Mitarbeiter, insbesondere auch zum Schutz unserer Umwelt im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sowie für den Umgang mit Interessenkonflikten und Diskriminierung. Sie werden kontinuierlich aktualisiert und sind jedem Mitarbeiter im Intranet frei zugänglich. Ein Begleitschreiben des CEO vom Juli 2006 (auch im Intranet öffentlich hinterlegt) bekräftigt die Bedeutung des Verhaltenskodex. Wichtige Änderungen der Verhaltenskodizes werden an die Mitarbeiter kommuniziert.

Unsere Mitarbeiter im Assetmanagement werden in CR im Kapitalanlageprozess durch Workshops und Arbeitsgruppen geschult. Zudem findet ein regelmäßiger Austausch mit externen Experten zu Socially Responsible Investment (SRI) und Principles for Responsible Investment (PRI) statt. Die zuständigen Teams setzen sich intensiv mit diesen Themen auseinander, stehen Rede und Antwort nach innen und außen, betreiben Forschung, bilden sich entsprechend weiter und sprechen diese ESG-Kriterien in Diskussionen mit den Unternehmen, in die Munich Re investiert hat, an.

Ein im Intranet kommuniziertes Umwelthandbuch dient dazu, das Umweltmanagementsystem von Munich Re zu beschreiben und mit seinen zentralen Regelungen und Richtlinien zu dokumentieren. Es stellt damit eine überprüfbare Grundlage für die weitere Fortentwicklung des Umweltmanagementsystems dar. Das Umwelthandbuch regelt die Behandlung und Bearbeitung umwelt- und sicherheitsrelevanter Aspekte, die in allen Prozessen und Abläufen zu berücksichtigen sind. Bezogen auf die Einhaltung und Zweckmäßigkeit der im Umwelthandbuch festgelegten Regelungen wird das Umweltmanagementsystem regelmäßig aktualisiert und in Bezug auf seine Anwendbarkeit und seinen Nutzen bewertet.

Im Rahmen des Umweltmanagementsystems werden Training, Kommunikation und Kontrollen durchgeführt. Munich Re setzt im Umweltprogramm jährliche Zielvorgaben und dokumentiert deren Umsetzung und Erfüllung. Des Weiteren finden Schulungen für die kontinuierliche Förderung von fachlichen und persönlichen Qualifikationen statt. Jährlich werden interne Revisionen durchgeführt, um das wesentliche Ausmaß und die Gesichtspunkte des Umweltmanagements zu erfassen.

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FS5 Dialog mit Kunden/Investoren/Geschäftspartnern bezüglich ökologischer und sozialer Risiken und Chancen

Munich Re legt größten Wert auf einen offenen Dialog mit ihren Stakeholdern. Dazu gehören vor allem unsere Kunden aus der Erst- wie Rückversicherung, die Medien, die Öffentlichkeit, unsere Mitarbeiter und die Akteure auf dem Kapitalmarkt.


Im Rückversicherungsgeschäft stehen individuelle Produkte im Mittelpunkt. Jeder Vertrag wird auf Basis des kundenspezifischen fakultativen Risikos ausgestaltet. Daraus resultiert eine sehr enge Geschäftsbeziehung mit unseren Kunden.
Unser Erfolg in diesem Bereich wird durch externe Bestätigungen belegt: Aus der Flaspöhler-Studie 2010, der größten Umfrage unter Rückversicherungskunden, geht hervor, dass wir der weltweit „Best Overall“-Rückversicherer sind. Insgesamt mehrere Hundert Kunden aus 42 Ländern weltweit sehen Munich Re als Nummer 1 der Branche. Zugleich wurde Munich Re von Flaspöhler mit dem Titel „Reinsurer of the Decade 2001–2010“ ausgezeichnet.

20 Millionen Kunden in Deutschland und über 40 Millionen Kunden in Europa vertrauen auf die Produkte und Dienstleistungen von ERGO. Kundenzufriedenheit und professionelles Beschwerdemanagement sind ein zentraler Schwerpunkt unserer kundenorientierten Arbeit.
Seit 2007 lässt ERGO die Zufriedenheit ihrer Kunden von einem externen Marktforschungsinstitut erheben. Die Ergebnisse der Kundenbefragung werden in der Balanced Scorecard berücksichtigt. Das professionelle Kundenmanagement von ERGO wurde vom TÜV auf Service und Kundenzufriedenheit geprüft und mit „gut“ bewertet.
Intensiv tauschen wir uns mit Investoren und Analysten aus. Auf Roadshows und in persönlichen Gesprächen steht unser Management Rede und Antwort und informiert ausführlich über die Strategie und das Geschäftsmodell von Munich Re.

Munich Re erreicht in allen wichtigen Nachhaltigkeits- und SRI-Ratings (z.B. oekom) gute bis sehr gute Ergebnisse und ist zugleich in allen relvanten internationalen Indizes (DJSI und FTSE4Good) gelistet.

Unser Geschäft ist untrennbar mit ökologischen Aspekten verbunden. Denn von den Auswirkungen der Umweltveränderungen sind wir direkt betroffen, etwa durch die wachsende Zahl und stärkere Intensität wetterbedingter Naturkatastrophen. Ein besonderer Schwerpunkt unseres Engagements liegt daher auf dem Klimaschutz: Munich Re bringt ihr Fachwissen seit vielen Jahren in zahlreiche Organisationen und Verbände ein, die sich mit dem globalen Klimawandel beschäftigen. Seit über 35 Jahren analysieren wir dessen Zusammenhänge und tragen dazu bei, seinen Auswirkungen entgegenzusteuern.

Ein wichtiger Faktor innerhalb der Umsetzung der Principles for Responsible Investment (PRI) der Vereinten Nationen ist die Kommunikation mit externen Partnern: Wir kommunizieren unsere Investmentkriterien, die Nachhaltigkeit berücksichtigen, und sprechen diese im Dialog mit den Unternehmen an. Zudem fordern wir mit Blick auf unsere nachhaltigen Investitionskriterien bei den Fonds MEAG Nachhaltigkeit, MEAG KlimaStrategie und MEAG FairReturn von Unternehmen entsprechende Informationen. Insgesamt verstärken wir die Kommunikation zu den PRI-Prinzipien, unter anderem mit Publikationen in der Finanzpresse sowie durch Teilnahme an Vorträgen und Kongressen zum Thema Nachhaltigkeit.
Dialog mit Kunden, Investoren und Geschäftspartnern heißt für uns auch, dass wir im Rahmen unserer CR-Aktivitäten Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen, in der wir leben und arbeiten. Schwerpunkte unseres gesellschaftlichen Engagements bilden die gezielte Förderung der Wissenschaft, die Unterstützung von sozial benachteiligten Jugendlichen sowie die Hilfe für in Not geratene Menschen. Daneben haben wir uns auch als Förderer von Kunst und Kultur etabliert. Eine zentrale Rolle nehmen unsere verschiedenen Stiftungen ein, die weltweit einen maßgeblichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.

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FS6 Anteil des Portfolios für Geschäftsbereiche nach Region, Größe und Sektor

Gebuchte Bruttobeiträge: 45.541 Mio. €

Rückversicherung: 23.602 Mio. €
Lebens- und Krankenversicherung: 7.901 Mio. €
Schaden- und Unfallversicherung: 15.701 Mio. €

Erstversicherung: 17.481 Mio. €
Krankenversicherung: 6.484 Mio. €
Schaden- und Unfallversicherung: 5.499 Mio. €

Konsolidierung: -682 Mio. €

Deutschland: 14.764 Mio. €
Übriges Europa: 12.433 Mio. €
Nordamerika: 12.061 Mio. €
Asien und Australasien: 4.210 Mio. €
Afrika, Naher und Mittlerer Osten: 916 Mio. €
Lateinamerika: 1.157 Mio. €
Konzerngeschäftsbericht 2010/Konzernabschluss u. Konzernanhang (S. 182 ff.) vollständig
FS7 Geldwert von Produkten und Dienstleistungen mit sozialem Nutzen

Unsere General Investment Guidelines legen fest, dass 80% unserer eigenen Investments in Aktien und Anleihen Nachhaltigkeits-Kriterien entsprechen sollen. Unter diesen CR-Kriterien befinden sich auch Human Rights Aspekte.
Unser Assetmanager MEAG bietet drei nachhaltige Investmentfonds für Drittkunden an: MEAG Nachhaltigkeit, MEAG KlimaStrategie und MEAG FairReturn. Ihr Fondsvolumen beläuft sich per 31.07.2010 auf insgesamt 74,58 Mio. EUR.
  partiell
FS8 Geldwert von Produkten und Dienstleistungen mit ökologischem Nutzen

Unsere General Investment Guidelines legen fest, dass 80 Prozent unserer eigenen Investments in Aktien und Anleihen Nachhaltigkeitskriterien entsprechen sollen.
  partiell
FS9 Reichweite und Häufigkeit von Audits zur Beurteilung der Implementierung ökologischer und sozialer Richtlinien

Das Umweltmanagementsystem (Environmental Management System, EMS) von Munich Re ist nach den Prinzipien des internationalen Standards ISO 14001 ausgestaltet. Unser Verhaltenskodex und unsere Umweltrichtlinien sind darauf abgestimmt und unterstützen dieses System. Durch unser extern zertifiziertes Umweltmanagementsystem wird auch die Einhaltung der intern festgelegten Nachhaltigkeitskriterien und Ziele überprüft.
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FS10 Firmen, die im Portfolio des Unternehmens enthalten sind und mit denen ein Dialog zu ökologischen oder sozialen Fragen stattfand

Die genaue Anzahl der Unternehmen, mit denen wir konkret soziale oder ökologische Angelegenheiten diskutieren, ist schwer abzugrenzen. Im Rahmen unserer Geschäftsbeziehungen pflegt unser Management den Kontakt zur Managementebene von mehreren Hundert Unternehmen. Diese Beziehungen werden genutzt, um auch im Rahmen unserer umfassenden Risikoanalyse ökologische Themen anzusprechen. Der Einsatz von Munich Re für die PRI-Prinzipien der UN verstärkt die Relevanz dieser Aspekte für die Beziehung zu unseren Partnern.
  partiell
FS11 Anteil der Einlagen, die positiven oder negativen ökologischen und sozialen Auswahltests unterworfen sind

Bereits 2002 haben wir festgelegt, dass unsere Investments in Aktien, Unternehmens- und Bankanleihen bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen müssen. 2005 wurde diese Anforderung in unseren konzernweit verbindlichen General Investment Guidelines (GIG) konkretisiert und auf den Bereich der Staatsanleihen erweitert. Seitdem legen wir konzernweit mindestens 80 % des Marktwerts dieser Kapitalanlagen in Werten an, die in einem Nachhaltigkeitsindex wie dem Dow Jones Sustainability Index vertreten sind. Zum 31. Dezember 2010 haben 84,7 Prozent unserer Investments in Aktien, Staatsanleihen, Unternehmens- und Bankanleihen diesen Kriterien entsprochen.
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FS12 Abstimmungsrichtlinien zu ökologischen und sozialen Fragen bei Aktienbesitz

Die MEAG analysiert grundsätzlich, ob sich betreffende Gesellschafterbeschlüsse im Einklang mit langfristigen ESG-Überlegungen und den Unternehmenszielen der MEAG befinden, und richtet ihr Abstimmungsverhalten dementsprechend aus.

Die Aktienbestände von Munich Re an anderen Aktiengesellschaften sind zurzeit relativ gering (Stand 31.12.2010: 4,4% der gesamten Kapitalanlage). Aus diesem Grund fokussieren wir uns bei der Ausübung des Stimmrechts auf Hauptversammlungen von inländischen Unternehmen. Die Erweiterung der Abstimmungswahrnehmung auf das Ausland wäre kostenintensiv. Aus diesem Grund gibt es in diesem Bereich keine Beauftragung Dritter für Munich Re.
Die MEAG führt zusätzlich in Einzelmeetings mit den Aktiengesellschaften einen intensiven Dialog mit dem Ziel, deren SRI-Rating beziehungsweise SRI-Performance zu verbessern.

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FS13 Zugangsstellen in wenig besiedelten oder wirtschaftlich schwachen Gebieten

Mikroversicherungen gewinnen weltweit und auch bei Munich Re an Bedeutung. Dies ist auf die Entwicklung von Naturkatastrophen der vergangenen Jahre zurückzuführen, die vor allem Menschen mit geringen finanziellen Mitteln getroffen haben. In Zusammenarbeit mit wichtigen Institutionen (zum Beispiel MFIs, NGOs) engagiert sich Munich Re auf diesem Gebiet.


Munich Re arbeitet in allen Geschäftsfeldern mit regionalen Experten sowie wichtigen global agierenden Partnern an neuen Lösungen in diesem Bereich. In sektorübergreifenden Kooperationen, sogenannten Public Private Partnerships, sind staatliche Institutionen ebenso beteiligt wie Genossenschaften, NGOs oder privatwirtschaftliche Unternehmen.

Hierfür einige Beispiele:

  1. CLIMBS (Dachverband philippinischer Genossenschaften)
  2. Die Münchener Rück Stiftung organisiert die weltweit größte Mikroversicherungskonferenz.
  3. Munich Climate Insurance Initiative (MCII): Die Munich Climate Insurance Initiative (MCII) wurde im April 2005 von Munich Re gegründet, weil erkannt wurde, dass Versicherungslösungen eine Rolle in der Anpassung an den Klimawandel spielen können, wie es auch in der UN-Klimarahmenkonvention und im Kioto-Protokoll vorgesehen ist.
  4. ERGO bietet Mikroversicherung im Rahmen einer diversen Produktpalette an.

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FS14 Initiativen zur Verbesserung des Zugangs zu Finanzdienstleistungen für benachteiligte Menschen

Im Rahmen von Public Private Partnerships leistet Munich Re sowohl im Erst- als auch im Rückversicherungsgeschäft einen Beitrag zur Entwicklung und Verbreitung von innovativen Versicherungslösungen für den von diesen Risiken betroffenen Personenkreis und erschließt zugleich neue Märkte und Geschäftsfelder, z.B. in Indien und auf den Philippinen.


Unsere indische Tochtergesellschaft HDFC ERGO, die auf Sachversicherungen spezialisiert ist, hat 2008 einen eigenen Geschäftsbereich gegründet, der Versicherungsprodukte für den ländlichen Bereich entwickelt und vertreibt. HDFC ERGO bietet eine große Auswahl an Mikroversicherungen aus dem Bereich Nicht-Leben an. Dazu gehören Kranken-, Unfall- und Feuerversicherungen. Aber auch der Verlust von Vieh, das gerade in ländlichen Gebieten für jeden Haushalt überlebenswichtig ist, Schäden am Traktor oder Ernteausfälle als Folge extremer Wetterereignisse können abgesichert werden.
Entscheidend bei Mikroversicherungen ist, dass die Produkte verständlich aufgebaut sind und äußerst kostengünstig vertrieben werden. Zudem müssen sie in großer Stückzahl auf innovativen Vertriebswegen zu den Kunden gebracht werden. Aus diesem Grunde arbeitet HDFC ERGO mit namhaften Mikrofinanz-Institutionen, Geschäften auf dem Lande sowie mit Genossenschaften und anderen ländlichen Vereinigungen zusammen.

70 Prozent der indischen Bevölkerung leben auf dem Land. Die Verbreitung von Krankenversicherungen ist dort äußerst niedrig. In Zusammenarbeit mit der Biocon Foundation bietet HDFC ERGO armen Menschen ein Produkt, das für eine bezahlbare Prämie Krankenhausaufenthalte oder andere aufwändige Behandlungen wie Operationen absichert. Fachleute, die vor Ort auf dem Land tätig sind und über ein mobiles, handybasiertes Registrierungssystem verfügen, ermöglichen es, diese Krankenversicherung unkompliziert und papierfrei abzuschließen.

2010 entwickelten Munich Re und GTZ gemeinsam mit der Coop Life Insurance & Mutual Benefit Services (CLIMBS), einer genossenschaftlich organisierten Versicherung auf den Philippinen, im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Mikroversicherungsprodukt, welches das Kreditportefeuille von Genossenschaften auf den Philippinen gegen Schäden aus extremen Wetterereignissen absichert. Zentrales Ziel ist, dass die Versicherungsleistungen letztlich den Endverbrauchern in einkommensschwachen Haushalten zugute kommen.

Andere Produkte werden speziell für bestimmte Kundenkreise in Industrieländern entwickelt wie z.B. Personenunfallversicherungen in Kombination mit Krankenversicherung und Assistenzleistungen für Senioren. Studenten erhalten in bestimmten Fällen verminderte Tarife in der Krankenversicherung.

Mikroversicherung ist auch ein wichtiges Thema bei der Münchener Rück Stiftung, die unter anderem die weltweit größte Mikroversicherungskonferenz veranstaltet (zuletzt vom 9.–11. November 2010 in Manila). Die nächste Konferenz findet vom 8.–10. November 2011 in Rio de Janeiro statt. Außerdem hat die Münchener Rück Stiftung ein Kompendium zur Mikroversicherung in mehreren Sprachen herausgegeben. Es vermittelt wertvolle Erkenntnisse aus einem Projekt der CGAP-Arbeitsgruppe Mikroversicherung, die entsprechende Initiativen in aller Welt untersucht hat (www.microinsurancecompendium.org).

Und die DKV bietet z.B. spezielle Krankenversicherungs-produkte für ältere Versicherungsnehmer an, die Schwierigkeiten haben, die volle Versicherungsprämie neben ihren sonstigen Gesundheitsausgaben zu bezahlen: Der „Standardtarif“ bietet für sie den gesetzlich vorgeschriebenen Krankenversicherungsschutz mit einer niedrigeren Prämien als in der Privaten Krankenversicherung an. So hilft die DKV den Senioren mit niedrigem Einkommen, dennoch grundversichert zu sein ohne eine überdimensionierte finanzielle Belastung, Der „Basistarif“ ist ein ähnliches Produkt für Versicherungsnehmer jeglichen Alters. Mit diesen neuen Produkten bietet die DKV erschwingliche Krankenversicherung für alle Gesellschaftsschichten.

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FS15 Richtlinien für faire Gestaltung und Verkauf von Finanzdienstleistungen

In unseren Verhaltenskodizes ist festgehalten, dass wir faire und offene Geschäftsbeziehungen pflegen. Munich Re strebt danach, unsere Kunden bestmöglichst zu beraten und sie mit den notwendigen Informationen zu versorgen, die für eine einschlägige und vernünftige Entscheidung erforderlich sind.


Potenzielle Zielkonflikte mit den Interessen unserer Kunden und weiterer Geschäftspartner versuchen wir grundsätzlich zu vermeiden, im Eintrittsfall jedoch hat eine adäquate und zeitnahe Problemlösung Priorität. Darüber hinaus umfasst der Verhaltenskodex auch Richtlinien für den Datenschutz bei Munich Re.

Die gesamten Produkte und Dienstleistungen von Munich Re – beginnend bei der Produktentwicklung über den Vertrieb bis zum endgültigen Vertragsabschluss – unterliegen engmaschigen Qualitätssicherungen. Wir legen Wert auf Transparenz und stellen die Leistungen und Konditionen unserer Produkte und Dienstleistungen allgemeinverständlich dar. Eine verständliche und klare Kommunikation über die gesetzlich geforderten Informationspflichten hinaus ist auch eines der Leistungsversprechen von ERGO. Alle offenen Fragen klären ihre zahlreichen Vermittler im persönlichen Gespräch.

In der Rückversicherung ist es unser Anspruch, der bevorzugte Partner für Risiken unserer Kunden zu sein. Munich Re liefert daher mit einer breiten Produktpalette umfassende Lösungskonzepte. Die Kunden profitieren nicht nur von unseren Stärken im Finanzierungsbereich, sondern auch von unserem Expertenwissen in allen Risikobelangen.

Um unser Kundenmanagement weiter zu verbessern, haben wir die Beratung unserer Zedenten in den einzelnen Geschäftsbereichen seit 2008 umstrukturiert. Unser neuer Ansatz für das Kundenmanagement zielt auf einheitliche Qualitätsstandards und intensivere Kooperationen ab. Aus diesem Grund hat jeder Zedent eine eigene Kontaktperson, der die Ansprüche und Besonderheiten des spezifischen Kunden und des Markts kennt. Neben einem engen Dialog wird so auch eine individuelle und zielgerichtete Beratung erreicht. In München und unseren anderen Niederlassungen veranstalten wir mehr als 100 Seminare und Workshops für unsere Kunden. Das Online-Kundenportal connect.munichre bereichert unser Kundenmanagement nachhaltig. Die Zedenten haben weltweit und 24 Stunden Zugang zu Dienstleistungen, Analysen, Tools und Informationen über unsere Geschäftsbereiche. Auf diese Weise unterstützt connect.munichre einerseits Erstversicherer bei ihrem Tagesgeschäft und andererseits zeigt sich Munich Re als eine verlässliche und direkte Anlaufstelle für den Kunden.

Weniger Marken – klares Konzept: Mit ihrer geschärften Markenkampagne in 2010 schaffte sich ERGO eine Basis für zukünftiges Wachstum, vor allem im internationalen Sektor. Der Dreh- und Angelpunkt dieser neuen Medienpräsenz ist ein junges, frisches Logo.

Die ERGO Versicherungsgruppe hat die letzten rechtlichen Umstellungen im Zuge ihrer strategischen Markenneuausrichtung abgeschlossen und die Unternehmensstruktur übersichtlicher gestaltet. Das Neugeschäft in der Lebensversicherung wird auf die ERGO Lebensversicherung AG (ehemals Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG) konzentriert. Zudem ist der bisherige Kollektivbestand der betrieblichen Altersversorgung der Victoria Lebensversicherung AG, rückwirkend zum 1. Januar 2010 auf die ERGO Lebensversicherung AG übertragen worden. Das Krankenversicherungsgeschäft konzentriert sich auf die DKV Deutsche Krankenversicherung AG nach deren rückwirkender Verschmelzung zum 1. Januar 2010 mit der Victoria Krankenversicherung AG. Die Hamburg-Mannheimer Rechtsschutzversicherungs- AG wurde auf die D.A.S. Rechtsschutz-Versicherungs-AG verschmolzen, so dass die D.A.S. der alleinige Rechtsschutz- Spezialist der ERGO Versicherungsgruppe ist. Das Geschäft der Schaden- und Unfallversicherung war schon Mitte des Jahres in der ERGO Versicherung AG (vormals Victoria Versicherung AG) zusammengefasst worden.

Nach dieser großen Markenumstellung möchte ERGO mit einer Klartextinitiative zudem die Kommunikation mit den Kunden auf neue Füße stellen. Sie soll das Verstehen für den Kunden einfacher machen. Denn fehlendes Verstehen ist oft der Auslöser für vermeidbare Unzufriedenheit des Kunden mit dem Versicherungsunternehmen. ERGO wird Texte mit einer speziellen Software auf Verständlichkeit prüfen und einen Mindeststandard festlegen, bevor sie in der Kommunikation eingesetzt werden.

Die Kommunikationskriterien zu Inhalten, Form und Sprache der Kundenkommunikation dienen den Mitarbeitern dann als Orientierung und Checkliste.

Ein breiter interner Qualitätssicherungsprozess soll die Einhaltung des neuen Standards sicherstellen. Neue Kommunikationsmittel müssen den Anforderungen vollständig entsprechen, bestehende werden sukzessive überprüft und angepasst. So wurden von den jährlich rund 40 Mio. versendeten Briefen bisher rund 13 Mio. Briefe bereits überarbeitet, bis Ende 2011 werden es rund 24 Mio. Briefe sein.

Neben der schriftlichen Kommunikation wird auch die direkte Kommunikation überprüft. Mitarbeiter des Innen- und Außendienst werden in mehrstufigen Schulungsmaßnahmen für eine bessere Verständlichkeit geschult.

Zu einer verständlichen Kommunikation gehört vor allem auch, sich auf die wesentlichen Informationen für Kunden zu konzentrieren. Daher hat ERGO in einem ersten Schritt die Übersichtlichkeit der Versicherungsbedingungen für das Produkt der Privaten Haftpflichtversicherung deutlich verbessert. Mit der Verkürzung der Versicherungsbedingungen auf nur eine Seite erhält der Kunde alle notwendigen Informationen über Haftungsbedingungen über seinen Versicherungsschutz verständlich und übersichtlich aufbereitet. Die neuen Versicherungsbedingungen werden im Verkauf ab dem 1. Juli 2011 verwendet. Die Überarbeitung der Versicherungsbedingungen für weitere Produkte, wie z.B. Hausrat, Wohngebäude, KFZ, Unfall und Risiko-Lebensversicherung, folgt im Laufe der nächsten Monate.

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FS16 Initiativen zur Förderung finanzieller Allgemeinbildung

Finanzielle Allgemeinbildung und Kompetenz sind in unserem Geschäft von Bedeutung und Munich Re wichtig. Die Gefahr ungenügender oder falscher Einschätzung von Produkten und Dienstleistungen durch unsere Kunden möchten wir minimieren.


Wir führen deshalb Initiativen durch und beteiligen uns an Aktivitäten, welche die finanzielle Allgemeinbildung erhöhen sowie Sachkenntnisse in diesem Segment vermitteln.

Die MEAG ist Mitglied des Investmentverbands BVI. Dieser macht sich für eine bessere Aufklärung bei zukünftigen Aktionären und Stakeholdern stark und hat hierzu beispielsweise das Schulprojekt „Hoch im Kurs“ im Mai 2006 ins Leben gerufen. Die vierte Auflage des Unterrichtsmaterials ist im März 2010 erschienen.

Gezielt widmen wir uns auch ausgewählten Wissenschaftsthemen: Um beispielsweise das Bewusstsein für allgemeine mathematische Zusammenhänge und die Begeisterung an dieser Wissenschaft zu wecken, ermöglicht Munich Re seit 2001 die Wissensportale der Deutschen und zusätzlich seit 2009 der Europäischen Mathematiker-Vereinigung. Die Kerninhalte des europäischen Portals werden von inzwischen 16 europäischen Projektkoordinatoren festgelegt und fortlaufend eingepflegt. Aus der internationalen Perspektive auf diese Wissenschaft ziehen alle Beteiligten und Interessierten großen Nutzen.

In Einklang mit der Bemühung, unsere Kunden und die Öffentlichkeit über sozial-innovative Versicherungsprojekte in den betreffenden Ländern und Regionen zu informieren, organisiert die Münchener Rück Stiftung jährlich eine internationale Mikroversicherungskonferenz jeweils in einem anderen Schwellen- oder Entwicklungsland. Diese Veranstaltung bietet Experten aus dem Finanzbereich, der öffentlichen und privaten Hand und der Entwicklungszusammenarbeit eine breite Plattform, um Erfahrungen und Konzepte über die Herausforderungen auf diesem Gebiet zu diskutieren.

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*GC: Global Compact